Kreide gefressen: Imam Idriz und die Berufsschüler

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Sieht so das bald ganz Deutschland aus? (Symbolbild: Pixabay

Es gibt Themen, zu denen man nichts oder nur sehr wenig sagen müsste. Der Islam ist so eines. Das Wenige, das man eventuell dazu sagen könnte, wäre beispielsweise: Die Alltagswirklichkeit in den islamischen Ländern von Gottes schöner Welt ist, verglichen mit unserer, ein einziger Scheißdreck. Überall gibt´s verfolgte Ungläubige, drangsalierte und ermordete Schwule und Christen, Ausgepeitschte, Zensierte, Scharia-Verstümmelte und Geköpfte. Bei den Mullahs im Iran z.B. baumeln die Erhängten dutzendweise an Baukränen in aller Öffentlichkeit herum. Die Analphabetismusrate in der islamischen Welt ist exorbitant, der Durchschnitts-IQ dort dümpelt bei 80 vor sich hin (Daten der WHO), die islamische Welt produziert durch Inzucht mehr Debile, Entstellte und Geisteskranke als sonst irgendwer – usw.usf. Schlußfolgerung: Für uns kein Thema. Passt nicht zu uns. Scheißdreck wollen wir nicht haben und aus die Maus. So einfach könnte es sein. Die Japaner erkennen Scheißdreck, wenn sie welchen sehen und machen uns vor, wie einfach der Umgang damit ist. Und nicht nur die. Deren simple Lösung: Sie halten sich den Islam sprichwörtlich vom Hals. In Japan gibt es keine Moslems. Sie lassen einfach keine ins Land, außer temporär als Touristen oder zu Besuchszwecken. Von bürgerkriegsähnliche Unruhen in Japan hat man, anders als in Europa, nichts gelesen.

Von Max Erdinger

Wir wären aber nicht die weltberühmten Deutschen, wenn wir nicht alles immer besser wüssten als der Rest der Welt. Die Osteuropäer können allerweil schon wieder ein Lied von der „deutschen Klugscheißerei in ihrem illusionären Wahn singen“. Inzwischen sind wir so weit, daß wir uns sogar den Luxus erlauben, die Realität unseren Wünschen anpassen zu wollen. Wir hätten gern, daß der Islam etwas anderes sein soll, als das, was er klar erkennbar für jeden ist, der sich einen offenen und vorurteilsfreien Blick auf die gesamte islamische Welt gestattet und so zu einem ziemlich zutreffenden Pauschalurteil über den Islam und seine Konsequenzen kommt.

Der Münchener Merkur ist allerdings eine der Zeitungen im deutschen Blätterwald, die lieber den hoffnungsvollen Infantilismus ihrer ach-so-differenzierungsfreudigen Leserschaft bedient, indem er über einzelne, angeblich liberale Moslems berichtet und von einer Reformierbarkeit des Islam insgesamt träumt, anstatt einfach zu sagen, welchen Stand der „liberale Moslem“ innerhalb der islamischen Welt hat: Er wird mit Mord bedroht.

Seyran Ates, die letzten Monat die erste „liberale Moschee“ in Berlin eröffnet hat, steht aufgrund der Gewalt- und Morddrohungen, die sie während der letzten vier Wochen erhalten hat, seit ihrer Moschee-Eröffnung unter permanentem Polizeischutz. Daß Benjamin Idriz, der „liberale Moslem“ aus dem oberbayerischen Penzberg, um den es gleich gehen wird, nicht unter Polizeischutz zu stehen scheint, läßt deshalb Rückschlüsse auf seine tatsächliche Liberalität zu. Es gibt einerseits die „Taqiyyia“, die zumindest den Schiiten gebietet, sich dann, wenn sie sich in der Diaspora befinden, ihren Glauben zu verleugnen, um subversiv weiter für Allah zu missionieren, andererseits gibt es ein Sprichwort, das in der gesamten islamischen Welt bekannt ist: „Wenn du die Hand deines Feindes nicht abhacken kannst, dann küsse sie.“

Im Münchener Merkur von heute ist ein Artikel von Tobias Gmach erschienen, der an gutmenschlicher Ignoranz dem Islam gegenüber kaum noch zu übertreffen sein dürfte. Imam Idriz aus Penzberg redete in der Bad Tölzer Berufsschule.

Zitat: „Imam besucht Berufsschule“ – Zitatende.

Wozu? Können die Berufsschüler nicht in die Moschee kommen? – Wie? Es kämen zu wenige oder gar keine? Ja, dann ist es natürlich besser, der Imam kommt zu den Berufsschülern. Da hat er sie ausnahmslos alle beisammen und es entgeht ihm keiner.

