Recycling: Union will Merkel runderneuern

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Islam spielt für Frau Merkel wohl keine Rolle (Foto: Collage)

Zwar fragt sich meinereiner, was es für den Wahlkampf an der Kanzlerin zu restaurieren gibt angesichts eines Gegenkandidaten, den selbst Aschenputtels Stiefmutter noch besiegen würde, aber sei´s drum …

Berlin – Parteienforscher Oskar Niedermayer ist überzeugt, dass die Union im Bundestagswahlkampf eine Kanzlerkandidatin präsentieren wird, die dem Wähler als Lichtgestalt des internationalen Krisenmanagements verkauft werden soll. Niedermayer in der Samstagsausgabe der „Welt“ – Zitat: „Die Union will das Image der Kanzlerin restaurieren, das sie vor der Flüchtlingskrise hatte“. Der Parteienforscher beschrieb das siegbringende Image von Angela Merkel wie folgt: „Die Mutter der Nation, die die Deutschen an die Hand nimmt und sicher durch die Krisen dieser Welt führt.“

Dieses Bild habe durch die Flüchtlingskrise massiv Schaden genommen und wird restauriert werden müssen, sagte der Forscher von der Freien Universität Berlin. Ihr Herausforderer Martin Schulz von der SPD habe kein echtes Mobilisierungsthema. Mit Blick auf die SPD sagte Niedermayer, dies müsse ein Thema sein, bei dem die Leute sagten: „Ich habe zwar immer CDU gewählt und werde auch in Zukunft CDU wählen, aber dieses Mal bekommt Schulz meine Stimme.“

Willy Brandt (SPD) sei das im Jahre 1972 mit seiner neuen Ostpolitik gelungen. Merkel habe mit Ihrem persönlichen Umfallen bei der „Ehe für alle“ zwar vordergründig der SPD einen Punkt zugespielt, jedoch könne der sich im Laufe des Wahlkampfes als negativ für die SPD herausstellen. Das Abstimmungsverhalten der Sozialdemokraten, die mit Grünen und der Linkspartei zusammen gegen den Koalitionspartner gestimmt hatten, stelle der Union nun das Schreckgespenst einer rot-rot-grünen Regierung zur Verfügung, mit dem sie Wahlkampf gegen Schulz betreiben könne, sagte Niedermayer.

Die AfD gefährde aktuell ihre Chancen, in den Bundestag einzuziehen. Niedermayer: „Die AfD tut gerade alles dafür, um unter die Fünf-Prozent-Hürde zu rutschen.“ Bürgerliche Protestwähler wendeten sich von der AfD ab, da sich die Alternative nicht deutlich genug vom rechtsextremen Rand abgrenze. (dts)

Wenn ein Parteienforscher von der Freien Universität Berlin etwas sagt, muß man nur wissen, daß er nicht an der Freien Universität Berlin lehren würde, wenn er nicht einen ausgeprägten Hang zu ideologisch geprägtem Wunschdenken hätte. Was er über die Kanzlerin und ihren frischen Anstrich sagte, ist sowieso unerheblich, weil die auch unrestauriert gegen Schulz und seine „Genossinungenossen“ gewinnen würde. Sein ideologisch motiviertes Wunschdenken zielt in dieser Meldung darauf ab, der AfD en passant eins auszuwischen, weil genau die von ihm vorgeschlagene, ängstliche Distanzitis der AfD massiv schadet. Für die AfD gibt es nur ein Erfolgsrezept: Thematisieren, was politisch Sache ist, anstatt sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was der Wähler wohl hören will. (ME)

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