Ines Laufer: Doppelt so viele Abonnenten durch Facebooksperre

(Bild: JouWatch)
Facebook is watching you (Bild: JouWatch)

Die Bloggerin Ines Laufer, die u.a. mit ihrer akribischen Auswertung der aktuellen Kriminalstatistik bekannt wurde, ist nach einer 30-tägigen Facebooksperre wieder da. Sie hatte einen kritischen Kommentar des Autors Jürgen Fritz zu den Attentätern von London Bridge gepostet.

Am 8.6. hatte Ines Laufer bereits auf Philosophia Perennis darüber geschrieben. Nun postete Sie am 16.7. auf Facebook:

„Das mit den Facebook-Sperren gegen Menschen, die missliebige kritische – aber völlig legitime – Meinungen vertreten, sehe ich als Indikator für die sukzessive Einschränkung der Meinungsfreiheit in unserem Land zugunsten einer Gesinnungsdiktatur, in der Kritik an Regierung und etablierten Parteien zunehmend als unerwünscht unterbunden wird.

Die Sache hat allerdings einen Haken:

Natürlich ist es erst mal ärgerlich, wenn man einen Monat lang „in der Verbannung“ verbringen muss.

Aber am Ende des Tages erreichen die Zensoren genau das Gegenteil dessen, was sie beabsichtigen – also die Kritiker und die Kritik unsichtbar zu machen und ihnen die Stimme zu nehmen.

Stattdessen lenken sie die Aufmerksamkeit auf eben jene Menschen – denn sobald bekannt wird, dass jemand gesperrt wurde, schauen besonders viele FB-Nutzer auf dem Profil vorbei, lesen die Postings und Artikel, teilen, abonnieren und versenden Freundschaftsanfragen für eine bessere Vernetzung.

Kurz: Das, was der/die Gesperrte/r zu sagen hat, wird von noch mehr Menschen und noch intensiver wahrgenommen, geteilt und verbreitet.

Ich erlebe das selbst gerade und freue mich sehr über doppelt so viele Abonnenten wie vor meiner Sperre und so viele Freundschaftsanfragen, dass ich um viel Geduld bitten muss, bis ich alle beantworten kann.

Eine Facebook-Sperre kann also ein echter Katalysator sein und für eine massive Erhöhung der Reichweite und Wahrnehmung der kritischen Gedanken.

Welch wunderbare Ironie!

Darum ist es wichtig, dass wir uns gegenseitig stets auf dem laufenden halten, wer wegen welcher Äußerungen gesperrt wurde, dass wir diese Informationen ausgiebig teilen, um diesen Effekt optimal zu nutzen und den Zensoren ein größtmögliches Schnippchen zu schlagen…“

 

 

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