Werbeoffensive für das „Paradies Türkei“

(Bild: Screenshot)
Lukas Podolski schwärmt für Erdogan im Werbefilmchen des türkischen Wirtschaftsministeriums (Bild: Screenshot)

Dass in der  Werbekampagne des türkischen Wirtschaftsministeriums nicht die Hinwendung des Landes zu einer islamischen Diktatur thematisiert wird, ist einleuchtend. Warum aber deutsche Nachrichtensender wie NTV oder deutsche Promis wie Lukas Podolski nach Leibeskräften für Ergdogans islamisches Reich werben, bleibt mehr als unverständlich.

Sieht man sich die Werbekampagne des türkischen Wirtschaftsministeriums (Turkish Exporters Assembly (TIM)) an, die sich an Investoren und Touristen wendet, dann bekommt man den Eindruck, dass keine nennenswerten „Probleme“ in Ergogans islamischem Reich bestehen. Gut, einen wirtschaftlichen Durchhänger gebe es, aber daran sind ja – wie aller Welt bekannt – die bösen Gülenanhänger vom letztjährigen Putschversuch schuld.

NTV strahlt regierungskonformes Erdogan-Werbefilmchen in deutsche Wohnzimmer

Dem zur RTL-Gruppe gehörenden deutschen Nachrichtensender NTV scheint die regierungskonforme Erklärung Begründung genug zu sein und strahlt das türkische Regierungs-Werbefilmchen munter über seinen Kanal aus.

Menschenrechtsverletzungen, Einschränkung der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit, eine immer stärker werdende Islamisierung im zukünftigen Kalifat des Despoten scheinen dem Sender keine Gründe zu liefern, sich nicht zum Handlanger Erdogans zu machen.

Podolski schwärmt: Die Türkei, ein Paradies der Möglichkeiten!

Ebenso wenig Bedenken hat ganz offensichtlich der deutsche Fußballer Lukas Podolski, derzeit beim türkischen Erstligisten Galatasaray Istanbul unter Vertrag. Freudig strahlend, fast schon die Grenze zur Debilität überschreitend, bekennt er in die Kamera, dass die Türkei ein Paradies sei und jeder dort – wie er es tut – das eigene Potential entdecken solle.

Jedoch hat Poldis Einsatz für die Türkei bereits mächtig für Empörung gesorgt. Podolskis Werben unter dem Motto „Türkei, ein Paradies der Möglichkeiten” ist für jene Menschen, die in der Türkei politische oder religiöse Verfolgung erleiden, ein Schlag ins Gesicht.

Beobachtern indes sind die willfährigen Anbiederungen von Prominenten aus „Spiel, Sport und Spaß“ an politisch genehme Positionen auch hierzulande nur zu bekannt. Warum also sollte Promi Poldi da eine Ausnahme darstellen? Auch er gehört – mit freundlicher Unterstützung vom deutschen Sender NTV – zum System. In seinem Fall zum islamischen System des Despoten Erdogan. (BS)

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