Abt. Trump: Wenn Frauen gegen den Bauern powern

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Spricht gerne deutlich: Donald Trump (Foto: Shutterstock/shutterstock_554707204)

Donald Trump setzt seine Tiraden gegen US-Moderatoren fort, wie die Welt/N24 berichtet. Den Bericht schaue ich mir mal ein bißchen näher an.

Von Max Erdinger

Unter einem Video finden wir gleich das erste lustige Zitat: „In der Serie von Donald Trumps frauenfeindlichen Twitter-Attacken gibt es einen neuen Höhepunkt. Wieder einmal greift der US-Präsident eine TV-Moderatorin an. Kritik kommt diesmal sogar aus den eigenen Reihen. – Quelle: N24/ Nancy Lanzendörfer“ – Zitatende.

Jetzt mal gut zugehört, Lanzendörferin, hier kommt dein schlimmster Feind, die Logik. Mit der stetig steigenden Zahl von Frauen in Politik und Medien erhöht sich zwangsläufig auch die Zahl der Kritikwürdiginnen. Mit Frauenfeindlichkeit hat das nichts zu tun. Wäre das anders, dann würde es ja bedeuten, daß bei 100 Prozent Frauen in Politik und Medien keine einzige mehr kritisiert werden dürfte, weil das „Frauenfeindlichkeit“ wäre. Kannst du das nachvollziehen? – Nicht? Kein Problem, ich bin ein geduldiger Mann. Also anders: Wenn ich Dir glauben soll, daß Trumps Kritik an einer US-Moderatorin „frauenfeindlich“ ist, warum soll ich dann eigentlich nicht glauben, daß es sich bei deiner Kritik an Donald Trump um eine weitere „männerfeindliche Attacke“ in einer unendlich viel längeren Reihe von „männerfeindlichen Attacken“ durch Medien- und Politweiber handelt? Um einen „Höhepunkt“ vielleicht sogar?  Ja, ich weiß, daß das jetzt eine schwierige Frage ist. Du mußt ja nicht sofort antworten. Laß´Dir Zeit und schicke mir eine E-Mail, wenn Dir was Schlaues dazu eingefallen ist. Zusatzfrage: Die Kritik, die Donald Trump aus „den eigenen Reihen“ einstecken muß: Weibliche oder männliche Reihe?

Zitat: „Donald Trump setzt seine beleidigenden Tiraden gegen zwei US-Fernsehmoderatoren fort – trotz Kritik auch aus der eigenen Partei an seinem Verhalten. „Verrückter Joe Scarborough und strohdoofe Mika (Brzezinski) sind keine schlechten Leute“, twitterte der US-Präsident am Samstag von seinem Golfklub in Bedminster (New Jersey) aus.“ – Zitatende.

Siehst Du, Nancy, da haben wir es doch schon. Trump hat also nicht nur die „strohdoofe Mika Brzezinski“ recht frauenfeindlich kritisiert, sondern auch noch den „verrückten Joe Scarborough“ recht männerfeindlich. Warum sagst Du das nicht? Ich sage Dir, warum nicht: Weil Weibspersonen Deiner alogischen Hinterhältigkeitsstufe ganz genau wissen, daß ihre institutionalisierte Männerfeindlichkeit kein Thema ist, über das sich irgendjemand aufregen würde. Was bei unterstellter „Frauenfeindlichkeit“ aber ganz anders ist. Hast du schon mal gesehen, wie schön die Frau von Donald Trump ist? – Aha, hast du schon mal gesehen. Wenn Donald Trump also ein Frauenfeind wäre,  – warum würde er dann seinen ganzen Reichtum mit einer schönen Frau teilen, die außer ihrer Schönheit nicht viel in die Ehe mitgebracht hat? – Donald Trump ist ganz offensichtlich kein Frauenfeind, sondern ein ausgesprochener Frauenfreund. Er ist wahrscheinlich ein „Dumme-Leute-Feind“. Und dafür, daß Du Dir Frauen partout nicht als dumme Leute vorstellen kannst, kann der frauenfreundliche Herr Trump überhaupt nichts. Falls Du darauf noch etwas Schlaues weißt, – schreib´s mir einfach mit in die E-Mail.

Zitat: „Scarborough und Brzezinski moderieren die Show „Morning Joe“ des Senders MSNBC. Trump wirft ihnen unfaire Berichterstattung vor.“ – Zitatende.

Der Vorwurf einer „unfairen Berichterstattung“ gegen eine Frau und einen Mann ist aber auch der Höhepunkt aller denkbaren Frauenfeindlchkeit, oder, Nancy? Weißt du, es sind solche Frauen wie Du, von denen Donald Trump und ich hoffen, daß sie wenigstens hübsch sein mögen. Wir wüssten sonst glatt nicht, wofür wir euch ernstnehmen sollten.

Zitat: „Bereits am Donnerstag hatte er (Anm.: Trump) Brzezinski via Twitter als „verrückte Mika“ mit niedrigem IQ bezeichnet und behauptet, sie habe ihn auf seinem Anwesen in Mar-a-Lago unbedingt sehen wollen, obwohl sie nach einer Lifting-Operation im Gesicht stark geblutet habe. Scarborough nannte er einen „Psychopathen“. – Zitatende.

