JouWatch exklusiv: Skandal! In Deutschland gackert noch immer das Nazi-Huhn!

Sollte eigentlich im Fokus der Linken stehen: Das Deutsche Reichshuhn (Foto: Von 1987Tony1987 - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18714344
Sollte eigentlich im Fokus der Linken stehen: Das Deutsche Reichshuhn (Foto: Von 1987Tony1987 - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18714344

Wie konnte das den Linken entgehen? In Zeiten, in denen jeder Hamburger Autofahrer unter Generalverdacht gestellt wird, weil sein Kennzeichen „HH“ an die dunkle deutsche Vergangenheit erinnert, in Zeiten, in denen jeder politisch korrekt verfolgt wird, weil er beim Abschied von seiner Liebsten beim Winken die Hand zu sehr hebt, ist den linken Nazijägern doch tatsächlich ein ganz schlimmer Typ des ewig Gestrigen durchs Netz gerutscht: Das Nazi-Huhn, in Züchterkreisen auch das Deutsche Reichshuhn genannt.

Von Thomas Böhm

Wahrscheinlich wurde dieses Federvieh von den Nazis okkupiert, wie zum Beispiel der Deutsche Schäferhund oder der Volkswagen, doch ist die Geschichte dieser Hühnerasse etwas älter. Wir lesen auf der „berüchtigten“, weil verdächtigen Seite reichshuhn.de:

Der Name mag, geschichtlich gesehen, etwas seltsam anmuten. Der Gedanke an ein Deutsches Nationalhuhn stand bei der Kreation dieser Rasse schon im Vordergrund, jedoch war das schon um 1895. Einer Zeit, in der sich ein Großteil der Deutschen zum ersten Mal mit den unter Bismarck geeinten vielen Deutschen Fürstentümern identifizierten.

Nach der Bauernbefreiung und der nach 30 Jahren endgültig abgeschlossenen Lehensablösung fühlten sich die Menschen zum ersten Mal in der Geschichte wirklich frei. Allenthalben und in jedem Bereich entstand ein Nationaltum, das durch den 1. Weltkrieg zunichte gemacht wurde. Wenn die Rede von der “Guten alten Zeit” ist, dann sind es die Jahre 1871-1914, und somit ist die Rasse “Deutsches Reichshuhn” ein Zeuge seiner Zeit, wie kaum etwas anderes. Es ist eigentlich dem SV zu danken, dass der Name nie geändert wurde, weil der Rassename so typisch für die Ideen und Einstellungen seiner Entstehungszeit ist…

Aber ist dieses Huhn eigentlich reinrassig deutsch, oder wurde hier mal wieder geschummelt? Wir lesen weiter:

Paradoxerweise wurden zur Erzüchtung des Deutschen Reichshuhns keine einheimischen Landhuhnschläge verwendet, sondern im wesentlichen Rassen aus dem asiatischen Rassenkreis wie die Sussex, Brahma und Orpington, aber auch Mittelmeerrassen wie Minorka und Italiener…

Also doch ein Multikulti-Huhn und damit ungefährlich? Die folgenden Merkmale klingen dann aber leider wieder typisch deutsch:

Das A und O des Deutschen Reichshuhns ist die Form, die im Grunde backsteinförmig sein soll. Eine alte Züchterregel heißt daher, Länge zu Breite zu Tiefe, 5:3:3. Das sagt schon aus, dass die Schultern breit sein sollen und der Körper von der tiefen Brust bis zum vollen Legebauch gleich breit bleiben muss.

Ein Deutsches Reichshuhn hat einen geraden Rücken, der durch den bei der Henne ansteigenden, beim Hahn nur leicht ansteigenden Schwanz verlängert wird…

Was den linken Nazi-Jägern auf jeden Fall Sorge bereiten sollte, wäre dieses Detail:

Die Rasse gilt als gutes Legehuhn – auch im Winter. Die vorhandene Frohwüchsigkeit und bekannte Widerstandskraft der Rasse gilt es weiterhin zu erhalten.

Deshalb unsere dringende Frage: Wo war die Antifa, wo war der „Tagesspiegel“, als sich zum Beispiel am 19. März dieses Jahres die „rechtsradikalen“ Züchter des Deutschen Reichshuhns in Hüttenberg zur Jahreshauptversammlung trafen und in einer erweiterten Vorstandssitzung über die Kassenprüfung berieten?

Aber wir können diejenigen beruhigen, die nun fürchten, dass diese Federvieh (was merkwürdigerweise gar nicht braun ist) irgendwann die Herrschaft in unserer ständig gefährdeten Republik übernimmt: Das Deutsche Reichshuhn ist selten und gilt als gefährdete Haustierrasse. Der BDRG sowie die GEH haben die Rasse in der „Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen 2013“ in die Gefährdungsklasse III (gefährdet) eingestuft. Danach gab es 2009 in Deutschland nur noch 273 Hähne und 1229 Hennen. (Quelle: Wikipedia)

Und die Alternative schaut auch nicht mehr ganz so gefährlich aus: Es existiert als Deutsches Zwerg-Reichshuhn auch in der Miniausgabe.

Also, mit ein paar eierlegenden Zwergen wird die Linke in Deutschland wohl doch noch fertig werden – spätestens, wenn es wieder zum nächsten Hähnchengrill geht.

Wandere aus, solange es noch geht!
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