Zitat: „Islam und Grundgesetz? „Zu 100 Prozent kompatibel!“ – Zitatende.

Was für ein Schwachsinn! Formel 1- Rennwagen und Dieselkraftstoff? Zu 100 Prozent kompatibel. Allein dadurch schon, daß es in der gesamten islamischen Welt die Todesstrafe gibt, ist er mit dem Grundgesetz inkompatibel. Allein dadurch schon!

Zitat: „Der Penzberger Imam Benjamin Idriz sprach in der Tölzer Berufschule über richtige und falsche Auslegungen des Korans. Und die Schüler redeten mit.“ – Zitatende.

Ah, war wieder demokratisches Meinungs- und Kuschelfest? Wen interessieren hierzulande falsche und richtige Auslegung des Islam? Mit dem Islam in meinem Land beschäftige ich mich allenfalls dann, wenn sich die islamische Welt über falsche und richtige Auslegungen selbst einig geworden ist, vorher nicht. Schließlich diskutieren Piusbrüder und Konzilskatholiken ihre Differenzen auch nicht in Islamabad aus. Übrigens: Tibet den Tibetern! Pakistan den Moslems (deswegen gibt es Pakistan nämlich)! Nur Oberbayern und ganz Deutschland für alle!

Zitat: „Eigentlich war der Imam mit mazedonischen Wurzeln am Dienstagvormittag gekommen, um über den Islam und dessen problematischen Ruf zu sprechen.“ – Zitatende.

Der problematische Ruf scheint die Vorstufe zur Umstrittenheit zu sein.

ZItat: „Doch auf Wunsch einer Schülerin praktizierte er ihn auch gleich.“ – Zitatende.

Hat Idriz den Schuldirektor geköpft? Hat er etwaige, noch vorhandene Kreuze zertrümmert? Die promiskuitive Frau des Hausmeisters gesteinigt?

Zitat: „Es war ein Live-Erlebnis, das für viele der rund 200 Schüler im Raum neu war – und nicht nur für die Christen unter ihnen.“ – Zitatende.

Da muß er wohl etwas anderes gemacht haben, sonst wäre es ja nicht neu gewesen.

Zitat: „Bevor Idriz das Gebet, das mit dem Vater Unser vergleichbar ist, anstimmte, ging er aber auf Nummer sicher: „Ist das für alle Nichtmoslems im Raum in Ordnung?“ War es.
Offenheit und Toleranz statt falscher Unterstellungen.“ – Zitatende.

Was für falsche Unterstellungen bitteschön? Eine falsche Unterstellung ist, daß es der zur Schau gestellte Liberalismus einer verschwindend geringen Minderheit von Imamen ist, den man sich als Maßstab für die Beurteilung des Islam insgesamt zum Maßstab nehmen muß. Muß man nicht!

Zitat: „Gegenseitige Achtung statt Diskriminierung; Offenheit und Toleranz statt falscher Unterstellungen: Darum ging es Idriz. Er macht sich seit mehr als einem Jahrzehnt für eine liberale Auslegung des Islams stark.“ – Zitatende.

Auch, wenn ich das so nicht glaube: Selbst wenn sich Idriz für eine liberale Auslegung des Islam stark macht, dann wissen die Berufsschüler hinterher, wofür sich Idriz stark macht, mehr nicht. Ein Idriz macht noch keinen Islam, so wenig, wie eine Schwalbe einen Sommer macht.

Zitat: „Mit Anzug, weißem Hemd und jeder Menge Gestik erinnerte seine Ansprache an die eines Politikers. Vielleicht war der Imam gerade deshalb so enthusiastisch bei der Sache, weil er mit Vorurteilen über seinen Glauben aufräumen wollte.“ – Zitatende.

Jetzt mal aufgepaßt, Herr Gmach vom Münchener Merkur: Es steht mir bis Oberkante Unterlippe, mir jedes Urteil, das meinereiner zu irgendeinem Sachverhalt hat und das den politisch-korrekten Traumtänzern dieses Landes nicht paßt, zu einem Vorurteil kleinreden zu lassen. Ich habe ein Urteil über den Islam, kein Vorurteil! Wie kommen Sie eigentlich dazu, dem „mündigen, wahlberechtigten Bürger in der Demokratie“ seine Urteilsfähigkeit abzusprechen, wenn es um den Islam geht? Selbst dann, wenn er aus sich heraus nicht in der Lage dazu sein sollte, sich ein Urteil zu bilden: Er wüsste immer noch, wie sich andere Länder zum Thema positioniert haben. Seine Unfähigkeit, sich ein zutreffendes Urteil zu bilden, wäre aber ok, wenn er dadurch zu dem Schluß käme, daß andere Regierungen und andere Länder beim Thema Islam falsch liegen? Japaner, Polen, Ungarn – alles Idioten, selbst im Vergleich mit dem urteilsunfähigen Deutschen, oder was?

