SPD: Das Pfeifen im Walde

Thomas Oppermann (Foto über dts Nachrichtenagentur)

Drei Meldungen in einer …

Dortmund – SPD-Fraktionschef und Parteioptimist Thomas Oppermann erklärt die SPD wahlkampfmässig für gut gerüstet. „Wir haben einen hervorragenden Kandidaten. Programmatisch sind wir bestens aufgestellt, die SPD ist hoch motiviert, auch dank über 20.000 neuer Mitglieder“, so Opperman im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Noch 91 Tage seien es bis zur Wahl. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz habe bewiesen, dass er auch schwierige Situationen beherrschen könne. „Ich bin mir deshalb sicher, dass seine Werte und die der SPD wieder nach oben gehen werden“, frohlockte der SPD-Fraktionschef.

„Eine Große Koalition unter Führung von Merkel hat keine Zukunft“, sagte Oppermann. Sie dürfe keine „Dauereinrichtung“ für Deutschland werden. Die SPD wolle stärkste Fraktion werden, bekräftigte Oppermann. (dts)

Berlin – Das Meinungsforschungsinstitut Emnid ermittelte in seinem wöchentlich für „Bild am Sonntag“ erhobenen Sontagstrend folgende Zahlen: Die SPD verliert einen Zähler und kommt nur noch auf 24 Prozent. CDU/CSU; Mit 39 Prozent im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Der Abstand zwischen den beiden Parteien ist damit wieder so groß wie zuletzt im Januar.

Befragt wurden von Emnid 1.363 Personen. In der Steuerpolitik und bei der Inneren Sicherheit sieht eine deutliche Mehrheit die größere Kompetenz bei CDU und CSU versammelt. Lediglich bei der Sozialpolitik punktet die SPD gegenüber der Union. (dts)

Dortmund  – SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat seine Partei zu einer Aufholjagd aufgerufen. „Wir halten zusammen, wir sind eine starke Partei, wir sind kampfbereit“, sagte Schulz am Samstag. „Wir werden die Mehrheit der Bevölkerung auf unsere Seite ziehen, ganz einfach deshalb, weil die andere Seite nichts hat“, so Schulz.

Für 60 Prozent der Bevölkerung sei die Wahl noch nicht entschieden, sagte der SPD-Kanzlerkandidat. Die SPD habe sowohl Steuer- als auch Rentenkonzepte vorgelegt, die Union hingegen nicht. Der Parteitag will das Wahlprogramm am heutigen Sonntag offiziell beschließen. Kommenden Dienstag soll dann auf einer Bundespressekonferenz eine Bilanz der Großen Koalition gezogen werden. In Umfragen hatte die SPD zuletzt wieder deutlich verloren. (dts)

Die SPD betreibt nur deswegen noch Wahlkampf, weil sie die Wahl nicht jetzt schon für gelaufen erklären kann. Umso drolliger sind Leute wie Oppermann, die so tun müssen, als ob sie selbst an das glaubten, was sie öffentlich von sich geben. Dem Wähler könnte es letztlich egal sein, ob Merkel oder Schulz das Land endgültig gar an die Wand fahren. Wenn das allerdings so ist, dann muß man die kommende Bundestagswahl als eine begreifen, bei der es darauf ankommt, die einzige wirkliche Opposition so stark wie möglich zu machen. Wer sein Land liebt, kommt deshalb an der AfD nicht vorbei. (ME)

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