Ehe für alle – Öffentlicher Brief an alle Bundestagsabgeordneten und an die Parteimitglieder aller Parteien

(Foto: Durch Syda Productions/Shutterstock
Männer, die auf den Traualtar starren (Foto: Durch Syda Productions/Shutterstock)

Sehr geehrtes Mitglied des Bundestages, sehr geehrtes Parteimitglied.

Jeder soll nach seiner Façon selig werden.
Das gilt für die Mehrheit, und das gilt auch für Minderheiten.

Minderheiten dürfen jedoch nicht vorschreiben können, was Recht oder Gerechtigkeit ist.

Mit „der Ehe für alle“? wird das Grundgesetz jedoch wieder einmal ausgehebelt, und das sogar mit dem Argument der Gerechtigkeit. Bizarrer geht es nicht mehr.
Die Familie ist die kleinste Einheit eines Staates. Das muss auch so bleiben, wenn der Staat erhalten werden soll. Mit „ewig gestrig“ hat das nichts zu tun, auch wenn man uns das fortwährend einreden will. (siehe Grundgesetz)

Nun aber zu meiner Frage, mit der Bitte um Antwort.
Warum haben Sie es seit den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts nicht geschafft,  – vorher war es sicher noch nicht möglich – den Lohn von Frauen für die gleiche Arbeit, dem Lohn der Männer per Gesetz anzugleichen?

Es ist eine bodenlose Unverschämtheit, die „Ehe für Alle“ mit Konfetti im Bundestag zu feiern und die Lohngleichheit seit gut fünfzig Jahren immer noch nicht bewältigt zu haben.
Spiegelt Ihr Verhalten eventuell Ihre Prioritätenliste und Ihre Einstellung zu den Wähler wieder, die Sie in den Bundestag gewählt haben?
Ich bitte um eine floskelfreie Antwort!

Falls Sie jedoch gegen das Unrechtgesetz für die gleichgeschlechtliche Ehe gestimmt haben, bitte ich Sie mir mitzuteilen, ob Sie eine Klage vor Verfassungsgericht anstreben oder unterstützen.

Freundliche Grüße

Ihr Noch-Wähler (Nicht-mehr-Wähler)

Raimund Weiß

Wandere aus, solange es noch geht!
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