AfD-Wahlkampfauftakt im Münchner: „Wir halten, was die CSU verspricht“

Intelligent platzierte Plakate von AfD-Chef Bystron sorgen bei den Anhängern für Begeisterung.
Intelligent platzierte Plakate von AfD-Chef Bystron sorgen bei den Anhängern für Begeisterung.

Mit einem Volltreffer eröffnete der AfD-Landeschef Bystron den Wahlkampf in München. Während die CSU die Plakate mit dem Thema „Sicherheit“ allerorten aufbot, ließ Bystron jeweils daneben Plakate mit dem Slogan aufstellen: „Wir halten, was die CSU verspricht“. Die Aktion kommt bei den Bürgern offensichtlich gut an. Erste Reaktionen auf Facebook lauten: „Saustarkes  Wahlplakat! Trifft den Nagel auf den Kopf“ oder „Klasse Plakate!!!“. Ein User fragt sogar: „Kann man beim Aufstellen helfen?“ Während sich Freiwillige bei der AfD sogar über Facebook melden, um im Wahlkampf zu helfen, kämpft die CSU mit Frust der eigenen Mitglieder.

AfD-Chef Bystron: „Wir helfen der CSU gerne beim Plakate-Aufstellen.“

Das nahm Bystron mit einer Prise Humor auf. Mit Blick auf die prekäre Lage der CSU bietet der AfD-Chef der Partei Unterstützung an: „Wir hören allerorten,  dass die CSU-Basis  keinen Wahlkampf für eine vierte Kanzlerschaft Angela Merkels führen will. Unsere hochmotivierten Wahlkämpfer helfen gerne aus und bringen neben den AfD-Plakaten auch ein paar CSU-Aufsteller an. Diese sind inhaltlich ohnehin größtenteils von der AfD abgekupfert. Dadurch  sind sie die perfekte Ergänzung zu unserer Kampagne. Wir halten nämlich, was die CSU nur verspricht.“

 CSU Mitglieder wollen kein Wahlkampf für Merkel machen

In der Tat hat die CSU große Probleme, die eigenen Mitglieder zum Wahlkampf zu motivieren. Nachdem Horst Seehofer monatelang Merkel kritisiert hatte, knickte er schließlich ein und unterstützt nun die Kanzlerin. Die Partei-Basis folgt diesem Schlingerkurs jedoch nicht.

Das Abkupfern der AfD-Programmatik durch die CSU ist seit Monaten ein Thema. Bystron bedankte sich wiederholt bei öffentlichen Veranstaltungen bei Horst Seehofer dafür, dass dieser die Inhalte der AfD in die Öffentlichkeit trage. Der Bundestagskandidat und Landeschef der AfD in Bayern bezeichnete Seehofer daher immer wieder als seinen „Pressesprecher“.

 

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