Abt. Erdogan: Der Führer möchte sprechen

"Retter der türkischen Demokratie" (Angela Merkel) Foto: Pixabay

G20-Gipfel in Hamburg. Erdogan möchte am Rande des Gipfels eine Rede halten, wie der Spiegel meldet. Bundesregierung sagt: „Njet!“. Das war am Montag. Daraufhin das übliche Gezeter in der Türkei. Am Freitag dann kannte die Bundesregierung die Lösung: Kein ausländischer Staatsmann darf innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten vor der Bundestagswahl Reden in Deutschland halten. Signal: Mit Erdogan hat das gar nichts zu tun.

Türkische Botschaft: Für einen Auftritt im türkischen Generalkonsulat braucht der Führer – so läßt sich Erdogan von seinen Getreuen daheim anreden – keine Genehmigung der Bundesregierung. Jetzt die Bundesregierung wieder: Doch, braucht er. Deutsches Hoheitsgebiet nämlich.

Was für ein Kindergarten! Wenn in dieser vermerkelten Regierung noch irgendwer Eier in der Hose hätte, würde Erdogan von sich aus darauf verzichten, jemals wieder deutschen Boden betreten zu wollen. Es ist so demütigend, miterleben zu müssen, wie sich der Führer aus Ankara alles herausnehmen kann, beispielsweise den Besuch deutscher Parlamentarier auf dem NATO-Stützpunkt Incirlik zu untersagen, – und von deutscher Seite fährt ihm dennoch niemand frontal vor den Karren. Kann denn niemand mehr zur „persona non grata“ erklärt werden hierzulande? Hat sich heute wirklich einfach alles den politopportunistischen Erwägungen rückgratloser Taktierer unterzuordnen, darunter Würde und Stolz? Wie stehen wir denn da, wenn wir uns von der ganzen Welt dabei zuschauen lassen, wie uns ein türkischer Führer nach Belieben auf der Nase herumtanzt?  (ME)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.