Libysche Küstenwache greift ein – Spannungen auf dem Mittelmeer

Foto: Brainbitch/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/
Die "Ware" der NGO-Sklavenhändler Foto: Brainbitch/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

Am vergangenen Wochenende sind wieder fast 1000 Migranten im Mittelmeer “gerettet” worden, doch diesmal nicht von den “Hilfsschiffen” der NGOs, sondern von der libyschen Küstenwache. Und die brachte die 906 Migranten umgehend zurück nach Libyen.

Am Wochenende zuvor war es zwischen der Libyschen Küstenwache und den NGOs zu schweren Spannungen im Mittelmeer gekommen.

Einheiten der Küstenwache forderten die Schiffe der NGOs „mit Nachdruck“ auf, sich von den territorialen Gewässern des Staates Libyen fernzuhalten und nicht in der Nähe davon auf die Flüchtlingsboote zu warten, berichtet Südtirol News.

In einer Pressekonferenz, beschuldigte die libysche Marine die Schiffe der Nichtregierungsorganisationen offen, mit ihrem Verhalten die Schlepperei zu fördern und zu unterstützen.

Admiral Ayob Amr Ghasem hatte erklärt, dass eine halbe Stunde vor dem Auffinden der Flüchtlingsboote durch die libysche Küstenwache „Wireless-Anrufe“ zwischen den Schiffen der NGOs aufgefangen wurden. Darin behaupteten die NGOs, die illegalen Migranten in der Nähe der libyschen Territorialgewässer aus dem Meer retten zu wollen. Laut den libyschen Behörden sah es so aus, als ob die Schiffe auf die sogenannten Flüchtlinge warten würden, um sie aufzunehmen. In der Folge nahmen die Einheiten der libyschen Küstenwache laut Admiral Ghasem mit den Schiffen der NGOs Kontakt auf und forderten sie auf, die libyschen Territorialgewässer umgehend zu verlassen.

Die Libyer bekräftigten damit die Kritik gegenüber den NGOs, die in den vergangenen Monaten bereits von Frontex, dem italienischen Parlament und der Staatsanwaltschaft von Catania geäußert worden war.

„Das Verhalten dieser NGOs erhöht die Anzahl der Flüchtlingsboote und die Unverschämtheit der Schlepper“, so der Sprecher der libyschen Marine weiter.

Auch diese 570 Flüchtlinge, die sich auf den Schlepperbooten befanden, wurden von der Küstenwache zurück nach Libyen gebracht. (MS)

 

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.