„Welcome to Hell“? Wir lieben Euch doch alle

(Foto: Durch RaZZeRs/Shutterstock
Auf der Highway to hell, nachts um halb eins (Foto: Durch RaZZeRs/Shutterstock)

„Chaos-Bilanz“ schrie BILD „live“: „76 Polizisten verletzt … Autos und Barrikaden brannten … Hubschrauber-Piloten geblendet …“ Hamburg – Tor zur Welt? Tor zur Hölle! Aber „Hamburg zeigt Haltung“ …

Von Peter Bartels

Ewald Lienen labert wie immer und alles durcheinander: Klima, Hunger, Weltfrieden. Polizeisprecher Timo Zill schwurbelt wie immer von „Demonstranten“, obwohl der Polizeisprecher nachts auf die Glocke bekam. Für den Trainer vom 1.FC St.Pauli sind das alles „Gäste“ …Für den Polizeisprecher sind sie nur „gewaltbereit“. Und die ZDF-Reporterin Britta Jäger schnappatmet in schicker schwarzer Lederjacke vor einer Sitzblockade: Die Polizei habe jetzt sogar Helm und Visier abgenommen – die „Ungehorsamen“ hatten um Deeskalation gebeten. Geht doch …

Wenn einer Stadt so viel Gutes widerfährt, dann ist das schon ein Alsterwasser wert. Der SPIEGEL goss vorher Wasser rein:“Die Selbstgerechten“ heulte er irgendwie weidwund auf: „Die häßliche Seite des Protests: Autonome markieren angebliche Reichenviertel und nötigen Ladenbesitzer… Der Mittelweg im Stadtviertel Rotherbaum ist mit einem Geldsack markiert … ‚Schön wär’s‘, schreibt Veronika S..Am Mittwochabend hat sie mit ihrer Familie Hamburg verlassen, weil ihr Wohnort auf einem Autonomen-Stadtplan als Bonzen-Hochburg, mögliches Angriffsziel, identifiziert wurde…“

Und:“ Unsere Söhne (9 und 15) haben richtig, richtig Angst, dass die Fenster eingeschmissen werden…“Nachdem Autonome (neulich) einen Mini(!) direkt vor unserem Haus angezündet hatten, haben wir unser 30 Jahre altes Wohnmobil auf dem Land abgestellt …“ Dann barmt der SPIEGEL: In die Fenster ihrer Hochparterre-Wohnung („günstiger als viele Wohnungen in der Schanze“) hat die Familie Anti-G20-Plakate gehängt…  Hamburg zu verlassen, habe sich wie Flucht angefühlt.“

Flucht? Damit kennen sich die Hamburger doch aus!! Sind doch Zehntausende in den letzten Kriegswochen vor dem Bomben- und Feuersturm der Alliierten, der Hafen und Stadt zum Kochen brachte, mit Kind und Kegel schon mal ringsum auf’s Land  geflohen. Dörfer wie Maschen und Buchholz sind seither zu ansehnlichen Großgemeinden und Städtchen geworden.

Aber jetzt ist doch Frieden!? Natürlich. Aber eben nur für die „Richtigen“. Nur für die Trump-Treter, die Putin-Plattmacher. Erdowahn? Darüber müssen ÖR-Topfblumen wie Maischi oder Maybritchen in der ARD- und ZDF-Telekratie, „mal wieder reden“, natürlich,von cleveren DITIBs muttchengerecht eingeordnet; Nazi-Deutschland hin oder Hitler her. Und überhaupt: Die „richtigen“ Geschäftsleute haben doch vorher ein Schutzplakat erhalten:“No G20: Spare our Store (Verschont unser Geschäft!). Jetzt aber muß ausgerechnet der SPIEGEL schimpfen:„Jene „Geschäftsleute die Markenklamotten verkaufen, müssen mit eingeschlagenen Fenstern rechnen.“ Der SPIEGEL mokant:“Schönfärberisch Entglasung genannt.“ Und dann greint er weiter:“Für den Gipfel sein? Besser mit den roten Wölfen heulen.“ Und w a g t es: “Was wäre, wenn das Schanzenviertel nicht von links, sondern von rechts dominiert würde? Wenn Aktivisten des Nationalen Widerstands Poster verteilten mit der Aufschrift: Deutscher Besitzer. Verschont diesen Laden! Ein völlig abwegiger Gedanke?“

