Presse: Der süddeutsche Schmierant

Max Erdinger Foto: JouWatch

Bei der Süddeutschen kann man sich partout nicht damit abfinden, daß der aktuelle amerikanische Präsident Donald Trump heißt. Keine Halbwahrheit und keine Lüge sind abgefeimt genug, um sie nicht doch unter die Leserschaft zu streuen. Heute hat sich ein gewisser Stefan Kornelius mit einem haarsträubenden Kommentar bei den Trumphassern dieser Republik beliebt gemacht.

Von Max Erdinger

Etwas, das hierzulande kaum jemals im Medienmainstream thematisiert wird, ist, daß in den USA ein informeller Krieg tobt, der über die Medien ausgetragen wird. Die deutsche Presse, allen voran die üblichen Verdächtigen Süddeutsche, ZEIT, Spiegel, Focus etc.pp. gaukeln ihren Lesern vor, es ginge bei den Meldungen aus den USA zur sog. Russland-Affäre tatsächlich um das, was dann in die Medien dringt: Verfall der politischen Sitten, Hochverrat, gekaufte Wahlen und alles das.

Etwas anderes ist der Fall. Der amerikanische Krieg in den Medien hat als Ursache, daß mit der Trump-Regierung erklärte Feinde von „Soros“ an der Macht sind. „Soros“ ist hier als Synonym zu verstehen für die ganze politische Open-Society-Fangemeinschaft mit ihren wahnsinnigen Vorstellungen vom einheitlichen, austauschbaren Weltmenschen und ihrem Hass auf die Nation als solche, das Eigene, den Unterschied generell und jedwede Grenze. Diese „Soros-Menschen“ sehen ihre Pfründe bedroht, ihre „Ideale“ gefährdet, ihre Agenda ausgebremst und hassen wirklich jeden, der sich ihnen in den Weg stellt.

Es ist kein Wunder, daß sich Trump und Putin auf der persönlichen Ebene bestens verstehen, ja sogar auf internationaler Politikebene regelrechte „Buddies“ wären, wenn Trump in seinem Handeln so frei wäre wie Putin. Putin ist so sehr Gegner der Open-Society-Ideen wie Trump. Oder wie Viktor Orban. Oder wie die polnische Regierung und-und-und. Putin hat mit der Machtfülle der NGOs in Russland, besonders mit derjenigen von ausländischen NGOs, gründlich aufgeräumt – und sich selbstredend den blanken Hass der westlichen, „soros-affinen“ Medienlandschaft eingehandelt. Trump hingegen stehen die quasi-monarchistischen Mittel eines Wladimir Putin im Kampf gegen die Soros-Globalisten erstens nicht zur Verfügung, da er vom Kongreß viel stärker ausgebremst werden kann, als Putin von der Duma, – und zweitens ist die politische Landschaft in den USA sehr viel stärker mit diesen Utopisten im Untergrund verseucht, als es die russische je gewesen ist.

Wladimir Putin weiß natürlich, mit welchen Schwierigkeiten Donald Trump im eigenen Land zu kämpfen hat. Bei allem, was er tut, muß er deshalb darauf achten, seinen persönlichen „Buddy“ Donald nicht aus Versehen den „liberals“, den demokratischen Pressehaien zum Fraß vorzuwerfen. Es ist die immer noch vorhandene Macht von „Soros“ in den USA, die sich über Jahrzehnte krakenartig in den Medien, bei NGOs, im Kongreß, in der Justiz und in fast jedem gesellschaftlich relevanten Bereich der USA festgefressen hat, mit der sich Donald Trump herumzuschlagen hat. Daß Trump dem amerikanischen Medienmainstream seinerseits mit Hass und blanker Verachtung gegenübersteht, ist kein Geheimnis.

Das alles wird in der deutschen Presse nonchalant unter den Tisch fallen gelassen. Es wird so getan, als ginge es in der Berichterstattung tatsächlich um das, worüber man schreibt – und zwar ohne einen allgemeineren Hintergrund, vor dem sich dann, wenn er dem deutschen Leser bewußt wäre, der Gehalt dessen, was er gerade liest, deutlich relativieren würde.

Überspitzt ausgedrückt: Bei den deutschen Medienbütteln und ihrer selbstgerechten Besoffenheit von der moralischen Überlegenheit deutscher Politik gibt es „Soros“ und seine, jeder demokratischen Kontrolle entzogenen Agenda schlicht und einfach nicht. Und wenn es ihn gibt, dann positiv konnotiert. Logisch: Merkel selbst ist eine Marionette im globalen „Soros-Theater“. Und die Ziele von „Soros“ passen vorzüglich zum linken Salonbolschewismus in den Medien, wo man sich zwar mit dem wirtschaftlichen Scheitern des Marxismus-Leninismus abgefunden hat, aber seinem sonstigen „Kulturmarxismus“ weiter frönt. Einem Volk von Materialisten ist natürlich mit Leichtigkeit der ökonomische Tod des Kommunismus als der Tod des Kommunismus generell zu verkaufen. Dem ist allerdings mitnichten so. „Soros“ ist nach dem wirtschaftlichen Scheitern des Kommunismus und dem Zerfall der Sowjetunion samt Warschauer Pakt nichts weiter, als der Plan, auf kultureller Ebene das noch zu erreichen, was dem Kommunismus aufgrund seines verheerenden Wirtschaftssystems versagt geblieben ist: Die Gleichheit aller Menschen dieser Welt vor dem globalen Politbüro.

