Der irre Tanz um Teilhabe und Toleranz

Symbolfoto: ESB Professional/ Shutterstock
Weiß es jemand? (Bild: Symbolfoto: ESB Professional/ Shutterstock)

Berlin – Am Herder-Gymnasium im Berliner Stadtteil Westend zeigt der irre Tanz um  „Teilhabe, Toleranz und Inklusion“ einen seiner Auswüchse. Rund 20 Eltern konnten sich gegen den Terror eines einzelnen Schülers nur noch dadurch retten, dass sie der Schulleitung mitteilten, ihre Kinder werden am Unterricht nicht mehr teilnehmen, solange die massiven Übergriffe eines einzelnen verhaltensauffälligen Schülers nicht beendet sind. Trotzdem hält Berlins SPD-Bildungssenatorin Sandra Scheers (SPD) bedingungslos am Inklusionsfahrplan fest.

Bereits seit Monaten gibt es laut dem Tagesspiegel Beschwerden über Gewalt am Berliner Herder-Gymnasium. Mehrfach sei es zu sexuellen Übergriffen durch einen extrem gewalttätigen elfjährigen Schüler – mutmaßlich mit Migrationshintergrund – gekommen, der beispielsweise Mädchen zwischen die Beine gegriffen habe und drohte, dass immer wieder zu tun. In einem anderen Fall soll er einen Mitschüler ins Gesicht geschlagen haben, so dass dessen Brille zerbrochen sei. Die Schulleitung unternahm scheinbar nichts, um die Mehrheit der Schüler vor einem verhaltensauffälligen Kind zu schützen.

Image der Schule hat Vorrang

20 Eltern wollten dem Treiben, das auch an anderen Schulen im Namen der „Toleranz, Teilhabe und  Inklusion“ auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird, scheinbar nicht mehr länger zusehen und überreichten der Schulleitung des Gymnasiums am Freitag einen Brief. Darin hieß es: „Wir haben uns entschlossen, unsere Kinder nicht mehr in Ihre Schule zu schicken. Wir sehen uns zu dieser Maßnahme gezwungen, um dadurch weiteren Schaden an unseren Kindern zu verhindern.“ Zum Unterricht erschienen dann nur fünf von 28 Schülern.

Die Schulleitung wie die Gesamtelternvertretung (GEV) kam auch in diesem Fall erst wegen der extremen medialen Aufmerksamkeit ins Laufen und  stellte sich – ebenfalls wie immer wieder geschehen – nicht hinter die betroffenen Eltern, sondern sah sich von den erhobenen Vorwürfen zu Unrecht ins Rampenlicht gestellt. „Wir bedauern zutiefst, dass aufgrund einer einzigen populistischen Ausnahme innerhalb unserer Elternschaft für unsere Schule ein solch schwerer Schaden entstanden ist“, so die SZ. Sprecher des GEV-Vorstandes gaben gegenüber der Zeitung an, dass alles auf der Schilderung einer einzigen Quelle beruhe und zudem über den Elternverteiler gegen den Schüler gehetzt worden sei. Im Kommentarbereich von Focus wird mehrfach davon ausgegangen, dass es sich bei dem übergriffigen, durch Gewaltanwendung auffälligen Elfjährigen um einen Schüler mit Migrationshintergrund handelt.

Staatliches Bildungssystem: Alle werden befragt- außer die betroffenen Eltern

Die Bildungsverwaltung unter SPD-Bildungssenatorin Sandra Scheers (SPD) wies am Montag „unabhängig vom konkreten Fall“ darauf hin, dass das Thema Inklusion in der Schule gute Bedingungen für gleichberechtigte Teilhabe an Bildung fordere – auch für Schüler, „die durch ihr Verhalten sich selbst, oder andere auch eine gesamte Gruppe am Lernen hindern“. Vor diesem Hintergrund habe Scheeres für diesen Freitag einen Fachtag einberufen.

Dabei sollen alle an Inklusion beteiligten Gruppen – Schulaufsicht, Jugendamtsdirektoren, Unterstützungszentren, Regionale Soziale Dienste, Schulleitungen und  Lehrkräfte zusammenkommen. Allein die Eltern, deren Kinder die von Politikern ersonnene Inklusions- und Intergrationsarbeit unter Einsatz ihrer Gesundheit und unter Verzicht auf fundierter Schulbildung leisten müssen, fehlen in der Aufzählung der SPD-Bildungssenatorin. (BS)

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