Die trotz krachendem Auflagen-Sinkflut immer noch satt bezahlten SPIEGEL-Herr/Innen sind trotzdem keine Millionäre, sie wohnen halt nur feiner als das Pack, die früheren Leser. Im übrigen liegt die Antwort ja auf der Hand: Rechter Terror? Weltkrieg wäre. ER wäre wieder da. Das Dutzend Reichsdeutsche würde aus dem Reich zusammen gekarrt werden, vom Schanzenviertel aus direkt zum Reichstag marschieren. Irgendwo unterwegs würde sich der italienische Faschist in Schwarzer Uniform mit ausgestrecktem „Ave Caesar“-Arm (pardon: Hitler-Gruß!!) einreihen. Aber, wie der SPIEGEL schon schreibt:“Abwegig…“ Stattdessen berichtet er von der Commerzbank, die ihre Mitarbeiter aufgerufen hat, während des Gipfels nicht im Anzug zur Arbeit zu kommen, zitiert:“Wir wollen nicht provozieren“. Wir haben verstanden …

Wie raten Psychologen und Polizei-Experten blonden Frauen, die von Moslem-Merkels Gästen ins Gebüsch gezerrt werden? Nur nicht wehren ! Deutsch: Besser Beine breit … Noch besser der ultimative Vorsorge-Rat der stets genial zugeschminkten Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker nach der Silvernacht: „Eine Armlänge Abstand halten…“

Gut, darum geht’s beim G20 zum Glück (noch?) nicht. Hier geht’s um „die viel beschworene Freiheit des Andersdenkenden, die offenbar nur gilt, wenn der Andere zufällig die gleiche Meinung vertritt. Und so mosert der SPIEGEL empört nach Links:“Angebliche Reichenviertel markieren (in denen überwiegend ganz normaler Familien leben) und Geschäfte bestimmen, die bei Krawallen verschont bleiben sollen – das ist kein Höhepunkt demokratischer Kultur.“ Phhh, aber auch!! Dabei lieben die Herr/Innen doch alle, die Links sind und Randale machen…

Diese „demokratische Kultur“ versuchte dann nach und während der Gipfel-Schlacht unser aller teuer bezahltes PHOENIX-TV. Ein Alfred Schier quälte sich ewig lang mit einem jungen Mann namens Alexis Passadakis von Attac (??) vor laufender Kamera ab. Der Molly-Mops mit schick ausrasiertem Musketier-Bart und Zopf im braunen T-Shirt (Deutsche mit offensichtlichen M-Wurzeln) besteht darauf, den Terror tausender Schwarzvermummter „Sitzblockaden der Ungehorsamen“ zu nennen, die das „Versammlungsrecht“, also die „Demokratie verteidigen“. „Und die brennenden Autos,  Pflastersteine, Molotow Cocktails ? Erlaubt sich der Phoenix-Reporter todesmutig einzuwerfen? Anwort: Die Polizei hat angefangen … Sie soll sich beim Hamburger Senat bedanken …“ Wenig später entlockt eine junge, vollblusige Sarah Wildau dem RA Matthias Wisbar, einer von vielen Anwälten der „Ungehorsamen“: „ Hier wird von der Polizei Recht gebrochen.“

Das wirklich Schlimme: Das deutsche Pack muß nicht nur den Millionen-Schaden zahlen, sondern auch PHOENIX-Gebühren und die Anwälte der „Ungehorsamen“.

 

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