Humboldt-Uni: Knesset-Abgeordnete wird von Israelhassern niedergebrüllt

Foto: Heike Zappe 10.9.2006
Humboldt-Universität zu Berlin (Bild: Heike Zappe | Referat Öffentlichkeitsarbeit; CC BY-SA 3.0)

Die von 171 palästinensischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) getragene, israelfeindliche Initiative BDS (»Boykott, Disvestment, Sanctions«) kämpft seit 2005 für weitreichende Sanktionen gegen den Staat Israel auf wirtschaftlicher, kultureller und politischer Ebene und kann auf breite Unterstützer an vielen US-amerikanischen Universitäten und anderen westlichen Ländern zurückgreifen. Wie effektiv die weit verzweigten Israelhasser auch in Deutschland agieren, zeigte sich einmal bei einer Debatte der Deutsch-Israelischen Gesellschaft an der von linkspolitischen Aktivisten okkupierten Humboldt-Uni zu Berlin.

Am Dienstag trat die Knesset-Abgeordnete Aliza Lavie, sowie Deborah Weinstein, eine 82-jährigen Holocaust-Überlebenden bei einer Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) an der Humboldt-Uni zu Berlin auf. Israelfeindliche BDS-Aktivisten schrien den beiden Dame kurz nach Begin der Veranstaltung Parolen wie „Das Blut des Gazastreifens klebt an euren Händen“ oder „Kindermörder“ entgegen.

Offener Antisemitismus

Den rund 60 Zuhören wurde durch einen Mann, der anhaltend und laut brüllte, so dass die israelische Abgeordnete nicht sprechen konnte, in bester linksextremistischer Manier eine weitere Teilnahme an der Veranstaltung unmöglich gemacht. Ein Angebot zur Debatte lehnte der Israelhasser ab. Schlussendlich sei er aus dem Saal entfernt worden um anschließend sofort von zwei weitern BDS-Aktivisten vertreten zu werden, die sich in der gleichen Weise gebärdeten.

Wie auch in der Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa“, die die öffentlich-rechtlichen Sender WDR und ARTE versuchten, nicht zu Ausstrahlung zu bringen (JouWatch berichtete), aufgezeigt, kämpft die von 171 palästinensischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) getragene Initiative BDS (»Boykott, Disvestment, Sanctions« , zu deutsch: Boykott, Desinvestition und Sanktione), seit 2005 für weitreichende Sanktionen gegen den Staat Israel auf wirtschaftlicher, kultureller und politischer Ebene und kann auf breite Unterstützer an vielen US-amerikanischen Universitäten und anderen westlichen Ländern zurückgreifen.

BDS gibt an, sich gegen die israelische Besiedelung zu richten und zielt darauf ab, Produkte aus jenen Gebieten zu boykottieren, die sie als »illegale israelische Siedlungen im Westjordanland«  bezeichnen. Real indes haben die vielschichtigen Gruppierungen, die im Namen von BDS agieren, sich von »Siedlungsgegnern« zu offen antisemitischen Organisationen gewandelt. Sie beschuldigen Israel, ein illegitimer Apartheidstaat ohne Existenzrecht zu sein und rufen zu umfassenden Sanktionen im Stil von Südafrika auf, mit dem Ziel, dass Land in den Zusammenbruch zu führen.

In Zeiten von Heiko Maas eine Petitesse

An Dutzenden US-amerikanischen Universitäten,  in Europa und Südafrika organisieren BDS-Gruppen »Israel-Apartheid-Wochen« und sind nach Einschätzung von israelischen Beobachtern unter dem Deckmantel der Siedlungsbegrenzung zu Brutstätten für Antisemitismus geworden. So berichten jüdische Studenten an diesen Universitäten über massive Feindseligkeit und Einschüchterungen.

An der linkspolitisch okkupieren Berliner Humboldt-Universität verhindern antisemitische BDS-Schreihälse Veranstaltung, was jedoch in Zeiten eines Heiko Maas und seinem breit angelegten Kampf gegen die einstige Meinungsfreiheit wohl in diesem Land mittlerweile als Petitesse abgetan werden wird. (BS)

Video von der BDS-Verhinderungsaktion:

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.