Großbritannien: Frauenverstümmelung auf dem Vormarsch

(Foto: Durch Yuriy Bartenev/Shutterstock
Organspende (Foto: Durch Yuriy Bartenev/Shutterstock)

Im vergangenen Jahr wurden mehr als 5000 weitere Beschneidungen an Mädchen in Großbritannien vorgenommen. Damit steigt die dokumentierte Zahl der Frauen und Mädchen, die sich dieser grausamen Praxis unterwerfen mussten auf über 9000, gab der britische National Health Service (NHS) bekannt.

Die Hälfte der betroffenen Frauen und Mädchen lebt in London, ein Drittel stammt aus Somalia. 112 Frauen und Mädchen wurden in Großbritannien geboren.

Laut Statistik des NHS wurden in 9 179 Fällen die FGM festgestellt, behandelt oder war die Genitalverstümmelung bei der Geburt eines Kindes entdeckt worden.

114 der beschnittenen Mädchen waren unter 16 Jahre alt.

Die Genitalverstümmelung ist in weiten Teilen Afrikas gängige Praxis und breitet sich im Zuge der Masseneinwanderung auch immer mehr in Europa aus.

Obwohl die FGM seit 1985 in Großbritannien verboten ist, wurde bisher noch nie ein Fall vor Gericht gebracht und so es gab auch noch nie eine Verurteilung.

Die Ukip-Partei hatte angesichts der steigenden Zahlen von Frauenverstümmelung eine jährliche medizinische Untersuchung für Mädchen gefordert, die zu den Risikogruppen gehören und dafür herbe Kritik geerntet. Nun wird über den Vorschlag neu nachgedacht, der in Frankreich bereits praktiziert wird. (MS)

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