„500 Jahre Reformation“ – Die Pleite des Jahres

„500 Jahre Reformation“ - eine volle Pleitenshow (Bild: JouWatch)

Das Jubelfest „500 Jahre Reformation“ scheint für die willfährigen evangelischen Kirchen zur „Pleite des Jahres“ zu werden. Trotz massiver Werbung sind die Besucherzahlen der Großveranstaltungen weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. Vielleicht haben die Schäfchen endgültig genug von ihren Hirten und Hirtinnen, die sich an politischer Korrektheit und der Anbiederung an den Mainstream geradezu überbieten.

Das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ droht zur „Pleite des Jahres“ zu werden. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) und zeigt dabei auf, dass die großangelegte und heftig beworbene Feierei viel weniger Resonanz als von den evangelischen Kirchen erwartet, brachten.

Fast so peinlich wie der Marsch der Moslems gegen Terror in Köln

Die Besucherzahlen fast aller stattgefundenen Großveranstaltungen seien weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Zur zentralen viermonatigen „Weltausstellung Reformation“ in der Lutherstadt Wittenberg, die auf eine halbe Million Besucher ausgelegt war, seien nach knapp vier Wochen nur 40.000 gekommen. Den Deutschen Evangelischen Kirchentag Ende Mai in Berlin hätten nur 106.000 statt der 140.000 Dauergäste besucht. Der Schlussgottesdienst in Wittenberg zählte nach Angaben der Veranstalter 120.000 Teilnehmer. Gerechnet habe man mit 200.000.

Und ganz ähnlich wie beim blamablen Marsch der Moslems gegen den Terror in Köln (JouWatch berichtete) klafften Ankündigung und Realität auseinander: So waren bei der christlichen Jubelei in Leipzig nur 7.500 zahlende Besucher dabei, obwohl mit 50.000 Teilnehmern gerechnet worden war.

Kein Mensch braucht so eine Kirche

Einen Grund dafür, warum die reformierte Kirche mutmaßlich die „Pleite des Jahres“ einstecken wird, sieht Friedrich Wilhelm Graf, Theologieprofessor in München in den Selbstüberschätzung der Kirche, die ihre Anziehungskraft auf die Gläubigen wohl zu hoch angesetzt habe.  „Die sprudelnden Kirchensteuern bilden nicht ab, wie stark die tatsächliche Bindung an die Kirchen abnimmt“, äußerte er gegenüber der FAS. „Das sagt etwas über die Schwäche des kirchlichen Protestantismus in Deutschland aus.“ Zudem mag der Professor nicht erkennen, „was die Kirche mit dem Reformationsjubiläum eigentlich will“. Das Luther-Programm zeuge von einem „umfassenden Harmoniebedürfnis, das jede Polarisierung vermeide und damit auch wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehe“.

Man kann es aber auch klarer formulieren: Eine Kirche, die sich jedem Zeitgeist bedingungslos hingibt, sich für den Islam mehr engagiert als für die verfolgten Glaubensgeschwister, vor lauter politischer Korrektheit jedes Augenmaß verloren hat und als Oberhirten willfährige Gestalten platziert, die wie Margot Käßmann die „hier Lebenden“ auf das Gröbste beleidigt und verhöhnt und auf der anderen Seite – wie eh und je – mit der Politik klüngeln und devot kooperieren, solch eine Kirche  braucht kein Mensch. (BS)

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