Tragischer Todesfall im Wahlkampf

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...bis dass der Tod uns scheidet (Foto: Durch Holger Kirk/Shutterstock)

Am Tag nach der vom Bundestag mit großer Mehrheit beschlossenen „Ehe für Alle“ forderten die GRÜNEN umgehend eine weitere Ausdehnung dieses Gesetzes auf „Haustiere“. Es werden zu diesem Zwecke derzeit bereits konkrete Änderungs-Vorschläge durch die Fraktion der GRÜNEN im Bundestag ausgearbeitet. Vom Bundesvorstand der Partei wurde zur weiteren Erforschung der Möglichkeiten umgehend ein „Arbeitsausschuss“ eingesetzt, welcher in so genannten „Feldversuchen“ die Praktikabilität des Gesetzesvorschlags in der Realität nachweisen soll.

Eine bissige Satire von Gerhard Breunig

Die Begeisterung unter den Parteifreunden für diesen Ansatz war überwältigend. Neben Claudia R., die sofort anbot ihren arabischen Hengst zu heiraten, plant Renate K. bereits die Hochzeit mit ihrer südamerikanischen Panzerechse. „Wir sind uns so ähnlich“, kommentierte sie begeistert das Vorpreschen der GRÜNEN in dieser Angelegenheit. Wilfried K. schickte derweil seine bisher „Angetraute“ auf Pilgerreise nach Mekka um die Hochzeit mit einem schwäbischen Esel vorzubereiten. Cem Ö. war sich noch nicht schlüssig, ob er eine anatolische Ziege oder doch lieber ein deutsches Schaf ehelichen soll. „Vielleicht beantragen wir ja demnächst die Vielehe“, lies er verlautbaren.
Einzig Christian S. wollte noch nicht sagen, welchen Weg er demnächst einschlagen möchte. Da weder sein Fahrrad, noch die von ihm so geliebte Linde im Stadtpark vom Vorschlag der GRÜNEN abgedeckt werden, wird er wohl vorerst „ledig“ bleiben.

Überaus tragisch endete der erste Tag des „Feldversuches“ leider für den überaus beliebten GRÜNEN-Politiker Volker B. Er wurde bereits in der Hochzeitsnacht von seiner Braut, einer direkt aus dem Dschungel Venezuelas importierten 12 Meter langen Riesenanakonda, mit Haut und Haaren verschlungen. B. hatte nach seiner von der bekannten evangelischen Promi-Theologin Margot K. vollzogenen Trauungszeremonie noch lauthals gejubelt:

„So ein Riesending hatte ich ja noch nie im Bett“.

Margot K. kommentierte die umstrittene Trauung, ihr siebtes Glas Messwein der Sorte „Sodbrenner Nierentritt“ in der Hand haltend wie folgt:

„Man muss eben für alles offen sein, egal wo und egal wann“.

Die Trauerfeier für Volker B. ist für den Tag geplant, nach dem seine unverdaulichen Reste von der Schlange wieder ausgeschieden wurden. Die Schlange befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.
Der Bundestagspräsident hat anlässlich des tragischen Vorfalls um Volker B. für drei Tage Trauerbeflaggung mit der Regenbogenfahne angeordnet.

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