Generation Doof im Parlament?

June Tomiak im Abgeordnetenhaus. / Bild: Grünenfraktion Berlin
June Tomiak im Abgeordnetenhaus. / Bild: Grünenfraktion Berlin

Hans Christian Ströbele, Renate Künast oder Jürgen Trittin? Das war einmal. Inzwischen wirbt die vom Scheitern bei der Bundestagswahl bedrohte frühere Friedenspartei mit einer Studienabbrecherin (Katrin Göring Eckardt), einem Berufsschwaben mit Migrationshintergrund (Cem Özdemir) oder einer gescheiterten Musikmanagerin und ebenfalls Studienabbrecherin (Claudia Roth) auf Bundesebene um Stimmen.

Anstatt zu studieren oder eine Lehre zu absolvieren, dachte sie, dass man mit diesem „Wanderzirkus“ auch Kohle machen könnte. Der linksliberale Tagesspiegel verteilte Vorschusslohrbeeren: „Neu im Parlament, trotzdem eine alte Häsin in der Politik.“

Im Berliner Abgeordnetenhaus wollte sie da weitermachen, wo sie im Schülerausschuss nach dem Abi aufhören musste. Da geriet sie bei dem stellvertretenden AfD-Fraktionschef Ronald Gläser an den Falschen. Ihre gegenderten Anfragen an die Landesregierung zum Thema „Rechte Gewalt“ und „Rechtsextremismus an Berliner Schulen 2016“ griff Gläser auf, entgenderte das Geschreibsel und ersetzte „rechts“ durch „links“.

Aus „Identitärer Bewegung“ wurden „G-20-Gegner“. Die Fragen des AfD Mannes hatten – das lehren uns die Hamburger Ereignisse – eine brennende Berechtigung. Tomiak war offenbar „außer sich“. Darf der AfD-Mann einfach ihre wertvollen geistigen Leistungen „abkupfern“. Ja, Frau Tomiak: er darf.

Nachdem das grüne Nachwuchstalent sich beim Tagesspiegel über Gläser beschwert hatte, zog das Ganze noch größere Kreise. Nun lacht man nicht nur im Parlament über die Abgeordnete, sondern auch die normale Bevölkerung kann an dem Spaß teilhaben.

Gläser wäre nicht Gläser, wenn er nicht die Steilvorlage genutzt hätte, um Tomika ein zweites Mal vorzuführen. Er machte sich dann mit einer Schachtel Pralinen zu Tomiak auf dem Weg, um die Situation zu entspannen. Die verweigerte die Annahme und ließ die Pralinen durch die Hauspost des Parlaments in Gläsers Büro zurückbringen.

Jetzt jammerte sie rum: „Ich will mich nicht benutzen lassen, damit die Öffentlichkeit mit der Aktion auf die AfD gelenkt wird“. Unser Rat: „Mensch June, mach bei Ströbele ein Politpraktikum, bevor Du Deiner Partei Schaden im Parlament zufügst.“ Gläser indessen wird nicht locker lassen: „Ich kopiere so lange weiter, bis Frau Tomiak die Lust verliert, einseitig abzufragen und wir einen Überblick über die Gesamtsituation haben.“

Was macht Tomiak sonst so? Im Februar 2017 wusste sie der linken Tageszeitung Taz zu berichten, dass sie mit der Berliner Polizei aneinander geraten sei. Auf einer Protestkundgebung gegen die „Merkel muss weg“-Demonstration hatte sie versucht, Polizisten zu filmen.

Das untersagte ihr die Polizei. Den Taz-Lesern berichtete sie: „Sollte ich nicht mit dem Fotografieren aufhören, werde mir mein Abgeordnetenstatus entzogen. Ich war erst mal baff und habe mich verabschiedet.“ Wieder was gelernt: Die Polizei kann Parlamentsmandate entziehen. Oder doch nicht?

Hier gibt’s die Generation Doof im O-Ton:

 

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