Bleierne Zeit

Archi W. Bechlenberg (Facebook Profilfoto)

Bei Facebook gefunden …

Liebe Freunde, ich brauche eine Auszeit; für wie lange weiß ich noch nicht. Gut möglich, dass es für immer sein wird.

Von Archi W. Bechlenberg

Ich kann sie nicht mehr sehen, die Maas und Merkels und Mazyeks, die Schulz und Stegners, die Kippings und Kaddors und Kässmanns und Kahanes und Korrektivs, die Doofreiters und Dödel-Eckardts, die Moelkis und Marxe und alle nicht Genannten, die dem Untergang einer ganzen Kultur zuarbeiten. Meine Verachtung für diese Leute ist inzwischen unendlich.

Ich ertrage auch die denen zuarbeitenden Gutmenschen nicht mehr, deren grenzenlos geisttötendes Gedankengerinnsel dazu beiträgt, das alles um uns herum in naher Zukunft Barbaren in die Griffel fallen wird. Dem anstehenden äußeren Exil lasse ich nun das innere vorhergehen. Wir sind verloren, da können wir noch so laut im Märchenwald pfeifen, wie wir wollen.

Ich verdanke der Gnade der frühen Geburt, dass ich das alles nicht mehr in der Erbarmungslosigkeit ertragen muss, mit der die, welche ein paar Jahrzehnte jünger sind, es noch erleben werden. Und erst recht deren Kinder.

Ich melde mich (noch) nicht hier ab, auch wenn es mir im Innersten widerstrebt, einer derart verkommenen Netzwerkorganisation wie FB anzugehören, in der Meinungsfreiheit nur noch für die gilt, die sich zu unterwerfen bereit sind. Aber ich möchte nicht ganz die vielen Kontakte aus den Augen verlieren, die mir hier lieb und teuer geworden sind.

Ich werde weiterhin versuchen, für die Achse mein sonntägliches Antidepressivum zu schreiben. Das wird zunehmend schwieriger, aber ich tue mein Bestes.

Ihr müsst das nicht kommentieren.

Auch haben mich die vermehrt auftretenden, offenen Konflikte zwischen Leuten, die im Kampf gegen die von oben geförderte Islamisierung und den Abbau von Meinungsfreiheit eigentlich auf der gleichen Seite stehen, zunehmend enerviert. Dass diese Konflikte angesichts der oppositionellen Heteregonität inhaltlich unvermeidlich sind, ist die eine Sache; hier nehme ich mich selber keineswegs aus, denn viele Weltbilder von
„Mitstreitern“, insbesondere erzkonservativen Christen und offen rechtsradikalen Deutschtümlern, sind mir nicht weniger fremd als das Denken und Tun von Merkel, Maas und Genossen.

Dass aber persönliche Animositäten bis hin zu offenen Feindschaften und Hass immer wieder – nach meinem Eindruck zunehmend – Diskussionen bei Facebook und ähnlichen
Netzwerken dominieren, empfinde ich nur noch als zermürbend. Liked man
den oder die, und mit wem verdirbt man es sich dann? Wie reagiert man
auf offensichtliche Psychopathen, von denen es etliche gibt, meist auch
noch mit ebenso vielen Fakeprofilen, wie ein Marokkaner syrische Pässe
besitzt? Wie soll man noch inhaltlich diskutieren können, wenn ein Thema
über wenige Beiträge in persönliche Angriffe abgleitet, weil jemand
etwas für oder gegen eine andere Person geäußert hat? Nein, ich bin das
Leid, Leid, Leid.

Archi W. Bechlenberg ist Kolumnist bei der „Achse des Guten“ (achgut). Der Buchautor, Maler, Journalist, Grafiker und Privatier spricht mir mit diesem Beitrag aus der Seele. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors. (ME)

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