Ich erzähle Dir jetzt mal etwas aus der Intelligenzforschung, Nancy, das Frauen wie Du gerne verschweigen. Ihr erzählt immer nur die eine Hälfte der Wahrheit. Eure Hälfte: „Im Durchschnitt sind Männer und Frauen gleich intelligent“. Das ist wahr. Die Intelligenzforschung ist tatsächlich zu dem Ergebnis gekommen, daß westliche Männer und Frauen im Durchschnitt gleich intelligent sind. Sie haben aber auch noch etwas anderes herausgefunden, nämlich, daß Frauen bei der Intelligenz „durchschnittlicher“ sind. Sie gruppieren sich enger um den Durchschnitts-IQ als Männer. Bei denen gibt es sehr viel mehr „Ausreißer“ nach unten und nach oben. Das heißt, es gibt deutlich mehr schwachsinnige Männer als Frauen. Wirst Du wohl aufhören, schon wieder mit dem Jubeln anzufangen, Nancy? Das dicke Ende kommt erst noch! Fast alle Hochbegabten sind nämlich ebenfalls männlich! Und wenn ich mir den jahrelangen, durchaus erfolgreich geführten Kampf der Mittelmäßigen gegen die potentiell Besten vergegenwärtige, dann habe ich keine Fragen mehr zum Zusammenhang von weiblicher Diskursdominanz, ihren dümmlichen Behauptungen zur „Frauenfeindlichkeit“ und dem Abstieg des ganzen Umfeldes, in dem das stattfindet, in die gräßliche Mittelmäßigkeit. Mit Mittelmäßigkeit hat sich noch keine Kultur gegen irgendeine andere behauptet. Und bei Angela Merkel, Manuela Schwesig, Sandra Maischberger, Claudia Roth, Renate Künast, Nancy Lanzendörfer und einer ellenlangen Liste anderer Weiber, die „Frauenfeindlichkeit“ fehlerfrei buchstabieren können, bin ich mir noch nicht mal sicher, ob sie den Durchschnitt überhaupt erreichen. Verkürzt ausgedrückt: Ich habe den Verdacht, daß es mit der westlichen Zivilisation bergab geht, weil Exzellenz nicht mehr gewürdigt werden darf. Zu elitär! Und überall dort, wo es dem linksliberalen Durchschnitt zu elitär wird, sind die klügsten Männer zum medialen Abschuß freigegeben, etwa dadurch, daß man ihnen „Frauenfeindlichkeit“ ans Bein schmiert.

Zitat: „Die beiden Moderatoren wiesen auch die Darstellung des Präsidenten zurück, dass Brzezinski bei einem Besuch rund um Neujahr in Trumps Privatklub „Mar-a-Lago“ als Folge einer Schönheits-OP geblutet habe: „Mika und ihr Gesicht waren vollkommen in Ordnung“, schrieben sie. Die Moderatorin habe kein Gesichtslifting machen, sondern nur eine kleine Hautpartie unter dem Kinn straffen lassen.“ – Zitatende.

Siehst Du, Nancy, und bevor die Moderatoren das behauptet haben, sagte die „strohdoofe Mika“ (Trump), die Angriffe Trumps hätten ihr nichts ausgemacht. Sie sei nur besorgt über „die Lügen des Präsidenten“. Und eine kleine Hautstraffung unter dem Kinn (zur Abwendung möglicher „Frauenfeindlichkeit“ etwa?) ist noch kein Gesichtslifting. Ungelogen.

Zitat: „Die Moderatoren zeigten sich besonders besorgt darüber, dass Trump immer wieder in vulgärer Form über Frauen herzieht. „Er greift Frauen an, weil er Angst vor Frauen hat“, sagte Scarborough. Trumps Frauenbeschimpfungen hatten bereits im Wahlkampf für Wirbel gesorgt.“ – Zitatende.

Natürlich, natürlich. Wer Angst vor Löwen hat, greift schließlich auch Löwen an. Und Trumps „Frauenbeschimpfungen“ waren „Dumme-Leute-Beschimpfungen“. Daß es Dir partout nicht in den Kopf will, wie viele Frauen sich unter den dummen Leuten befinden, dafür kann Donald Trump gar nichts. Und ich übrigens auch nicht.

Aber mal eine andere Frage, Nancy: Kannst Du wenigstens kochen? Ich frage deshalb, weil die überwältigende Mehrzahl aller Sterneköche auf dieser Welt „frauenfeindliche“ Männer sind, die in der Art einer Verschwörung alle Kochlöffelschwingerinnen von den Sterneplätzen fernhalten. Männer sind halt Schweine, stimmt´s, Nancy?

Falls Du der Welt/N24 aber lediglich das Video geliefert hast und jemand anderes die dumme Story über Trumps „Frauenfeindlichkeit“ geschrieben haben sollte, dann kannst Du jetzt meine Medienkritik auswendig lernen, stolz erhobenen Hauptes in die Redaktionskonferenz marschieren und den intellektuellen Flachpfeifen dort mal zeigen, was eine schlaue Frau ist. Da werden sie bestimmt staunen.

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