Europa gehört den Bürgern, nicht den „Eliten“!

Chatham Studie (Bild: Chatham)

Eine aktuelle Studie der britischen Denkfabrik Chatham House hat ergeben, dass die Bürger Europas in den Bereichen der europäischen Integration und der Zuwanderung ganz andere Ansichten als ihre „Eliten“ vertreten. Damit wird offensichtlich, dass die EU zunehmend zu einem Projekt der Eliten verkommt, obwohl sie ursprünglich ein Projekt der Völker sein sollte.

Die britische Denkfabrik Chatham House, weltweit als zweitwichtigster Think-Tank anerkannt, stellen in einer aktuellen Studie dar, dass die europäischen Bürger in weiten Teilen gänzlich andere Ansichten teilen als die sie führenden und tonangebenden Eliten.

Immense Kluft zwischen Bürger und Eliten

Die Umfrage der renommierten Denkfabrik führte die Studie zwischen Dezember 2016 und Februar 2017 in 10 EU-Ländern durch und befragte dabei zwei Gruppen: eine repräsentative Stichprobe von 10.000 europäischen Bürgern und eine weitere Stichprobe von über 1.800 aus Europas „Eliten“, die sich aus einflussreichen Einzelpersonen in Politik, Medien, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene zusammensetzt.

Haushaltspolitische Einschätzung der Eliten (Bild: Screenshot Chatham)

Die ausgewerteten Daten zeigen zusammenfassend, dass es eine immense Kluft zwischen diesen beiden Gruppen und deren Einstellungen in den Bereichen Solidarität zur EU, der EU-Demokratie und dem Gefühl der europäischen Identität gibt. Die befragten Eliten sehen eher Vorteile in der EU-Integration und zeigen sich liberaler und optimistischer. Im Gegensatz dazu die befragen EU-Bürger.

EU-Bürger mehrheitlich für muslimischen Zuwanderungsstopp

So glauben im Themenfeld „Solidarität“ 77 Prozent der Elite aber nur 50 Prozent der EU-Bürger, dass reiche Mitgliedsstaaten die ärmeren Mitgliedsstaaten finanziell unterstützen sollten.

Zuwanderung (Screenshot: Chatham)

56 Prozent der europäischen Bürger sprechen sich für einen Zuwanderungsstopp für Muslime aus, 61 Prozent setzen sich für ein Verbot der Vollverschleierung ein. 48 Prozent der Bürger fordern, dass die EU Kompetenzen an die Nationalstaaten zurückgibt, nur 24 Prozent würden der EU weitere Befugnisse einräumen. Bei den „Eliten“ sind die Befürworter einer tieferen Integration mit 71 Prozent in der Mehrheit. 

AfD zeigt sich als Sachwalterin der Interessen der europäischen Bürger

Mit den Forderungen nach einer Rückverlagerung von Kompetenzen auf die nationale Ebene und einem wirkungsvollen Schutz der Grenzen gegen illegale Zuwanderung zeigt sich die AfD als Sachwalterin der Interessen der europäischen Bürger, so Dr. Jan Bollinger, rheinland-pfälzischer AfD-Landtagsabgeordneter und AfD-Landesvorstand. „Dass die Bürger die ‚Vereinigten Staaten von Europa‘ ablehnen und mehrheitlich der Meinung sind, ihr Land sei vor 20 Jahren ein besserer Lebensort gewesen, ist zudem eine herbe Klatsche für die EU und ihre Politiker. Offenkundig hat man im Elfenbeinturm Brüssel wie auch in Berlin und Mainz die Lebenswirklichkeiten der Bürger nicht mehr im Blick. Daher überrascht mich dieses desaströse Zeugnis nicht wirklich.“

Machtkompetenz der EU (Bild: Screenshot: Chatham)

Die Studie verdeutliche zudem, dass die EU zwar viele, aber längst nicht alle Eliten überzeugt, die Bürger jedoch insgesamt verliert würden, so Dr. Bollinger weiter. Damit verkomme die EU zunehmend zu einem Projekt der Eliten, obwohl sie ursprünglich ein Projekt der Völker sein sollte. Die AfD warnt seit Jahren davor, den Bogen der europäischen Integration zu überspannen. Die EU sollte ein Staatenbund bleiben, der primär in wirtschaftlichen und umweltpolitischen Fragen zusammenarbeitet.

„Wer jedoch den europäischen Bundesstaat gegen den Willen der europäischen Bürger forciert, versündigt sich am europäischen Gedanken. Europa ist in Demokratie, Freiheit und Vielfalt geeint, nicht in Bevormundung und Einfalt!“, so der AfD-Politiker abschließend. (BS)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.