Blomes dialektische Nebelkerze

Foto: Privat
Peter Bartels (Foto: Privat)

„SIND WIR AUF DEM LINKEN AUGE BLIND?“

Die Frage ist so link wie die BILD-Story: “Sind wir auf dem linken Auge blind?“ Ausgerechnet der linke Nikolausi Blome stellt sie. Blome?? Der Schäl vom Tünnes! Wer? Jaköble Augstein!! Zusammen sind sie die linken Bazillen, die PHOENIX regelmäßig zum Gaudi seiner Mainstreamminderheit auf Kosten der Gebührenzahlermehrheit labern läßt…

Von Peter Bartels

Nach der wütenden Berichterstattung über den Hamburger „Krieg im Frieden“, fragt die frühere Volkszeitung (damals 5, heute 1,5 Mio): „Sind zu viele in Politik, Behörden, Medien … auf dem linken Auge blind – haben sie nicht gesehen, was sich da zusammenbraut an Hass, Ideologie und Gewalt?“

Um dann gleich unterwürfig Richtung Tünnes, TAZ, FAZ, Alpen Pravda und SPIEGEL die klassisch dialektische Nebelkerze zu werfen: “Die Frage zu stellen, heißt ausdrücklich NICHT (die Versalien sind original!!), rechtsextreme Gewalt zu verharmlosen. Die gab es viel zu oft: von den Morden der Neonazi-NSU bis zu mordlustigen Angriffen rechter Mobs auf Asylheime.“

Natürlich verschweigt dat Blömscher, was das Innenministerium letztes Jahr als Bilanz für 2015 verstohlen ins Netz gestellt hatte: Rechte Gewalttaten: 6,47 Prozent. Linke Gewalttaten: 30,52 Prozent…

Und viel kleiner, im rotgerasterten Kästchen, findet BILD es heute prompt „interessant“, dass die dafür verantwortliche Familienministerin Schwesig (SPD) 35 Millionen gegen Rechtsextremismus an Antifa, Amadeo/Kahane-Stiftung etc. hinblätterte, aber nur 5 Millionen gegen Linksextremismus (Schwarzer Block und so)…

Klar, die scheinheilige BILD-Frage (links blind?) wäre ja auch auf der Stelle beantwortet, die Story zu Ende. Aber irgendein „Chefredakteur aller Chefredakteure“, irgendein Springer-Vorstand (18 Mio Jahres-Einkommen) wird gefragt haben: Müßten wir nicht mal wieder so tun als ob?! „Jau!“ wird dä Schäl beflissen geschnappatmet haben: Ich hab da schon eine Idee …

Und so schreibt er (natürlich) wieder in vorauseilender Verbeugung nach links, (natürlich) wieder gegen rechts: „Nach fremdenfeindlichen oder rechtsextremen Übergriffen machen Künstler und Gesellschaft häufig mobil. Konzerte unter dem Label ‚Rock gegen Rechts‘ hat es oft gegeben, gut so. Aber warum entsteht dieselbe Bewegung nicht auch jetzt? Meinetwegen mit einer Lichterkette, als „Aufstand der Anständigen“ oder, ja, als „Rock gegen Links(extreme)“?

Man merkt, wie der Blome sich semantisch quält: „Rock gegen Links(extreme)“. Er unterscheidet Augendeckel klappernd vorsorglich Links und Extrem. Bei Rechts gibt’s keine Interpunktionsklammer, da gibt’s nur „rechtsextreme Gewalt“. Klar, einfach nur Rechts könnte ja Patriot sein, „Deutschland“, schlimmer: Identitär, noch schlimmer: AfD!! Und wenn BILD da Rechts von Extrem trennen würde, könnten sich ja noch mehr als zehn Prozent „trauen“, was die anderen aus Angst um Schulnoten und Arbeitsplatz nicht mehr wagen. Bei „Links“ ist das was anderes, was ganz anderes, eben ein (kleiner) Appendix namens Extrem…

