Studie: Solaranlagen umweltschädlicher als Kernkraftwerke

Teuer und unrentabel (Bild: JouWatch)

Eine Studie der Umweltschutz-Initiative Environmental Progress (EP) macht Schluss mit dem Mythos rund um die angeblich so umweltfreundliche Solarenergie. Solarzellen sollen laut der EP-Studie je Einheit erzeugter Energie mehr Umweltgift produzieren als Kernkraftanlagen.

Die Initiative Environmental Progress (EP), gegründet durch den bekennenden Kernkraft-Befürworter und Studieninitiator Michael Shellenberger, der 2088 vom Time Magazine 2008 als „Hero of the Environment“ geehrt wurde, benennt nach Eigenangaben als Ziel von EP, „alle Mensche aus der Armut zu erretten und die natürlichen Ressourcen der Erde zu schützen”.

Hierbei setzt die Nichtregierungsorganisation auf neusten technischen Fortschritt in der Kernenergie.

Verheerender ökologischer Fußabdruck

EP scheint nun mit einer aktuellen Studie schlechte Laune unter den Anhängern der angeblich so umweltfreundlichen Solarenergie zu verbreiten. Wie die Organisation auf ihrer Internetseite berichtet, belege die Studie, dass

  • Solarpaneele 300-mal so viel giftigen Abfall per Energieeinheit erzeugen wie Kernkraftwerke.
  • Würde man in einem Gebiet 25 Jahre lang gleichviel elektrische Energie aus Solar- und Kernkraft erzeugen und über diese Zeitspanne hinweg den entstehenden Abfall auf der Fläche eines Football-Felds aufschichten, dann würde im Vergleich der Nuklear-Abfall die Höhe des schiefen Turms von Pisa erreichen und der Abfall aus Solarpaneelen die Höhe des Mount Everest.
  • Sonnenkollektoren enthalten giftige Metalle wie Blei, die das Nervensystem schädigen können, sowie Chrom und Cadmium, allesamt bekannte Karzinogene. Alle drei Elemente gelangen von den bestehenden Abfall-Deponien in die Trinkwasserversorgung.
  • Um Kupfer zurück zu gewinnen, würden Länder wie China, Indien und Ghana, Elektronikschrott verbrennen. So entstünden wegen der dabei freiwerdenden Kunststoff-Verbrennungsrückstände enorme Krebsrisiken. Weder in Kalifornien noch in Japan, wo das Aufkommen von Solaranlagen-Müll bis zum Jahr 2040 auf 800.000 Tonnen ansteigen werde, gebe es Konzepte für den sicheren Umgang mit ausrangierten Solarpaneelen. Lediglich in Europa seien die Hersteller verpflichtet, ihre Produkte nach dem Betrieb wieder zu sammeln und sicher zu entsorgen.
  • Ein aktueller Bericht stellte für Japan – dessen Regierung wie in Deutschland einen „Einspeisetarif“ für Strom aus erneuerbaren Energien einführte – fest, dass es 19 Jahre dauern würde, bis Toshiba Environmental Solutions – ein Hersteller von Sonnenkollektoren – das Recycling aller Solarabfälle Japans, die bis 2020 produziert wurden, verarbeitete hat. Bis zum Jahr 2034 wird erwartete, dass die jährliche Abfallproduktion von Solarabfällen in Japan 70 – 80 mal größer sein wird, als die von 2020.

Ein Sprecher der Solarenergie – Lobby kritisiert die EP-Studie. Sie sei insofern unrichtig, als dass Solarpaneele „zum größten Teil aus leicht recycelbaren Materialien gefertigt werden, die man nach Ende der Paneel-Nutzungsdauer erfolgreich zurückgewinnen und wiederverwenden“ könne.

Durch massive staatliche Subventionen hat sich der Einsatz von Solarpaneelen zwischen 2012 und 2015 mehr als verdoppelt. Jedoch stellte die Solarenergie im Jahr  2016 weltweit nur 1,3 Prozent des verfügbaren Stroms bereit. Kernreaktoren lieferten im selben Jahr 10 Prozent des Stroms. (BS)

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