Heute nun Stefan Kornelius in der Süddeutschen Zeitung – Zitat: „Die USA sind noch lange nicht zum Aufstand gegen Trump bereit.“ – Zitatende.

Kein Gedanke dazu, wie es wohl kommen konnte, daß Trump Präsident geworden ist. Der Mann wurde gewählt! Und er ist sicher nicht gewählt worden, um ihn im nächsten Moment per Aufstand wieder loszuwerden. Nein, das Amerika, das dieser süddeutsche Schmierant hier für sich rhetorisch in Beschlag nimmt, gibt es so nicht. Der Aufstand, von dem Kornelius phantasiert, wäre einer des abgewählten Establishments gegen einen demokratisch gewählten Präsidenten. Kornelius bedauert also in der Schlagzeile schon, daß ein gewählter Präsident nicht per Aufstand „beseitigt“ wird. Gefragt, was er selbst sei, würde Kornelius garantiert antworten: „Demokrat!“. Von wegen! „Linke Socke“ wäre die korrekte Antwort gewesen. Genauer: Eine dieser linken Socken, die immer nur dann „Hurra Demokratie!“ schreien, wenn die Wahlergebnisse so ausfallen, wie sie sich das vorstellen. Habe ich von Kornelius etwas gelesen, als es nach dem Einzug der AfD in verschiedene Landesparlamente dazu gekommen war, daß kein AfD-Funktionär in die Politsendungen nach der Wahl eingeladen worden ist? Funktionäre der gerade frisch aus dem Parlament herausgeflogenen FDP allerdings schon? – Kein Wort eines Kornelius zu diesem skandalösen Sachverhalt. Aber Trump und Russland! Da erwacht der schmierantische Killerinstinkt beim Systembüttel der Süddeutschen.

Zitat: „Das Problem mit dem Trump-Clan ist zunächst einmal nicht so sehr sein Rechtsverständnis. Es sind Stil, Umgang, Glaubwürdigkeit, Lüge – der totale Verlust jeden politischen Anstands. Die jüngste Fährte nach Russland führt über halbseidene PR-Typen, Schlagerstars, Schönheitsköniginnen und zwielichtige Anwälte. Sie zeugt von einem Mangel an Urteilskraft und, siehe oben, natürlich auch von einem mangelnden Rechtsverständnis.“ – Zitatende.

Das Rechtsverständnis des Trump-Clans geht Kornelius nichts an. Wenn der Trump-Clan gegen das Recht verstossen haben sollte, wird sich das feststellen lassen. Von einem individuellen Rechtsverständnis hängt das nicht ab. Das Rechtsverständnis eines Herrn Edathy z.B. war zur Beurteilung seiner Person ebenfalls zu keiner Zeit Gegenstand der Betrachtungen, sondern einzig und allein, ob er gegen Gesetze verstossen hatte. Ebensowenig war das Rechtsverständnis eines Volker Beck von Interesse, als er mit Crystal Meth in der Tasche aufgegriffen wurde. Sein Gesetzesverstoß war interessant. Und es war nicht zuletzt der Medienmainstream a la Süddeutsche Zeitung, der für Beck viele verständnisvolle Worte fand.

„Totalverlust jeden politischen Anstands“? „Halbseidene PR-Typen“? „Schlagerstars, Schönheitsköniginnen und zwielichtige Anwälte“? Stefan Kornelius wird wohl kaum von Merkel und ihrem Umfaller bei der „Ehe für alle“ reden oder von Heiko Maas´ neuestem Zensurgesetz. Von Olaf Scholz auch nicht. Wer aus dem bundesdeutschen Politestablishment posierte denn gerne mit Campino, mit Udo Lindenberg oder auch mit Til Schweiger? War die schöne Julia Klöckner nicht ursprünglich einmal Weinkönigin? Und ist Heiko Maas etwa kein „zwielichtiger Anwalt“? Wie kommt überhaupt ein bunterdeutscher Mainstreamschmierant dazu, vom „Totalverlust jeden politischen Anstands“ in Amerika zu schreiben angesichts der Zustände in seinem eigenen Land? Lammert und die Regelungen zum Alterspräsidenten des Deutschen Bundestags: Hochanständig, oder wie? Wie kommt ein deutscher Mainstreamschreiberling überhaupt dazu, von „politischem Anstand“ daherzuschwadronieren? Kornelius scheint den deutschen Schatz an Sprichwörtern nicht mehr zu kennen: „Ein jeder kehre vor seiner eigenen Tür.“

Hier muß ich anfügen: Wer schon vor seiner eigenen Tür nicht gekehrt hat, sprich, brav das Maul gehalten hat, der braucht sich nicht präpotent aus dem Fenster zu lehnen und lauthals darauf hinzuweisen, wie es vor anderer Leute Tür aussieht. Talking about „halbseidene Schmieranten“ …

Zitat: “ Trump freute sich sogar darauf, dass ein nicht gerade in Freundschaft verbundener Staat Unterstützung andiente. Das ist illegal oder zumindest unethisch.“ – Zitatende.

