Stiefvater quält 5-Jährige aus religiöser Überzeugung und kommt mit Bewährung davon

Gewalt und die juristische Wertung (Symbolbild: JouWatch)

Berlin – Mamadou G. quälte die 5-jährige Tochter seiner Lebensgefährtin, indem er sie täglich mit einem Hammer, einem Stock und einem Gürtel verprügelte. Er misshandelte das Kind nach einem religiösen Ritual, da sie nach Ansicht des Gambiers gehörnte Dschinns in Menschengestalt herbeigerufen habe. Für den grausamen Kinderschänder gab es eine Bewährungsstrafe.  

Der wegen Drogenhandels bereits vorbestrafte 37-jährige Gambier Mamadou G. quälte seine damals 5-jährige Stieftochter täglich, da er der Überzeugung wahr, das Kind habe einen gehörnten Dschinn in Menschengestalt – im Islam werden darunter Dämonen verstanden – herbeigerufen.

Hierzu habe der Mann die Kreuzberger Wohnung, die er mit der Mutter des Mädchens bewohnte, bis auf einen Stuhl ausgeräumt. Mindestens zwei Monate lang malträtierte der Westafrikaner, der vor 14 Jahren nach Deutschland einreiste, das Mädchen mit heißem Wasser, mit Gegenständen wie Hammer, Stock und Gürtel, so die Auflistung der Grausamkeiten im Prozess.

„Ich habe nichts gemacht“

Wie die Berliner Zeitung berichtet, habe die Staatsanwältin eine Liste mit 19 der dokumentierten Verletzungen verlesen. Anschließend sollte sich der Angeklagte dazu bekennen. Sein Verteidiger teilte dem vorsitzenden Richter vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten mit, dass sein Mandant das ihm Vorgehaltene „umfassend und vorbehaltlos“ einräume. Auf Nachfrage des Richters, schüttelte der Gambier den Kopf und sagte kaum hörbar: „Ich habe nichts gemacht“.

Der Kinderschänder wurde zu zwei Jahren Haft zu verurteilen. Die Strafe wurde zur fünfjährigen Bewährung auszusetzen.

Der Gambier sitzt seit April 2017 wegen Drogenhandels, das mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung und eine Geldbuße geahndet wurde in Haft. Weil er die Zahlung aussetzte, wurde die Berufung widerrufen. Noch im Juli soll er nach Gambia abgeschoben werden.

„Das Mädchen ist für lange Zeit seines Lebens geschädigt“

Das Mädchen soll laut einem Prozessgutachten ein schweres psychisches Trauma erlitten haben. Ihr Körper war mit Verletzungen übersät, so ein Kinderarzt im Prozess. Auffällig sei der starre Blick des Mädchens gewesen. Die Kleine habe „gefrorene Aufmerksamkeit“ gezeigt, was ein typisches Verhalten bei chronisch misshandelte Kinder sei. „Das Mädchen ist für lange Zeit seines Lebens geschädigt“, so der Richter.

Die Mutter, die die Polizei alarmiert haben soll, aber kurz darauf dann wieder die Beschuldigungen gegen den Peiniger ihres Kindes zurückgezogen habe, war zum Prozess nicht erschienen. Sie gab bei der Vernehmung an, nichts von den Misshandlungen ihres Kindes mitbekommen zu haben. Das Mädchen und ihr 2014 geborenen Halbbruder leben in einer Pflegefamilie.

Da sieht man mal wieder, was so eine „Religion“ alles anrichten kann. Aber in einem Land, in dem diese Religionsfreiheit so ein hohes Gut ist, wie in Deutschland, ist so was eben möglich und wird deshalb auch nicht hart bestraft.(BS)

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