SAntifa marschiert: Ausländische Journalisten in Hamburg verprügelt

Foto: Screenshot/Youtube
Marcus DiPaola fleht den Mob um Gnade an, rechts der Blockwart mit den Twitter-Fotos (Foto: Screenshot/Youtube)

Bei den anti-G20-Krawallen am 6.7. in Hamburg hat der ZEIT-Journalist Sören Kohlhuber etliche ausländische Journalisten fälschlicherweise auf Twitter als Rechtsextreme identifiziert. 3 von ihnen wurden von einem wütenden Mob verprügelt und aus der Stadt gejagt.

Von Collin McMahon

Wie bereits berichtet machte der ZEIT-Journalist und linke Aktivist Kohlhuber Fotos der kanadischen YouTuberin Lauren Southern und verbreitete diese auf Antifa-Kanälen auf Twitter, weil sie ein T-Shirt der Identitären Bewegung trug. „Die 22-jährige aus Kanada wäre nicht aufgefallen, hätte sie nicht das IB-Shirt getragen. Mit dem Tragen des Shirts ist auch eigentlich alles zur Gesinnung gesagt“, schrieb Kohlhuber auf seinem Blog. Southern und der politisch völlig moderate US-Journalist Tim Pool wurden gejagt und gestalkt, mussten schließlich in ihr Hotelzimmer fliehen und ihre Berichterstattung aufgrund von Todesdrohungen abbrechen.

Auf dem Foto identifizierte Kohlhuber außerdem den US-Journalisten Luke Rudkowski und den deutschen Blogger Max Bachmann. Aufgrund von Kohlhubers Tweets begann eine regelrechte Menschenjagd auf die angeblichen „Faschist*Innen“ in Hamburg. Da Lauren Southern nicht mehr auffindbar war, konnte man nur noch Rudkowskis und Bachmanns habhaft werden.

In ihrer Begleitung war zu diesem Zeitpunkt der US-Kollege Marcus DiPaola, der für Heavy.com schreibt. Als DiPaola die Demo filmen wollte schlugen ihn ein Kapuzenträger in Schwarz und ein Mann in einem hellblauen T-Shirt mit den Worten „Nazischwein! Raus! Verpiss dich!“ ins Gesicht. Di Paola kniete sich sofort hin, hob die Hände und versuchte auf Englisch zu erklären „I’m sorry! I’m sorry! I am not a Nazi!“ Es ist eine entschütternde Szene, wie der junge Mann am Boden kniet und den Schlägertrupp um Gnade anfleht. Eine Szene, wie man sie schon mal vor 80 Jahren auf deutschen Straßen erlebt hat.

Zu der Zeit verglich ein beleibter Mann in einem Käppi das Gesicht den ebenfalls anwesenden Max Bachmann mit seinen Handybildern, vermutlich mit den von Kohlhuber getweeteten Fotos der angeblichen „Faschist*Innen“.

DiPaola versuchte das ihm angenommene Equipment wiederzubekommen, bis man ihm befahl, die Demo sofort zu verlassen. „Ich war verwirrt. Meine rechte Gesichtshälfte tat weh. Ich kniete am Boden und ein Mann drohte, auf mich zu pissen, dann trat er mich kniend zu Boden.“

Nachdem DiPaola das Gelände verlassen hatte, blieben von Rudkowski und Bachmann, die jetzt von den gewalttätigen „Anti-“Faschisten verfolgt wurden. Rudkowski sagte dazu in einem Video:

„Ich wurde gerade eben von linken Demonstranten oder Antifa hier in Hamburg angegriffen. Ich will mich nicht all zu sehr darüber beklagen, weil das irgendwie zu meinem Job gehört, aber wie das ganze vonstatten gegangen ist, ist äußerst verstörend. Es gibt im Moment tatsächlich Menschen, die mir folgen, mit meinem Bild auf ihrem Handy, und damit drohen mich ernsthaft zu verletzen oder zu töten – wegen eines Vorfalls mit einem völlig anderen Journalisten.

 Ich wollte wie immer als freier Journalist vom G20 Gipfel berichten, wo es eine große Präsenz der Antifa und des schwarzen Blocks gab. Bevor ich mich versah, begann ein akkreditierter Journalist Fotos von mir und den Leuten neben mir zu machen: Tim Pool, Lauren Southern und zwei anderen Journalisten, Marcus DiPaola und Max Bachmann. Später erfuhr ich dass dieser Journalist Sören Kohlhuber war. Er tweetete das Foto von uns und behauptete, wir seien Identitäre und Faschisten, und schickte dieses Foto an die Antifa. Dann begann ich Tweets zu bekommen, die mich warnten, dass man nach mir suchte.

