Diskriminierend Sexy

Foto: Durch AmazeinDesign/Shutterstock
Groß und prall gefüllt. Ist das schon diskriminierend? (Foto: Durch AmazeinDesign/Shutterstock)

Frauen mit großen Brüsten haben es schwer. Sexistische Sprüche überall, wie wir seit Laura Himmelreich und #aufschrei wissen. Doch wenn keiner guckt. Auch nicht gut.

Von Volker Kleinophorst

Kennen Sie Emily Ratajkowski (Sprich: Ratschkauski)? Nicht? Immerhin hat das US-Model 13,8 Millionen Instagram-Fans, sich schon mit Kim Kardashian oben ohne auf Facebook gezeigt und hat Robin Thickes Video „Blurred Lines“ ihre zwei Hingucker geschenkt.
Doch die 25-jährige, die seit sie 14 ist modelt, Netzmarktwert zwei Millionen Dollar, hat ein bzw. zwei große Problem. Einigen ist sie zu sexy. Das gehe so weit, behauptete sie im Augustheft des australischen „Harper`s Bazaar“, dessen Cover sie ziert, das sie explizit wegen ihrer großen Brüste nicht häufig so gebucht wird, wie sie es gerne hätte. „Too sexy“ hätten „angeblich“ Auftraggeber zu ihr gesagt.

Das sei diskriminierend. Schließlich seien ihre Brüste wunderschön und müssten gefeiert werden.
Sie könne nicht verstehen, wieso sexy und politisch engagierte Feministin zu sein, einander ausschlössen, geht es weiter. Sie würde mit ihrer Sexualität ein Statement setzen und nicht nur um Aufmerksamkeit buhlen. Und hätte eben als „Granate“ auch Nachteile.
Es gibt wohl nichts, worüber sich „Frau“ nicht beschweren kann.
Mit solch politisch korrektem Flachsinn „I´m too sexy for my jobs“ schafft man es natürlich problemlos in die Bild, aber eben auch in den Spiegel, weil Feminismus ist ja immer gut.
Eine Lösung scheint aber laut Medien nicht in Sicht.
Da kann ich die 26jährige beruhigen. Das wird sich geben. Sie wird älter, irgendwann nicht mehr so sexy sein… Und dann noch weniger gebucht werden.
Das wäre dann zwar Altersdiskriminierung, aber das hat ja noch ein bisschen Zeit.
Was ich mich frage: Wenn jetzt Rainer Brüderle sagt, dass Frau Ratajkowski ein Dirndl gut ausfüllt, ist das aber weiter sexistisch?
Oder dürfen Männer jetzt auch wieder sagen, dass sie „D…. T…..“ geil finden, ganz feministisch natürlich.
So wie der Freund von Frau Ratjakowski, Musiker/ Produzent Jeff Magid, der von seiner alleinerziehenden Mutter dazu erzogen wurde, „alles an ihr zu lieben, was sie ist.“
Nun, sie sieht super aus. Das würden auch Andere hinkriegen.
Das er ihr zuhört, nötig mir mehr Respekt ab.

Wandere aus, solange es noch geht!
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