Linksradikale greifen SPD-Zentrale und Jobcenter an

Linksextremistischer Terror in der Samstagnacht (Bild: Screenshot)

Berlin – Linksextremisten haben sich in der Nacht zum Samstag zusammen gerottet und mutmaßlich wegen der Räumung des „Kiezladens Friedel 54“ in Berlin-Neukölln mit brennenden Müllcontainern Straßensperren errichtet. Zudem wurden der Sitz des Berliner SPD-Landesverbands, ein Hotel, sowie das Jobcenter mit Steinen und Farbbeuteln angegriffen. Auf der linksextremistischen Kampfseite Idymedia wird die „Aktion“ gefeiert. 

In der Nacht zum Samstag hat sich laut Polizeiangaben in Berlin-Wedding eine Gruppe von 30 bis 50 „vermummten Menschen“ zusammengerottet und kurz nach Mitternacht Steine gegen die SPD-Zentrale, dem Kurt-Schumacher-Haus, gegen ein Jobcenter sowie ein Hotel in Wedding geworfen und mehrere Fensterscheiben beschädigt. Die Linksextremisten zündeten zudem Feuerwerkskörper und setzten mehrere Müllcontainer in Brand, die sie sodann auf die Fahrbahn schoben. Die Linksradikalen zogen ebenfalls Bauzäune auf die Fahrbahn und beschädigten ein Auto.

Resolute Zeugen sollen sich laut der BZ einen der Chaoten geschnappt und diesen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten haben. Der 25-Jährige wurde vorläufig festgenommen.

„Wir müssen die Verhältnisse selbst ins Wanken bringen“

Die „Aktion“ in der Samstagnacht dürfte mit der Räumung des durch Linksradikale besetzten „Kiezladens Friedel 54“ in Berlin-Neukölln in der vergangenen Woche und dem anstehenden G20 Gipfel in Hamburg zusammenhängen.

Linksextremistischer Terror (Bild: Screenshot)

So zumindest gibt es die immer noch aktive linksextremistische Internetseite Indymedia wieder. Dort heißt es, dass man sich dazu entschlossen habe, „konsequent alle Mittel einzufordern, um Senat, Bullen und Eigentümer des Kiezladens anzugreifen, um ihre Verdrängung zu verhindern und ihre Position klar zu stellen, dass es keine Kompromisse mehr geben kann gegenüber diesem System der repressiven Machtdemonstrationen.

Egal ob Friedel, Rigaer, Villa, Schlagloch, Zad, Black Triangle,…: Wo wir uns Freiräume schaffen, sind diese bedroht! 
Deshalb gilt es die letzte Woche vor dem G20 die warmen Tage und Nächte zu nutzen, um den Tag X der Friedel zu einer Zeit der Solidarität und des Widerstands zu machen, wie wir es letzten Sommer erlebt haben. 

Jede Form des Protestes wird benötigt – ob dezentral und militant, in Sitzblockaden, mit Töpfen und Kochlöffeln oder pöbelnd neben den Bullen. Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen. Es geht nicht nur um den Kiezladen Friedel 54. Wir kämpfen für eine andere Stadt – eine Stadt von unten, in der wir selbst bestimmen, wie wir unser Leben und Wohnen gestalten wollen. Jede Zwangsräumung ist eine zu viel. Treffen kann es jede*n. Doch es reicht nicht, allein die schlimmsten Auswüchsen eines kapitalistischen Wohnungsmarktes zu bekämpfen. Wir müssen die Verhältnisse selbst ins Wanken bringen. In diesem Sinne: Seid solidarisch! Passt auf euch und andere auf! Wir alle gemeinsam sind Friedel 54!

„Preis für die Räumung in die Höhe treiben“

Im Kommentarbereich gibt es konktrete Vorstellung, wie man den „Preis für die Räumung in die Höhe treiben“ könne:

Was genau bringt es, im eigenen Kiez ein paar Mülltonnen anzuzünden? Wieso nicht lieber dorthin tun, wo’s weh tut und den Preis für jede Räumung systematisch in die Höhe treiben?(BS)

Wandere aus, solange es noch geht!
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