Zitat: >Ein Beispiel: „Moslems dürfen Andersgläubige nicht als ungläubig bezeichnen. Das verbietet der Koran. Vor Gott sind alle gleich.“ Hier wendete sich Idriz mit einem „Jetzt passt auf“ direkt an die moslemischen Schüler.< – Zitatende.

Falsche Adresse, Herr Idriz! Sagen Sie das den Muolemes, die Andere als Ungläubige bezeichnen und deswegen verfolgen, obwohl sie es angeblich nicht dürfen! Das sind die korrekten Adressaten Ihrer Rede!

Zitat: „Am passenden Ort war er dafür definitiv: Die Berufsschule beherbergt mittlerweile neun Flüchtlingsklassen mit vielen Schülern aus dem arabischen Raum. Wie legt man den Islam richtig aus? Darüber streiten die jungen Menschen aus Syrien und Afghanistan oft im Klassenzimmer, berichtete Lehrerin Cordula Allgäuer in der anschließenden Diskussion. Sie habe beobachtet, dass traditionell eingestellte Schüler die liberaleren verbal wegen ihrer Meinung angreifen. „Das zu bremsen, ist als Lehrerin manchmal nicht ganz einfach.“ – Zitatende.

Na also, da haben wir´s doch schon: Es interessiert fundamentalistische Moslems nicht die Bohne, was ein Idriz angeblich meint und findet. Ihre „verbalen Angriffe“ gegen die „Liberaleren“ (also gegen die nicht ganz so fundamentalistischen) sind doch nur wegen des schulischen Umfeldes, in dem sie stattfinden, verbale Angriffe. Ein anderes Umfeld – und schon werden aus verbalen Angriffen tätliche bis hin zum Mord.

Zitat: „Wie sehr sich die Schüler kontrovers mit dem eigenen und dem fremden Glauben beschäftigen, zeigten auch die Gespräche nach dem offiziellen Teil. Eine große Gruppe scharte sich um Imam Idriz. Mädchen wollten unter anderem wissen, wie sich Make-Up-Schichten und Tätowierungen mit dem Koran vertragen. Idriz hatte hier nicht immer konkrete Antworten.“ – Zitatende.

Wie hätte er auch konkrete Antworten haben sollen, wenn er doch die Absicht hatte, den Islam als „falsch interpretiert“ und seine Interpretatoren als „vorurteilsbeladen“ hinzustellen, ohne de facto zu behaupten, der Islam sei etwas anderes als der Islam, wie man ihn im täglichen Straßenbild erlebt mit seinen Kopftüchern, den wallenden Gewändern und den Burkas? Alle Moslems machen es verkehrt und nur Idriz weiß, warum? Dagegen spricht schon jede Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Zitat: „Der Religionsfachbetreuer Peter Fick hatte ihn vor allem eingeladen, um folgende Frage zu klären: Passen der muslimische Glaube und die gesetzlich verankerten Werte hierzulande zusammen? Idriz’ klare Antwort: „Der Islam ist mit dem deutschen Grundgesetz zu 100 Prozent kompatibel!“ Die in Artikel 1 angesprochene „Würde des Menschen“ zum Beispiel sei auch im Koran zentral.“ – Zitatende.

Und das ist eine glatte Lüge. Wenn überhaupt die Würde des Menschen im Islam zentral sein sollte, dann wäre es die Würde des moslemischen Menschen – und nicht die irgendeines Menschen. Die Scharia ist mit der Würde des Menschen unvereinbar, ein Islam ohne Scharia nach islamischer Mehrheitsmeinung kein Islam – und somit ist er auch mit dem Grundgesetz zu 100 Prozent inkompatibel! Islam ist nicht, was ein Imam Idriz offiziell meint, daß er es sein sollte, sondern Islam ist, was Islam ist. Und was er ist, das läßt sich nicht in der Bad Tölzer Berufsschule besichtigen, sondern in der Türkei, im Iran, in Saudi-Arabien und überall dort, wo meinereiner nicht für viel Geld jemals seinen Fuß hinsetzen würde.

