Die Öffentlich-Rechtlichen: Vorgeführt und scharfgestellt

(Bild: Screenshot YouTube)
Vorgeführt und klargestellt: WDR-Fernsehchef Jörg Schönborn und Michael Wolffsohn bei "Maischberger" (Bild: Screenshot YouTube)

Erst als es wirklich nicht mehr anders ging, ließ sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk dazu herab und strahlte die für Arte und WDR produzierte und dann in der GEZ-bezahlten Schublade beerdigte Dokumentation über Judenhass in Europa aus. Für den Zwangsgebührenzahler gab es am Mittwoch zuerst die öffentlich-rechtlich betreute Version zu sehen um sich dann mit diesem Konzept bei der Neigungsmoderatorin Maischberger bis auf die Knochen zu blamieren. Klarer wie nie zuvor wurde indes: Der Antisemitismus in Europa und Deutschland ist moslemisch und links.

Die Entscheidung der öffentlich-rechtlichen Sender WDR und Arte, die in Auftrag gegebene Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa“ nicht zu nachtschlafender Zeit einfach gesendet zu haben, sondern ein halbes Jahr in der gebührenfinanzierten Schublade zu versenken, dürfte Jörg Schönenborn, jener WDR-Fernsehdirektor, der die GEZ als Demokratieabgabe bezeichnete, schon längst bedauert haben.

Manche nennen es auch Zensur

Spätestens jedoch, als publik wurde, dass die nicht genehme Doku ungesendet bleiben soll und die Bild-Zeitung in Revoluzzermanier den Film für 24 Stunden online stellte, war klar, dass hier gewaltig Mist gebaut wurde und für ein nun riesiges Publikum offensichtlich wurde, dass der massiv zugenommene europäische Antisemitismus maßgeblich aus linker und moslemischer Ecke  betrieben wird. Finanziert und unterstützt durch ein Heer von kirchlichen und „zivilgesellschaftlichen“ NGOs, sowie traumhaften finanziellen Zuwendungen durch die Bundesregierung und der EU.

Der staatlich betreute Zwangsgebührenzahler bekam dann am Mittwoch – eingebettet in die Quasselrunde des öffentlich-rechtliche Formats „Maischberger“ – die „öffentlich kontrovers diskutierte“ Dokumentation – natürlich erst nach „sorgfältiger Prüfung und Nachbearbeitung“ durch die  staatlichen Meinungsgeber – zu sehen.

In der darauffolgenden Maischberger Runde geladen: Michael Wolffsohn, deutsch – israelischer Historiker und Publizist. WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn. Der Berliner Extremismusexperte, Berater und Filmautor Ahmad Mansour, die „Nahostexpertin“ und Journalistin Gemma Pörzgen, das ehemalige Mitglied der „Zentralrat der Juden in Deutschland“ Rolf Verleger, sowie der ehemalige CDU-Bundesminister Norbert Blüm.

Aus Selbstschutz hätte das ARD lieber darauf verzichtet

Den Anfang vom Ende der öffentlich-rechtlichen Gerade-Rück-Sendung zementierte ausgerechnet WDR-Chef Jörg Schönborn, der sich in unvergleichlicher Weise gleich zu Beginn von dem Historiker Michael Wolffsohn bis auf die Knochen blamieren ließ. Mehrfach benannte Wolffsohn die Rechtfertigungsversuche von Schönborn zwar nicht als Lüge – er entgegnete aber auf die dünne Argumentation, dass er „das gänzlich anders gehört“ habe. Ebenfalls zeigte der Historiker und ehemalige Professor für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr München auf, dass Schönborn und Konsorten es bei eigenen, eklatanten Falschdarstellungen– wie bei der nun, nicht wie gewünscht und bestellten Doku – nie mit Richtigstellungen und Kommentierungen um sich geworfen hätten.

Kurzum – die nachfolgende Diskussionsrunde – zusammengestellt aus verkappten „Israelkritikern“ wie Ex-CDU-Bundesminister Norbert Blüm – manch einer nannte ihn in der Vergangenheit einen handfesten Antisemiten – einer bemühten ARD-„Nahost-Expertin“, die vehement darauf bestand, nicht in ihrer Eigenschaft als Mitglied von „Reporter ohne Grenzen“ teilzunehmen und dem wirr argumentierenden Ex-Mitglied des Zentralrats der Juden, Rolf Verleger, der wegen seiner notorischen Israel-Kritik aus dem Verein flog, hätte sich das öffentlich-rechtliche Pay-TV – aus reinem Selbstschutz heraus – einfach sparen können.

Wobei durchaus nicht zu missen: die gekonnte Argumentation des eloquenten Michael Wolffsohn, sowie die wohltuend offenen und schonungslosen Worte des israelisch-arabische Psychologe Ahmad Mansour, der den islamischen Antisemitismus als immanentes Moment des Islam bezeichnete.

Der Antisemitismus in Europa und Deutschland ist links und moslemisch

Egal, wie händeringend versucht wurde, in gut eineinhalb Stunden ein vermeintlich ausgewogenes, von öffentlich-rechtlicher Seite inszeniertes Bild zu präsentieren – es misslang grandios. Selten wurde klarer und medienwirksamer dargestellt, wer die tatsächlichen Judenhasser sind und aus welcher Ecke der Antisemitismus ebenso massiv wie finanzstark betrieben wird: Der Antisemitismus in Europa und Deutschland ist links und er ist moslemisch. (BS)

Maischberger – Sendung vom 21.06.2017 „Auserwählt und ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa“:

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