Schüsse in München – „Südländer“ involviert?

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Überall im Einsatz (Foto: fotolia/benekamp)

Der Münchener Merkur berichtet über neue Details von der Schießerei am Münchner S-Bahnhof Unterföhring, bei der eine Polizistin durch einen Kopfschuss lebensgefährlich und drei Passanten schwer verletzt wurden. Sie beruft sich dabei auf einen Augenzeugen.

Demnach habe der Theologe, ­Geschäftsführer des Landeskomitees der Katholiken Karl Eder (54) in der S-Bahn Richtung München neben einem südländisch aussehenden Mann gesessen, der plötzlich aufsprang, durch die Abteile lief und gezielt auf einen Fahrgast einprügelte.

Fahrgäste hätten die beiden getrennt, das Opfer blutete heftig aus Mund und Nase.

„Haben Sie irgendwelche Probleme, Sie können den Mann doch nicht zusammenschlagen?“, fragt Eder ihn auf Englisch, so der Merkur. Der andere habe ihn bereits am Flughafen bedroht und habe ein Messer, antwortet der Angreifer in gebrochenem Deutsch. Er selber habe Angst gehabt…

Einige Fahrgäste kümmern sich um den Verletzten, andere, darunter Eder, versuchen den „Südländer“ bis zum Eintreffen der Polizei in Schach zu halten. Beide hätten sehr gewalttätig gewirkt und er habe noch gedacht, „Wir müssen sehen, dass die beiden getrennt bleiben“, so Eder. Zu diesem Zeitpunkt schien die Situation unter Kontrolle zu sein.

Am Bahnhof steigen Täter und Opfer aus – streng abgeschirmt von den Fahrgästen. Nach einer „gefühlten Ewigkeit“ kommen erst die Sanitäter, dann zwei „sehr junge Polizisten“. Auf Eder hätten sie angespannt und nervös gewirkt. „Lassen Sie die Waffe sitzen, wir haben das im Griff“, sagt er noch zu dem Polizisten. Die S-Bahn darf weiterfahren und Karl Eder steigt wieder ein. Er sieht noch, wie die beiden Beamten mit dem dunkelhäutigen Mann und zwei Zeugen in den Lift einsteigen. Kurze Zeit später fallen die Schüsse. (MS)

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