AfD-Bayern: Neue Interessensgemeinschaft innerhalb der Partei

Dirk Driesang (AfD) (Bild: JouWatch)

Bayern – In der AfD Bayern hat sich die Interessensgemeinschaft „Alternative Mitte“gegründet. Ein ganz normaler Vorgang bei den Systemparteien. Nur bei der AfD haben die Mainstreammedien diese Gründung zielsicher als Indiz einer neuerlichen Spaltung ausgemacht.

Für das Justieren der jeweiligen Inhalte hatten die Systemparteien jahrzehntelang Zeit. Innerhalb jeder dieser Parteien gibt es Interessensgemeinschaften – bei der SPD den Seeheimer Kreis, die Parlamentarischen Linken und das Netzwerk Berlin, bei der CDU/CSU beispielhaft den Konservativen Aufbruch und die Grünen bewegen sich zwischen angeblicher Real- und Fundipolitik.

Die junge Alternative für Deutschland (AfD) bildet hier keine Ausnahme, so dass sich in Bayern rund um den Petry-Mann Dirk Driesang letzte Woche die  Interessengemeinschaft „Alternative Mitte“ gegründet hat. Gegenüber dem Münchner Merkur, der schon einmal vorsorglich eine Spaltung der Partei nach der Bundestagswahl ausmacht,  gab der innerparteilich umstrittene AfD-Politiker und Opernsäger an, ein „realpolitisches“ Gegengewicht zum Kurs des Flügels aufstellen zu wollen. Die Gründung der Interessensgruppe wurde von Driesang und seinen Mitstreitern laut dem Merkur am AfD-Vorstand vorbei initiiert.

„Legitimer Bestandteil einer demokratischen Partei“

Der Landesvorstand Bayern nimmt in einer Online-Meldung zur Interessengemeinschaft „Alternative Mitte“ wie folgt Stellung:

„Die „Alternative Mitte“ ist weder Gremium noch Organisation der AfD. Der Landesvorstand betrachtet die „Alternativ Mitte“ – in Übereinstimmung mit deren eigener Erklärung – als Interessensgemeinschaft innerhalb der Partei, und auch innerhalb des Parteiprogramms. Arbeits-, Diskussionsforen und Interessensgemeinschaften von Parteimitglieder gibt es in jeder Partei, zum Beispiel den Seeheimer Kreis (SPD) oder den Konservativen Aufbruch in der CSU. Interessensgemeinschaften können einen Beitrag zur Meinungsbildung und Diskussion leisten und sind legitimer Bestandteil einer demokratischen Partei“.

Mitgliederzuwachs in der AfD

Zudem verkündet der Münchner Merkur auch, dass zwei Monate vor der Bundestagswahl die Umfragewerte der AfD immer weiter fallen würden, die CSU – wäre am Sonntag Bundestagswahl – in Bayern knapp die absolute Mehrheit erreichen würde und die AfD somit enormen Handlungsbedarf habe. Wie indes der ebenso enorme Mitgliederzuwachs der AfD zu erklären ist, darauf gibt der Merkur keine Antwort.

Der Mitgliederzuwachs und das Interesse an der Partei halten laut der AfD unvermittelt an. Waren  es  am 1. Januar 2016 noch 23.802 Mitglieder, seien es inzwischen 28.000.

Die AfD-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Alice Weidel, bemerkte, der aktuelle Mitgliederzuwachs zeige, „dass die  Lösungen der AfD zu den drängenden Problemen in Deutschland die Menschen ansprechen“.

AfD-Vize Alexander Gauland erklärte, seine Partei haben diesen Aufwärtstrend vor allem einer inhaltlichen Annäherung zwischen CDU, FDP und SPD zu verdanken, die viele Menschen abstoße. Das habe in der vergangenen Woche auch die Abstimmung zur Ehe für alle gezeigt. Die AfD sei die einzige Partei, die in diesem politischen Konsens nicht mitmacht, so Gauland. (BS)

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