Während TV-Interview: Tätlicher Angriff auf Identitären-Chef

(Bild: JouWatch)
Regionalleiter der Identitären Bewegung Berlin, Robert Timm (Bild: JouWatch)

Robert „Schinkel“ Timm, Regionalleiter der Identitären in Berlin-Brandenburg und einer der Organisatoren der Identitären-Demo am 17. Juni in Gesundbrunnen, ist am Dienstagabend vor einem Dönerladen an der Wrangelstraße in Kreuzberg ins Gesicht geschlagen und mit Reizgas besprüht worden, so die Morgenpost. Die Identitäre Bewegung wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Timm bestätigte den Vorfall auf Twitter.

Robert Timm schreibt, er habe einem Filmteam von 3Sat ein Interview für eine TV-Dokumentation gegeben. Die Polizei meldet, daß es dabei zu einem Streit mit weiteren Gästen des Ladens gekommen sein soll. Drei Unbekannte hätten sich eingemischt, dem 26-Jährigen ins Gesicht geschlagen und ihn mit Reizgas besprüht. Das Trio flüchtete auf Fahrrädern in unbekannter Richtung.

Timm konnte von einem herbeigerufenen Notarzt ambulant versorgt werden. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Identitäre Bewegung hatte in den vergangenen Monaten mit mehreren Aktionen von sich reden gemacht. Im vergangenen August stiegen Aktivisten der „Identitären“ auf das Brandenburger Tor. Erst vor wenigen Wochen versuchten sie, in das Bundesjustizministerium einzudringen. Den Sicherheitsbehörden zufolge liegt die Anzahl der Mitglieder in Berlin aktuell im mittleren zweistelligen Bereich.

Mehr Deutsche als je zuvor wurden inzwischen für rechtsextrem erklärt. Wenn nicht vom Verfassungsschutz, dann von ihren „Vertretern“ aus den Altparteien und deren Hofberichterstattern. Die Aktionen der Identitären sind allesamt klasse und stossen auf viel Sympathie selbst in Kreisen, die bisher noch nicht für rechtsextrem erklärt worden sind. Matthias Mattusek äußerte sich kürzlich voll des Lobes für identitäre Aktionen. Dadurch gilt er jetzt wahrscheinlich auch als rechtsextrem. Daß heutzutage ein tätlicher Angriff selbst während eines TV-Interviews am hellichten Tage passiert, zeigt, wer in diesem Lande das Volk verhetzt hat. Die Identitären waren das nicht. Linksextremismus ist allerdings ein „aufgebauschtes Problem“, so Manuela Schwesig (SPD), ohne dafür nennenswerten Widerspruch aus ihrer oder der Merkelpartei zu ernten. Jeder Kriminalstatistiker weiß es besser. Nur sagen darf er es nicht allzu laut, weil: rechtsextrem! (ME)

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