Läuft doch! Mehr Asylentscheidungen in Deutschland als im Rest der EU zusammen

Foto: Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle (über dts Nachrichtenagentur)

Für alle die sich vielleicht wundern, dass in ihrer Umgebung (egal ob in der Stadt oder in der Provinz) immer wieder neue unbekannte Gesichter auftauchen. Es gibt dafür eine logische Erklärung:

In Deutschland ist im ersten Halbjahr des laufenden Jahres über mehr Asylverfahren entschieden worden, als in den übrigen 27 EU-Staaten zusammengenommen. Das berichtet die „Welt“ (Samstagsausgabe). Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) traf im ersten Halbjahr 408.147 Entscheidungen.

Nach einer Auswertung der Zeitung von Daten der Europäischen Statistikbehörde Eurostat haben alle anderen EU-Staaten im gesamten vergangenen Jahr über 475.320 Anträge entschieden. In den ersten drei Monaten dieses Jahres entschieden alle EU-Staaten abzüglich Deutschland über 104.755 Verfahren. Die entsprechenden Angaben für das erste Halbjahr 2017 werden voraussichtlich im Herbst vorliegen, schreibt die Zeitung.

Die Zahlen der Asylentscheidungen haben laut „Welt“ eine höhere Aussagekraft für den dauerhaften Verbleib der Migranten als die Asylantragszahlen. So wurden etwa in Ungarn in den vergangenen beiden Jahren laut den Eurostat-Daten 203.000 Asylanträge gestellt, deutlich mehr als in Frankreich und etwa genauso viele wie in Italien. Im selben Zeitraum wurde in Ungarn aber nur über 8.525 Anträge entschieden, weil die meisten Migranten weiterreisten. (dts)

Nun hätten wir natürlich noch gerne gewusst, wie viele der 408.147 Entscheidungen positiv ausgefallen sind. Aber spielt das überhaupt eine Rolle? Bleiben denn nicht sowieso alle da?

 

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