Correctiv: Ausbeuter türkischer Exilmedien?

"Retter der türkischen Demokratie" (Angela Merkel) Foto: Pixabay

Beim türkischen Exilmedium „Özgürüz“ (auf Deutsch: „Wir sind frei“) brennt die Hütte, wie der Tagesspiegel berichtet. Der Autor Hayko Bagdat, der „Özgürüz“ bisher zusammen mit Can Dündar geleitet hat, verläßt das Online-Medium unter Hinterlassung einer wüsten Tirade gegen David Schraven, den Geschäftsführer des gemeinnützigen Recherchezentrums „Correctiv“.

Die Gemeinnützigkeit von „Correctiv“ wurde zuletzt einer breiten Öffentlichkeit bekannt, als herauskam, daß die passionierten Linksschreiber im Auftrage von Bundesjustizminister Heiko Maas soziale Netzwerke wie Facebook nach „Fake-News“ durchsuchen, um die entsprechenden Verfasser dieser „Fake-News“ einer zensorischen „Sonderbehandlung“ durch Annetta „Stasimaus“ Kahane von der SPD-nahen Amadeu-Antonio-Stiftung zuzuführen, die dann wiederum ihre getreue Frau Kirschsieper anweist, löschend und sperrend tätig zu werden. Eva Maria Kirschsieper war, bevor sie bei Facebook als Kontrolletta anheuerte, Assistentin einer SPD-Europaparlamentarierin. Da kommt also eine überaus gemeinnützige linke Befehlskette zusammen.

David Schraven, der Obercorrectivist, sieht sich nun also schweren Vorwürfen durch Hayko Bagdat, den kurdisch-türkischen Exiljournalisten ausgesetzt. Worum geht es? Um nichts Geringeres als den Vorwurf der Ausbeutung. Daß „Ausbeutung“ einer der schlimmsten Vorwürfe ist, die man einem Linksdrehenden machen kann, versteht sich von selbst.

„Özgürüz“ ist ein türkisches Exilmedium, über welches etwa eine Million Türken in der Türkei die Informationen beziehen, die ihnen wegen der Zensurgesetze Erdogans in der Türkei selbst vorenthalten werden. Unterstützt wird diese Online-Zeitung eben von David Schravens Correctiv. Hayko Bagdat schimpft, dass die Mitarbeiter von „Özgürüz“ vom deutschen Arbeitgeber nicht krankenversichert würden, dass die Bezahlung zu lange brauche und dass 30 Prozent deutsche Steuern einbehalten würden, wovon sie nichts gewusst hätten.

Schraven bedient sich bei seiner Erwiderung auf Hayko Bagdats Schimpftirade typisch linker Rhetorik. Er sei „total verletzt und traurig“ über die Vorwürfe, die er auf den Kulturschock, die Arbeitsbelastung und den psychologischen Druck zurückführe, unter dem die Emigranten stehen. Seit Monaten sei er darum bemüht, den Emigranten das deutsche Steuer- und Sozialsystem begreiflich zu machen. „Correctiv“ könne die türkischen Exiljournalisten nicht krankenversichern, weil sie aufgrund ihres Aufenthaltsstatus nicht fest angestellt werden dürfen. Sie müssten sich daher als Freiberufler versichern. Wovon sie allerdings die horrenden Prämien für eine private Krankenversicherung abdrücken sollen, wenn sie lausig und verspätet bezahlt werden, sagte der Obercorrectivist Schraven nicht.

Bagdat wechselt nun zu einem anderen türkischen Exilmedium, der türkischen Online-Zeitung „Arti Gercek“, die in Köln entsteht. Bleiben wird bei „Özgürüz“ aber Can Dündar, der frühere Chefredakteur der türkischen Oppositionszeitung „Cumhuriyet“. Dündar ist von Erdogan zum Landesverräter erklärt worden. Ihm droht bei einer Einreise in die Türkei die sofortige Verhaftung. (ME)

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