Abt. Dialog: Die Ideologie des Friedens

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Im Wirtshaus (Foto: Pixabay)

In einem Wirtshaus zu vorgerückter Stunde …

  • „Die sind wirklich das Letzte, diese Nazis. Aber ehrlich …“
  • „Das kannst du so pauschal nicht sagen …“
  • „Was kann ich nicht? Aber hallo kann ich das. Das Letzte, das Hinterletzte, Abschaum … alle miteinander …. Untermens … äh … Saubande.“
  • „Stimmt nicht! Der Nationalsozialismus war die Ideologie des Friedens …“
  • „Du spinnst doch!? Verbrecher waren das! Kriegsverbrecher! Militaristen! Wo war denn das eine Ideologie des Friedens? Gleich fällt der Watschenbaum!“
  • „Freilich war der Nationalsozialismus eine Ideologie des Friedens …“
  • „… reicht´s jetzt?“
  • „Hör´halt erst mal zu! Paß´auf: Die Nazis wollten heute Deutschland und morgen die ganze Welt, oder?“
  • „Ja und? Wo ist denn das friedlich?“
  • „Schau, die Nazis wollten die ganze Welt ja nicht, um ewigen Krieg zu führen, sondern wenn die ganze Welt voller Nazis gewesen wäre, irgendwann, dann wäre Frieden gewesen. Der Frieden war das Ziel. Also … äh … langfristig. Hätten die Nazis ihr Ziel erreicht, dann … ewiger Frieden halt, überall. Deswegen ist der Nationalsozialismus die Ideologie des Friedens. So wie der Islam auch. Der ist genauso friedlich und nur deswegen auf Expansion aus, damit irgendwann einmal Frieden ist. Momentan schaut´s halt noch nicht so schön aus beim Islam, aber langfristig ist der Islam die Religion des Friedens – und der Nationalsozialismus war die Ideologie des Friedens. Ist doch logisch, oder?“
  • „So ein Schmarren! Und was willst du mir jetzt mit diesem Blödsinn sagen?“
  • „Na schau: Wenn der Islam die Religion des Friedens ist, dann sind die Islamgegner Friedensfeinde. Wer hat denn die Nazis damals daran gehindert, den weltweiten Frieden herzustellen, hä? Das waren die Alliierten. Die haben den Nazifrieden verhindert, Millionen überflüssige Tote hat das gekostet und heute stehen sie moralisch einwandfrei da, obwohl es grundfalsch ist. Wer heute für den Islam ist, der hat etwas Wichtiges gelernt: Den Frieden darf man nicht aufhalten – und deswegen muß man die Moslems Frieden schaffen … machen … lassen … soll man. Deswegen darfst du ja nur noch im Wirtshaus am Stammtisch etwas gegen den Islam sagen – und sonst nirgends.“
  • „Aha … so meinst? Da schau her …“
  • „Ja, genau so meine ich das. Wenn der Islam nicht die Religion des Friedens wäre, dann wäre das ja nur deine Privatmeinung, oder? Offiziell ist er es ja. Wegen deiner Privatmeinung können wir aber nicht den Weltfrieden aufhalten, den die Moslems schaffen wollen. Hätte man die Nazis damals machen lassen, wäre viel schneller Frieden gewesen und bis hinter Wladiwostok hätten heute alle einen VW Golf. Wolfsburg ist doch für den Export gebaut worden!?“
  • „Und warum sagt man dann überall, daß die Nazis Schweine gewesen sind?“
  • „Weil … ja, weil … das ist jetzt zu kompliziert … weil … das war ja damals, nicht heute. Damals hat man das noch nicht überrissen, daß es den Nazis um den Frieden geht und daß der Nationalsozialismus eine Ideologie des Friedens ist. Heute müsste man es natürlich anders sehen, weil heute der Islam die Religion des Friedens ist. Da gibt es eindeutige Parallelen. Bei den Nazis hat es halt im Krieg selber auch nicht so schön ausgesehen mit diesen Massakern und den ganzen Hinrichtungen und der Judenverfolgung, auch. Aber da muß man halt durch auf dem Weg zum Frieden. Dem Islam macht das Expandieren selber ja auch keinen Spaß, wahrscheinlich. Vom alten Müller weiß ich, daß er nicht gern in Stalingrad gewesen ist. Aber die Moslems sind halt fleißige Leute und arbeiten auch dann weiter für den Frieden, wenn es gerade nicht so schön zugeht. Davon darf man sich nicht aufhalten lassen. Das sind Realisten. Wer den Weltfrieden schaffen will, der muß schon ein arger Realist sein.“
  • „Du meinst also, die Nazis waren keine Schweine, sondern bloß erfolglos?“
  • „Ja, eh klar. Weltfrieden wollen und Weltfrieden schaffen sind zwei verschiedene Paar Stiefel, newah? Die Nazis haben es halt nicht geschafft. Aber in der Rückschau, so … also ihrer Absicht nach wollten die Nazis den Weltfrieden. Und wenn man aus der Geschichte etwas gelernt hat, gerade wir als Deutsche, dann dürfen wir die Moslems bei ihrem Versuch nicht wieder aufhalten, sondern wir müssen sie unterstützen. Weil wir sonst Nazis wären. Also die von damals, von denen man noch nicht gewusst hat, daß sie Ideologen des Friedens sind. Die heutigen sind ja sowieso so wenige und harmlos. Die paar Hanseln schaffen keinen Weltfrieden mehr. Heute gibt´s viel mehr friedliebende Moslems als friedliebende Nazis. Die heutigen Nazis sind ja so blöd, daß sie gar nicht mehr wissen, was eine Ideologie des Friedens langfristig will. Deswegen stänkern sie auch gegen die Moslems. Das ist absolut kontraproduktiv im Sinne des Weltfriedens. Man muß heute für den Islam sein und für den alten Nationalsozialismus von gestern, aber nicht für den neuen, weil die neuen Nazis keinen blassen Schimmer von der Geschichte haben.“
  • „Aha, so ist das also. Trink´ mer noch a Halbe?“
  • „Gerch! Zwei Halbe noch!“
  • „Sag´amal, stimmt des, daß dem Heinerhofbauern sein Knecht die alte Aumüller Liesl heiraten will?  …..“

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