Deutschland und der Westen: Weiterhin Milliarden für die Taliban!

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Ein Faß ohne Boden - militärisch wie finanziell: Afghanistan (Foto: Durch Nate Derrick/Shutterstock)

Afghanistan ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein Fass ohne Boden. Geschätzte 500 Milliarden Dollar pumpte der Westen in das Talibanland, mit mäßigem Erfolg. Noch immer lebt rund ein Drittel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, zwei Drittel können weder lesen noch schreiben. Die Korruption blüht genauso wie die Opiumfelder, die die Taliban mit einem nie enden wollenen Geldstrom versorgen. Und als wenn das alles nicht genug wäre, lässt Merkel den Rubel bzw. Euro noch mal so richtig rollen: Im Februar vereinbarte sie mit der Kabuler Regierung ein Abkommen, bei dem sie nochmal 1,2 Milliarden Euro bis 2020 drauflegt, damit Afghanistan seine eigenen in Deutschland abgelehnten Bürger wiederaufnimmt. Dass die kaum abgeschoben werden und die Bereitschaft zur Rücknahme vielleicht höher wäre, wenn Hilfsgelder gekürzt statt erhöht werden, steht auf einem anderen Blatt.

Von Marilla Slominski

Jetzt war ein BBC Team ganz investigativ im Land am Hindukusch in der von Taliban beherrschten Region Helmand unterwegs und hat Erstaunliches zu Tage gefördert.

Die auch mit Milliarden US-Steuergeldern gestützte Regierung baut mit dem Geld fleißig Schulen und Krankenhäuser, die dann von den Taliban geführt werden. Sie arbeiten im Hintergrund an ihrem Ziel demnächst die Regierung zu stellen.

“Als wir abends mit ihnen um den Tisch saßen fragten sie uns, was glaubt ihr, wo wir in 10 Jahren sind. Wir wussten, was sie meinten. In zehn Jahren wollen sie das Land ganz offiziell regieren“, erzählt ein BBC Reporter. „Sie versuchen in Helmand einen Mini-Staat zu bauen“, so der Journalist.

Laut der amerikanischen Streitkräfte beherrschen Dschihadisten und Taliban mittlerweile 40 Prozent des Landes. Die opiumreiche Provinz Helmand ist nach 16 Jahren Krieg mit den USA und ihren Verbündeten sogar zu 80 Prozent unter Taliban Kontrolle.

60 Prozent der Gewinne des Opiumhandels streichen die Taliban ein, so das amerikanische Militär.

Die USA haben bereits mehr als 117 Milliarden Dollar Steuergelder in den Wiederaufbau des Landes gesteckt. Der größte Teil des Geldes floss in den Aufbau und die Ausbildung der afghanischen Streitkräfte, um mit ihrer Hilfe die Taliban zu bekämpfen.

Seit Präsident Obama den Rückzug der Amerikaner ankündigte, leben die Taliban wieder auf und bereiten sich nun auf die Regierungsübernahme vor und Verteidigungsministerin Ursula van der Leyen geht von einem Einsatz ohne Ende aus: „Selbst im Kosovo ist die Bundeswehr seit fast 20 Jahren stationiert. In Afghanistan müssen wir wahrscheinlich in noch längeren Zeiträumen denken“, sagte von der Leyen den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vor wenigen Tagen.

Der Einsatz war 2001 von der rot-grünen Bundesregierung beschlossen worden und wird seitdem Jahr für Jahr bedenkenlos verlängert.

Man muss also davon ausgehen, dass Deutschland und der Westen Milliarden Euro dafür ausgeben, dass irgendwann die Taliban Afghanistan komplett übernehmen.

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