Brief eines Flüchtlingshelfers an den AfD-Kreisverband Wuppertal

Symbolfoto: JouWatch
Integrationsverweigerer (Symbolfoto: JouWatch)

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer des AfD-Kreisverbandes Wuppertal,

den nachfolgende Brief hat ein junger und engagierter Flüchtlingshelfer direkt an unseren Kreisverband gerichtet und uns die Erlaubnis erteilt, diesen auf unserer Webseite zu veröffentlichen. Wir möchten dem Autor hier ausdrücklich unseren Dank aussprechen, denn auch, wenn wir diesen Brief zu seinem Schutz natürlich anonym auf unsere Webseite setzen, erfordern solche Bekenntnisse doch eine Menge Mut und Kritikfähigkeit. Wir haben den Text bis auf ein paar kleine orthographische Korrekturen unverändert übernommen. Bilden Sie sich selbst Ihr Urteil:


Guten Tag,

beim besten Willen bin ich mir nicht sicher, ob es das richtige ist, mich an Sie zu wenden, allerdings habe ich eine Geschichte zu erzählen, mit der ich in meiner Verwandtschaft und in meinem Freundeskreis auf taube Ohren stoße. Daher habe ich mich entschlossen, mich an die lokale Vertretung der AfD in meiner Heimatstadt zu wenden:

Im vergangenen Jahr habe ich an einem altsprachlichen Gymnasium Abitur gemacht. Bei den Überlegungen, wie es weiter geht, beschloss ich, mir ein Jahr eine Auszeit zu nehmen und erst in diesem Jahr mit dem Studium zu beginnen. Als ich begann mir zu überlegen, was ich in dem einen Jahr sinnvolles tun könnte, sprach mich ein Bekannter meiner Eltern an und fragte mich, ob ich Lust hätte, ein FSJ (Freiwilliges soziales Jahr)in seinem gerade gegründeten Flüchtlingshilfeverein zu absolvieren. Da ich zu meinem Leidwesen damals noch nicht mit der Materie vertraut gewesen bin und mich das Flüchtlingsthema nur am Rande tangierte, beschloss ich, das Angebot anzunehmen und dachte: ‚Los! Menschen helfen war schon immer deine Leidenschaft. Warum dann nicht den Leuten helfen, die neu in unserem Land sind und sich erst mal zurechtfinden müssen‘

Soweit so gut.

Ich stürzte mich mit viel Engagement und Leidenschaft in meine Arbeit und lernte die von uns betreuten Menschen kennen. Doch je länger ich dabei war, desto mehr Zweifel kamen mir, und nachdem ich nun knapp 1 Jahr durchgehalten habe, haben sich für mich folgende Punkte herauskristallisiert:

1) In unserem Verein betreuen wir 200 Flüchtlinge. Es handelt sich hierbei um Familien, alleinstehende Paare sowie Single-Personen. Wenn man diese 200 Personen betrachtet, lässt sich bei 10% der Leute ein echter und durchweg ehrlicher Wille erkennen, sich in unserem Land anzupassen und sich in unsere Gepflogenheiten zu integrieren. Bei diesen 20 Personen habe ich keinen Zweifel, dass diese in 5-7 Jahren genauso in unsere Gesellschaft integriert sind wie Sie und ich. Bleiben trotzdem 180 Leute übrig, was mich zu Problem 2 führt.

2) Während meiner Zeit als Flüchtlingshelfer konnte ich beobachten, dass manche Gruppierungen sich eine Art Parallelgesellschaft aufbauen. Es scheitert bereits am Willen, unsere Sprache zu lernen. Und wenn ein syrischer Moslem in unsere offene Sprechstunde kommt und Hilfe beim Ausfüllen eines Formulars braucht, sich allerdings weigert, von meiner Kollegin bedient zu werden und lieber wartet bis ich frei bin, dann ist für meine Begriffe der Integrationsprozess gescheitert bevor er überhaupt richtig angefangen hat. Was ich beobachte: Selbst wenn wir mal großzügig davon ausgehen, dass auch ein großer Teil der 180 Personen nichts Böses mit unserem Land im Sinn hat, steuert das ganze darauf zu, dass sich in einigen Jahren eine Parallelgesellschaft in unserem Land etabliert, die fürs Zusammenleben nicht gut sein kann.

3) Ein Integrationshilfeverein soll für meine Begriffe bei dem Integrationsprozess helfen, sprich: Neuankömmlinge an unsere Kultur heranführen, Freizeitmöglichkeiten aufzeigen und die Neuankömmlinge mit Einheimischen zusammenführen. Allerdings hat unsere Politik entscheidende Fehler in der Asylpolitik gemacht und ein großes Behördenchaos angerichtet, so dass es an den Ehrenamtlichen Helfern hängenbleibt, diese Fehler auszubügeln, um das Ganze nicht vollständig vor die Wand zu fahren. Ein weiterer Grund, warum Integration zum Scheitern verurteilt ist: Integrationshelfer haben keine Zeit beim Integrieren zu helfen, da sie die ganze Zeit damit beschäftigt sind, die Brände zu löschen die von deutschen Politikern und Behörden gelegt wurden.

Mein Gesamtfazit nach einem Jahr Flüchtlingsarbeit:

Die wenigen die sich ernsthaft integrieren wollen haben es verdient, dabei unterstützt zu werden. Die, die nur mitlaufen, muss man im Auge behalten und bei erster Gelegenheit in den Flieger nach Hause setzen. Mich persönlich hat dieses Jahr in vielerlei Hinsicht sehr bereichert, und auch wenn es für Sie wahrscheinlich komisch anmutet: Ich habe in einer jungen syrischen Kurdin die Liebe meines Lebens gefunden.

Dennoch habe ich am 14.05 bereits AfD gewählt und werde am 24.09 mein Kreuz bei der AfD machen, damit das gesellschaftliche Leben und die Integrations- und Asylpolitik wieder in geordneten Bahnen verläuft.

Ich danke Ihnen für die Mühe, meine Nachricht zu lesen, und wünsche Ihnen für den anstehende Wahlkampf alles Gute und viel Erfolg.

Einen schönen Sommer!

Wandere aus, solange es noch geht!
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