Zitat: >Lange sprach Idriz zum Thema Gleichberechtigung: In seiner Moschee in Penzberg würden Frauen und Männer im gleichen Raum beten. Im Gegensatz zur Tölzer Moschee: „Das ist eine falsche Auslegung des Korans“, kritisierte Idriz. Ungleichheit sei nicht durch Religion, „sondern durch die Männer“ entstanden.< – Zitatende.

Sehr bequem. Letztendlich waren es immer irgendwelche Männer. Und Mohammed ist eine Frau gewesen.

Zitat: „Eine Schülerin erkundigte sich bei ihm, wie der Islam zum Bundestagsbeschluss „Ehe für alle“ stehe. „Der Islam befürwortet das nicht. Aber man muss Gesetzesentscheidungen akzeptieren“, sagte Idriz. Politik und Religion müssten voneinander getrennt werden.“ – Zitatende.

Den säkularen islamischen Staat möchte ich sehen. Der letzte, den es gab, wird gerade in der Türkei beerdigt.

Zitat: „Nach seiner Meinung stehen Muslime unter einem „ständigen Rechtfertigungsdruck“.“ – Zitatende.

Der ständige Druck hat seine Beständigkeit daher, daß er sich nicht kurzerhand in Wohlgefallen auflösen läßt. Der „beständige Druck“ hat seine Ursachen in der „beständigen Unreformierbarkeit“ des Islam!

Zitat: „Einzelne Hassprediger und Extremisten spiegelten nicht die muslimische Gesellschaft wider – genauso wenig, wie Neonazis, Rassisten und AfD-Anhänger mit Anti-Islam-Parolen in Bezug auf die deutsche.“ – Zitatende.

Erstens einmal ist es eine Unverfrorenheit sondersgleichen, eine Gleichsetzung islamischer Extremisten mit AfD-Anhängern vorzunehmen – und zweitens spiegelt ein kreidefressender Imam ebenfalls nicht die moslemische Gesellschaft wider. Die spiegelt sich überwiegend durch ausgesprochene Negativmeldungen in der deutschen Presse. Wo waren sie, diese liberalen Moslems, als sie in Köln gegen ihre radikalen, mörderischen Glaubensbrüder hätten demonstrieren können? – Nicht da waren sie! So schaut´s aus!

Zitat: >Doch Idriz nahm die Moslems auch in die Pflicht: „Wir sind selbst gefordert, unseren Beitrag für ein friedliches Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft zu leisten.“< – Zitatende.

Schön, daß Idriz auch die Moslems „in die Pflicht genommen hat“. Da würde es sich glatt einmal lohnen, in Idriz´ Pflicht nachzusehen, ob sich wirklich welche dort aufhalten.

Niemand kann etwas für die Gesellschaft, in die er hineingeboren worden ist. Der deutsche Berufsschüler in Bad Tölz so wenig wie der Moslem in Islamabad. Salman Rushdie, Imad Karim, Hamed abdel-Samad, Seyran Ates, Ayan Hirsi Ali, – alle sind sie als Moslems zur Welt gekommen und werden mit dem Tode bedroht durch diejenigen, die uns der Imam Idriz als „irregeleitete Moslems“ andienen will. Mir ist es verdammt egal, ob der Islam fehlinterpretiert wird, und wenn, durch wen er falsch interpretiert wird. Ich nehme ihn als das, was er de facto ist: Eine Bedrohung für jede westliche Gesellschaft, welche bereits jetzt Hunderte von Todesopfern verursacht hat. Ein Melanom lasse ich mir auch nicht zum harmlosen Leberfleck schönreden. Der Islam gehört nicht zu Deutschland! Wer als gebürtiger Moslem hier leben will, kann nicht länger Moslem bleiben. Er wird auf moslemische Feiertage genauso verzichten müssen wie auf das Schächten von Tieren, seine identitätsverschleiernde Bekleidung und seine Moscheen. Wenn er das kann – herzlich Willkommen. Wenn nicht, dann ist Deutschland nicht das Land für ihn.

Sämtliche Beschönigungsversuche wie der von Imam Idriz in der Bad Tölzer Berufsschule sind die reine Zeitverschwendung. Während wir Deutsche uns den Kopf über eine Reformierbarkeit des Islam zerbrechen sollen, schreitet die Islamisierung unseres Landes mit dem originalen, unreformierten Islam stetig voran. Idriz soll den Islam erst mal da reformieren, wo er herkommt. Eines nach dem anderen. First things first, wie der Engländer sagt.

 

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