Und so lobt er nach dieser zaghaften Fast-Schelte irgendwie Richtung Links dann auch im nächsten Absatz gleich den linken SPD-Justizminister für seine „spontan offen gezeigte“ Haltung (Verbrecher…). Die „sozialen Medien“ hatten nämlich gewagt, die Verlogenheit des Maas-Männleins „abzuwatschen“. Und dann macht sich das Blatt gleich noch einen weißen Fuß bei der schwarzgrünen Watschelente: “In ihrer Neujahrsansprache 2014 (!!!) warnte Kanzlerin Merkel die Bürger davor, sich den fremdenfeindlichen ‚Pegida‘-Demonstrationen anzuschliessen. ‘Folgen Sie denen nicht‘, sagte sie, ‘zu oft hätten sie Hass im Herzen‘. Recht hat sie!“ fügt BILD-Schäl hinzu und unterstreicht nicht nur den uralten Merkel-Schwurbel, sondern auch seinen neuen Kniefall.

Aber dann kommt er sofort zum versprochenen Thema („Sind wir auf dem linken Auge blind?“) zurück: „Warum warnt niemand ähnlich moralstark vor Demos (Krieg!) wie der Hamburger „Welcome to Hell“, wo der linksautonome schwarze Block vorweg marschiert …? Warum gehen Behörden und viele Bürger so achselzuckend sozialromantisch mit ‚Kulturprojekten‘ wie der Roten Flora in Hamburg um?“ Und dann läuft Dat Blömscher fast Amok: „Man stelle sich vor, Dresden würde Pegida ein städtisches Gebäude als anti-islamisches Kulturzentrum vermieten. Zu Recht ginge ein Aufschrei durchs Land.“ Klar, „zu Recht“. Denn Recht muß bleiben, was Links ist … Aber „wenn“ doch?

Tünnes und Schäl hätten das lauteste Megaphon. Die Männ/Innen um die GRÜNE Göring, SED-Rote Kipping, SPD-Blondine Schwesig und Moslem-Merkel würden mit blanker Femen-Brust zum „Aufstand der Anständigen“ keifen. Und die Gender-Genossen von Kim Jong Schulz, Rüpelstilzchen Stegner (mit Antifa-Sohn), SED-Offizier Bartsch, CDU-Büttenredner Laschet dazu in die Schalmeien tröten, was die Diäten-Lunge hergäbe. Und der syrische 7Kampf-Teetrinker Julian Reichelt (der mit den roten Socken) würde auf der Stelle das MANIFEST als Dreiteiler ins Grundgesetz fordern und in BILD drucken. Und Postbote Franz-Josef Wagner würde die letzten Exemplare in seiner Stammkneipe persönlich zustellen.

Gestern staunte Jürgen Elsässer, einst RAF-Linker, heute vom Saulus zum Paulus bekehrter Chefredakteur des (einzigen) patriotischen Magazins COMPACT: „Da hat sich BILD aber in der Berichterstattung bei den Ausschreitungen beim G20-Gipfel ganz schön angestrengt, oder …?“ Und wie, Herr Kollege!! Sogar ein Milch-Bübchen, der auf der Titelseite einen Stein in die Flammenhölle wirft, wurde tapfer ohne Blende oder Pixel gezeigt. Klar, das 19jährige Kerlchen wohnt ja auch noch bei seiner „Oma, so lieb … Oma so nett“… wie Heintje einst sang. Und Kevins Omilein Irmtraut (62) sagte denn auch ganz fassungslos: “Politisch interessiert war er nie…“

Vor allem hat der junge Doofmann kein Heer von Anwälten, wie Merkels Gäste, die U-Bahn-Treter, Vergewaltiger oder Nutella-Brandstifter von Nafri bis Afri. Da traut sich auch BILD mal wieder, tapfer zu sein.

 

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.