Jetzt kriege er sich einmal wieder ein, er Kornelius! Ethik resp. Unethik kann absolut nicht sein Thema sein. Für die Abkühlung des Verhältnisses USA-Russland sind nicht hauptsächlich die Russen verantwortlich. Im Übrigen habe ich die Korneliussche Pseudo-Empörung vermisst, als Obama in Frankreich während des Wahlkampfes auftauchte, um seinen gemeinsamen „Soros-Freund“ Macron ein bißchen zu unterstützen. Und würde Obama heute in Berlin auftauchen, um seine Freundin Angela medial aufzupeppen, – von einem Kornelius wäre kein Wort der Kritik zu lesen. Die Regierung Trump ist der Regierung Merkel, staatlich gesehen, nämlich ebenfalls nicht gerade in Freundschaft verbunden – und zwar aus den o.g. Gründen („Soros“). Daß die USA und Russland „nicht gerade in Freundschaft verbunden“ sind, liegt weder an Trump noch an Putin, sondern an den Interessen der immer noch marodierenden Macht von „Soros“ und deren Machenschaften. Putin hat den prorussischen Präsidenten der Ukraine, Janukowitsch, garantiert nicht aus dem Amt geputscht. Blackwater oder Academi sind auch keine russischen Söldnertruppen, sondern amerikanische. Amerikanische, nicht trumpische. Talkig about „Unterstützung“ …

Zitat: „Trump wurde schon oft totgesagt. Er erweist sich indes als enorm überlebensfähig. Gleichwohl arbeitet die Dynamik gegen ihn. Die Zustimmungswerte sinken. Der Sonderermittler sammelt Material, die Zahl der möglichen Straftatbestände wächst. Die Zwischenwahlen rücken näher und mit ihnen die Angst der republikanischen Mehrheit vor der Niederlage.“ – Zitatende.

So,so, die Dynamik arbeitet gegen ihn. Diese Dynamik aber auch. Scheint irgendwie vom Himmel gefallen zu sein, diese ominöse Dynamik. Wenn auch ein Kornelius der Ansicht zu sein scheint, Dynamik sei eben Dynamik und gegen Dynamik sei man machtlos: Trump wird sich der Dynamik schon annehmen (lassen). Da braucht sich der Kornelius von der Süddeutschen keine großen Sorgen zu machen. Ach, und die Zustimmungswerte sinken? Was für eine Meldung! Es ist das normalste Ding der Welt, daß die Zustimmungswerte eines Politikers nach der Wahl sinken. Scheint der Kornelius aber noch nirgends sonst beobachtet zu haben. Klar, sonst könnte er ja auch nicht so tun, als sei das ein Alarmsignal. Die Zahl „möglicher Straftatbestände“ wächst? Beim Auflagenverlust der Süddeutschen wächst die Zahl der „möglichen Gekündigten“ (was übrigens den Kommentar von Kornelius einleuchtend erklärt). „Mögliche Straftatbestände wachsen“ – geht´s noch, Kornelius? Und die Angst der Republikaner vor einer Niederlage bei den Zwischenzahlen wächst? Ganz normal! Kornelius soll mal bei der SPD zum Thema Angst und Bundestagswahl nachfragen, wenn er unbedingt ein paar Ängstliche braucht.

Ansonsten sei ihm empfohlen, seinen Kenntnisstand in Sachen Trump gelegentlich einmal durch die Lektüre der Neuen Züricher Zeitung aufzufrischen. Dort weiß man sehr genau, was wirklich Sache ist und muß sich nicht mit „halbseidenen PR-Typen, Schauspielern und zwielichtigen Anwälten“ aufhalten. Nur: Würde ein Kornelius das schreiben, worüber man bei der NZZ im Gegensatz zur Süddeutschen schreiben darf, – er wäre die längste Zeit Schmierant bei der Süddeutschen gewesen. So viel steht fest.

Das Thema Trump ließe sich in seinen Grundzügen durchaus sehr verkürzt darstellen: Es handelt sich um eine widerliche, kleingeistige, insistierende und an Nickeligkeiten kaum noch zu überbietende Schlammschlacht eines abgewählten Establisments gegen einen demokratisch gewählten Präsidenten. Das ist es, worum es im Grunde geht – und um nichts anderes. Wäre nicht Russland die mediale Blendgranate, dann gäbe es halt eine andere. Trumps „Frauenfeindlichkeit“ wäre eventuell weiter ausbaufähig gewesen. Oder die Beziehung zu seinem Friseur. Der könnte vielleicht russische Vorfahren haben. Was weiß ich …

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