 Ihr kennt mich, ihr kennt meine Berichte. Ich bin gegen das Establishment, ich bin gegen Autorität, ich bin gegen das System. Aber dieser „Journalist“ zog es vor, mich ohne Überprüfung der Tatsachen als Faschist und Nazi zu bezeichnen. Das ist Fake News. Ich bin weder noch. Ich wisst das von meinem Kanal. Ich stelle Politiker zur Rede, und konfrontiere die Mächtigen der Welt. Ich bin weder rechts noch links.

 Und das ist nicht nur mir passiert, sondern auch Marcus bei Heavy.com und Max Bachmann, der freier Journalist ist. Marcus hat mir später gesagt, dass Gruppen von Leuten mit unserem Foto auf dem Handy nach uns suchten. Wir wurden verfolgt, eine Gruppe von etwa zehn Männern hat mich mit der Schulter gerammt und ging dann auf Max los. Sie haben Max mehrmals geschlagen, dann habe ich ihm gesagt er soll weglaufen. Wir wollten uns entfernen und dann…“ (Zeigt ein Video, bei dem er und Bachmann geschlagen werden.)

 „Als wir vor dieser Gruppe Männer weggelaufen sind, haben andere Leute vor uns versucht uns zu schlagen, zu Boden zu werfen und uns zu treten. Körperlich geht es mir jetzt OK, ich habe ein blaues Auge und ein paar Schläge gegen den Hinterkopf bekommen. Ich weiß immer noch nicht, womit ich geschlagen wurde. Max hat an den Knien und Ellbogen geblutet und musste zum Sanka, wo man ihn verband.  

 Dann sind wir eine halbe Stunde stadtauswärts, sind aber weiter verfolgt worden, andere Demonstranten haben uns konfrontiert und gesagt, wir sollten die Stadt verlassen, sonst würden wir ernsthaft verletzt oder ermordet werden.

 Seltsamerweise begann die Polizei gerade in dem Moment, mit Wasserwerfern zu sprühen, als wir weglaufen wollten, was die Flucht erheblich behinderte. Dann sagten sie uns, sie könnten uns nicht helfen, wir müssten alleine klarkommen.

 Dieser akkreditierte Journalist, der uns verunglimpft hat dann angefangen, Lauren Southerns Standort bekanntzugeben und dass sie ihr Hemd gewechselt hat. Zum Glück ist sie aus dieser Situation entkommen, aber sogar als sie weg war hat man sie weiter gestalkt.

 Dieser Journalist hat auch seinen Unmut über internationale Journalisten kundgetan, die live berichten. Ich würde ihn gerne fragen: Warum tut man so etwas? Warum lügt er über mich? Warum verbreitet er Fake News über mich und andere Unschuldige, die ganz offenbar keine Identitäre sind, die ganz offenbar keine Nazis sind oder Faschisten? Ich hoffe außerdem ihm passiert nichts. Rache ist keine Antwort. Aber letztendlich würde ich einfach gerne wissen, warum er das getan hat.“

JournalistenWatch hat Zeit-Herausgeber Josef Joffe und Chefredakteur Giovanni di Lorenzo gefragt, was wohl die seligen Marion Gräfin Dönhoff und Helmut Schmidt dazu sagen würden, was unter Ihrer Leitung aus der altehrwürdigen ZEIT geworden ist. Die beiden Herrn ließen sich leider zu keiner Antwort dieser wichtigsten aller Fragen bewegen. Bei der Zeit verwies man uns stattdessen auf ein Statement des „Störungsmelders“, das Online-Portal, für das Kohlhuber u.a. gearbeitet hat:

„Für das Blog Störungsmelder arbeiten mehr als 50 ehrenamtliche, freie Autoren, die wir sorgfältig auswählen und deren Beiträge im Störungsmelder-Blog wir vor Veröffentlichung überprüfen. Wir wurden darauf hingewiesen, dass zwei dieser ehrenamtlichen Autoren, die in der Vergangenheit für den Störungsmelder berichtet haben, im Rahmen von #g20 unethisches Verhalten auf ihren privaten Social-Media-Accounts vorgeworfen wird. Sollten sich diese Vorwürfe bewahrheiten, verurteilen wir dieses Verhalten scharf und distanzieren uns davon. Es lässt sich mit einer weiteren Mitarbeit beim Störungsmelder nicht vereinbaren.“

 

 

 

 

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