Judenhass – Kein Problem für linke Medien?

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Von Linken und Moslems in Deutschland wieder verfolgt: Die Juden (Foto: Durch david156/Shutterstock)

„Ungefähr 24 Stunden dauerte die Verdattertheit des medialen Milieus über die Piratenausstrahlung der doch fast schon erfolgreich verhinderten Antisemitismusdokumentation durch Bild„, notiert Alexander Wendt auf seiner Facebook-Seite. „Aber jetzt rollt die Gegenaktion: Der Film sei ‚propagandistisch und manipulativ‘, lässt Zeit Online wissen – mit anderen Worten, er ist also das glatte Gegenteil praktisch jeder öffentlich-rechtlichen Berichterstattung über Israel. Die Online-Aussendung des Films, findet auch Spiegel online, das Judenreferat unter den Onlineplattformen, sei ‚kein Verdienst‘.“

Von Michael Klonovsky

Die Nichtausstrahlung des Dokumentarfilms „Auserwählt und ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa“ auf Arte – Henryk Broder hat die Argumente des Senders hier entzückend untersucht – ist nur ein Beispiel bzw. Indiz für einen mählich einsetzenden Trend. Dass ein jüdischer Teenager eine Berliner Schule verlässt, weil er das Gemobbtwerden durch seine moslemischen Mitschüler nicht mehr erträgt, und die Sache ohne Widerhaken durch die Medien flutscht, ein anderes. Die Masseneinwanderung verschiebt allmählich das Gefüge in diesem Land. Wie Eisenspäne in einem sich verändernden Magnetfeld orientieren sich die Wortführer neu. Einstige Hätschelkollektive des Zeitgeistes verlieren zwischen den Kondensatorplatten der neuen Kultursensibilität – zwischen Einknicken und Feigheit – ihren Schutzstatus.

Noch vor einem Lidschlag des Weltgeistes galten Gewalt gegen Frauen und sexuelle Belästigung von Frauen im Lande der Brüderles und Kachelmanns als Sakrilegien sondergleichen. Gelten sie zuweilen heute noch, etwa wenn die Täter Bundeswehrangehörige sind; dann dürfen ihre Delikte sogar erfunden und phantasievoll pornografisch ausgeschmückt werden. Nicht aber in den Arealen der Nafris, Araber und anderer frisch importierter Hätschelgruppen: Dort sind sexistische Bekleidungsvorschriften ebenso legitim wie Ehen mit Minderjährigen, und wenn eingeborenen Mädels belästigt, vergewaltigt, gegangbangt oder über die Wupper geschafft werden, üben sich sowohl das Feminat als auch die journalistischen Lautsprecher in weiser Zurückhaltung, wegen „Kein Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten“ und so. Vergleichbares (also schon oft Gang, aber ohne zumindest diesen Bang) erleben zunehmend oft Schwule. Und nun eben Juden. Nicht dass man den inzwischen greisen Horst Mahler nicht nochmals einsperren würde, nicht dass man keine Antisemitismusvorwürfe gegen Eingeborene erhöbe, oft sogar ohne Grund, aber sobald der importierte, handfeste, auch für den Ankläger gefährliche, in anderen europäischen Ländern längst blutige Judenhass sich zeigt, erlischt die Aufmerksamkeit, sinkt die Hysteriebereitschaft gen Null. Kein Grund, Skandal! zu rufen.

Zugleich gibt es eine crescendierende Bereitschaft unter Öffentlichkeitsarbeitern und Leitmedienjournalisten, genuin Moslemisches als etwas Vorbildhaftes, Zukunftsweisendes, Beglückendes zu verkaufen. Die moslemische Verhüllung gilt in besonders progressiven Kreisen inzwischen als ein Freiheitssymbol. „Der Hidschab ist in der Ära Trump ein Zeichen des Widerstandes und des Feminismus“, las man vor kurzem bei USA today (hier). Ja was denn sonst! Der Hidschab bringt üblicherweise das sogenannte Mahram-Verhältnis zum Ausdruck, das heißt, die Frau darf sich nur ihren engen Verwandten – das sind all jene, die sie nicht heiraten darf – ohne den Hidschab zeigen (und nur dem Ehemann völlig entblättert), ein Nicht-Mahram-Verwandter indes darf, wie jeder Fremde, einzig das Gesicht und die Hände der Frau sehen. Das gilt auch für Trump. Und das ist feministischer Widerstand gegen einen Sexisten.

Bei der ARD-Kampagne „Woran glaubst du?“ war es selbstverständlich eine Kopftuch tragende Moslemin, die „an Gleichberechtigung“ glaubt, an Allah natürlich auch, denn wie anders als mit einer nur Frauen vorbehaltenen Bekleidung, die in den meisten muslimischen Ländern Vorschrift ist und säuberlich die Geschlechter trennt, sollte man in Mitteleuropa Gleichberechtigung zum Ausdruck bringen? Über das solidarische Kopftuchtragen als ein Zeichen gegen die „Islamophobie“ und gegen „rechts“, das Österreichs Gauck, Alexander Van der Bellen, seinen Landsfrauen empfahl, führt ein pfeilgerader Weg in eine nahe Zukunft, wo uns linksliberale Medien das Kopftuch als ein Zeichen von weiblicher und kultureller Selbstbestimmung, von individueller Freiheit, von symbolischem Widerstand gegen amerikanische Ausbeutung, israelische Besatzungspolitik und den europäischen Rechtspopulismus andienen werden. Man wird in wunder wie aufgeklärten Zeitungen lesen, dass es der Respekt gebiete, in mehrheitlich von Moslems bewohnten Gegenden ein Kopftuch aufzusetzen. Die Zeit wird den Selbsterfahrungsbericht einer Redakteurin drucken, die sich schnell mit dem Tuch angefreundet hat, auch wenn alte verkniffene Eingeborene sie beleidigten oder mindestens giftig anstarrten; die Welt wird einen Erfahrungsbericht dagegensetzen, der vergleichbar positiv ausfällt: Mit dem Tuch fühle man sich einfach integrierter und sicherer, einmal sei die Kollegin sogar gegen unerwünschte Anmache verteidigt worden. Und dann ist es bis zum Glaubensbekenntnis doch nur noch ein kleiner Schritt…

Wandere aus, solange es noch geht!
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