Zehnköpfige „Gruppe“ greift Jugendliche am Alexanderplatz an

Berlin – In der Nacht zum Samstag wurden zwei Jugendliche (17 und 18 Jahre) in Berlin-Mitte von einer zehnköpfigen Gruppe angegriffen, ausgeraubt und verfolgt. Die Polizei nahm „sechs junge Männer“ fest. Nationalität der Angreifer? Keine Angaben.

Polizeibeamte nahmen in der Nacht zum Samstag in Berlin-Mitte laut Polizeibericht sechs junge Männer vorläufig fest. Ersten Ermittlungen zufolge soll ein 17-Jähriger, der in Begleitung eines 18 Jahre alten Bekannten war, gegen 1.30 Uhr in der Panoramastraße aus einer etwa zehnköpfigen Personengruppe heraus beschimpft und bedrängt worden sein.

Nationalität der Angreifer? 

Als der Jugendliche aus der Situation fliehen wollte, sollen ihn die Personen geschlagen haben. Einer aus der Gruppe sprühte dem Angegriffenen dann offenbar Reizgas ins Gesicht. Zeitgleich sollen ihm die mutmaßlichen Angreifer die Bauchtasche entwendet haben. Als die Personengruppe die zwischenzeitlich alarmierten Polizisten bemerkte, ergriff sie die Flucht. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und konnten sechs der Verdächtigen im Alter von 15 bis 21 Jahren vorläufig festnehmen.

Der 17-Jährige erlitt Rumpfverletzungen sowie Reizungen der Augen und Atemwege und wurde von Rettungssanitätern am Ort behandelt. Die Polizisten entdeckten bei der Durchsuchung des 15-Jährigen ein Tierabwehrspray, bei einem 18-jährigen Komplizen ein Messer und bei dem 21-Jährigen neben einem Butterfly-Messer noch Drogen. Die gefundenen Gegenstände wurden beschlagnahmt. Die sechs Festgenommenen wurden zu erkennungsdienstlichen Behandlungen zur Gefangenensammelstelle gebracht und anschließend der Kriminalpolizei der Direktion 3 übergeben. Zu Nationalität der Täter schweigen sich sowohl der Polizeibericht, wie auch die berichtenden Medien aus. Nachfragen bei der Polizei brachten bis zur Veröffentlichung keine weiteren Informationen.

Flächendeckend, bundesweit „kriminalitätsbelastete Orte“

Nicht nur der Alexanderplatz gilt in Berlin als sogenannter kriminalitätsbelasteter Ort (kbO). Laut eines Schreibens, den der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei, Benjamin Jendro, bei Twitter veröffentlichte, geht hervor, dass die Polizei an folgenden Orten in Berlin ebenfalls nicht mehr in der Lage ist, die Bevölkerung vor einer grassierenden Kriminalität zu schützen. Es handelt sich um den Alexanderplatz, den Leopoldplatz, den Kleinen Tiergarten, Schöneberg-Nord (zum Beispiel Nollendorfplatz), den Görlitzer Park, die Warschauer Brücke, das Kottbusser Tor, einen Teil der Hermannstraße, den Hermannplatz und einen Bereich rund um die Rigaer Straße.

Das sich ähnliche Listen in allen größeren deutschen Städten erstellen lassen, zeigt den maroden Zustand unseres Landes, sehenden Auges durch politische Unverantwortlichkeit provoziert, auf. (BS)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...