Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Porsche-Mitarbeiter

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Porsche 356. Modell ohne Abgasrückführung. (Foto: Pixabay)

Neben anderen, ziemlich neuen Begriffen wie „Lügenpresse“, „Hate Speech“ und „Netzstrumpfwerksangehörigendurchlöcherungsgesetz“ gibt es einen weiteren. Das „Schlafschaf“ ist ein inzwischen derartig gut eingeführter Begriff im Deutschen, daß jeder weiß, wer damit gemeint ist: Der deutsche Michel.

Max Erdinger

Ich würde inzwischen auch von den Schlafschafen in der deutschen Automobilindustrie reden. Es geht mir nicht in den Kopf, wie sich die Verantwortlichen dort von einer durchgeknallten Ideologenbande am Nasenring durch die Öko-Arena ziehen lassen. Meine Güte, bei der Automobilindustrie wäre doch wirklich genug Geld versammelt, um in einer konzertierten Aktion von Mercedes, BMW, Audi, VW und Porsche einen aufklärerischen Medienfeldzug zu starten, der die Abgedrehten aus der Politik in ihrer ganzen impertinenten Kompetenzanmassung bloßstellt? Plakatwände anmieten, Werbung in Zeitschriften schalten, einen verbalen Konfrontationskurs fahren, um den die Medienbranche nicht herumkommt, anstatt sich ständig gesenkten Hauptes wie das arme Sünderlein von ein paar Ausgeflippten vorführen zu lassen? Das muß doch drin sein!?

Hier, schon wieder – die Meldung:

StuttgartDie Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Mitarbeiter der Porsche AG und eines US-Tochterunternehmens eingeleitet. Hintergrund sei die mögliche Manipulation der Abgasnachbehandlung an Diesel-Pkw der Automobilherstellers, teilte die Behörde am Montag mit. Es bestehe der Anfangsverdachts des Betruges und der strafbaren Werbung.

Weitere Angaben machte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht. (dts) – Ende der Meldung.

Meine Fresse, worum geht´s denn wirklich? Haben deutsche Automobilhersteller versäumt, die Welt zu retten? Bauen sie nicht moderne Autos unter Berücksichtigung dessen, was von der Kundschaft nachgefragt wird? Wenn nicht, woher dann der Erfolg? Deutsche Autos gehen weltweit weg wie geschnitten Brot. Um welchen Betrug soll es überhaupt gehen? Wer hat wen um was genau beschissen? – „Manipulation der Abgasnachbehandlung an Diesel-Pkw“ – hä? Die Leute haben sich den Kopf darüber zerbrochen, wie sie mit der Ignoranz, der Impertinenz und der Kompetenzanmassung von Leuten umgehen, die ihnen ständig ins Handwerk pfuschen, indem sie irgendwelche utopischen Zahlen auf Papier drucken lassen. Das war alles!

Abgas entsteht durch Verbrennung von Kraftstoff. Moderne Diesel-Pkw sind so verbrauchsarm, daß sie sehr wenig Kraftstoff verbrennen. Fünfeinhalb Liter Durchschnittvserbrauch sind sensationell für ein Auto mit anderthalb Tonnen Gewicht, das bei Bedarf 230 Sachen schnell fahren kann. Man denke einmal dreißig Jahre zurück. Moderne Diesel verfügen über Abgasrückführungssysteme, Rußpartikelfilter, Ad Blue-Einspritzung in den Auspuff und pi-pa-po. Sie stellen ganz ohne jeden grenzwertigen Polit-Öko, völlig aus sich heraus, einen gewaltigen technischen Fortschritt dar. Es gibt für die weitgehend regelkonforme Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr in der Summe seiner Eigenschaften kein angenehmeres Fahrzeug als einen modernen, drehmomentstarken und sparsamen Diesel. Vor allem dann nicht, wenn er wenigstens sechs Zylinder, einen bis ein Dutzend Turbolader und mindestens 300 PS hat. Günstiger und umweltfreundlicher ist man in der gesamten Automobilgeschichte noch nie Dauertempo 250 gefahren. Das ist doch klasse!?

Warum lassen es sich die Konzernchefs gefallen, daß sie von Figuren ein ums andere Mal öffentlich durch den medialen Dreck und vor den Kadi gezogen werden, denen der geschulte Psychologe schon auf den ersten Blick ansieht, daß sie in anderen Sphären schweben und sich für allmächtige, allwissende Moralinstanzen halten, die vom Willen zur planwirtschaftlichen Weltrettung beseelt sind? – Weil sie bisher mit den Politwichten unter einer Decke steckten und es vermutlich auch weiterhin so halten wollen. Am Diesel haben sie alle gut verdient, und wenn er jetzt im Rahmen der Politaktion „Wir-jagen-wieder-eine-neue-Sau-durchs-Dorf“ verteufelt, nutzungsbeschränkt oder gar verboten werden soll – kurz: wenn er out ist – , dann wollen die Herrschaften mit dem Verkauf anderer Antriebe wieder mit absahnen.

Was sollten sie stattdessen tun? Anstatt sich ständig an den Karren fahren zu lassen, sollten sie sich mit der Kundschaft verbrüdern und der Politik an den Karren fahren – und zwar frontal. So, daß es richtig kracht. Plakate will ich sehen, auf denen dämlich glotzenden Grünen kreuzförmig Paketband über ihre Plappermäuler geklebt ist. Slogan dazu: „Halt´s Maul, Pimperlwichtig!“

Vielleicht setzt sich ja in der Automobilindustrie endlich die Einsicht durch, daß, wer am Abend mit einer Gefräßigen ins Bett steigt, am Morgen als Skelett aufwacht. Kann ja wohl nicht sein, daß ein angstfreies Leben für einen Angehörigen der Automobilindustrie nicht mehr möglich sein soll, nur, weil ihm völlig Abgehobene irgendwelche utopischen Grenzwerte in Gesetzesform diktieren, die ihm in der Nacht den Schlaf rauben. Auch die Herren aus der Industrie sind der Souverän. Zusammen mit ihren Kunden sollten sie wohl in der Lage sein, ihren politischen Vertretern den Platz anzuweisen, der ihnen zusteht: Unter dem Tisch, nicht mittig obendrauf.

Die Öko-Delirierenden irgendeines Geschlechts haben schnellstmöglich eine wichtige Lektion zu lernen: Sie haben die Interessen des deutschen Volkes zu vertreten, anstatt abgehoben wie die Schweine im ideologischen Weltall den Planeten über die Abgasrückführungssysteme von Kleinwinzigdeutschlands modernen Autos retten zu wollen. Damit hat die unverschämten Racker keiner beauftragt. Eier, Zetsche! Eier, Winterkorn! Eier, Stadler! Zeigt endlich Eier!

Wandere aus, solange es noch geht!
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