Der neue Messias

Undurchsichtig und gefährlich: Emmanuel Macron (Foto: Mutualité Française/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)
Seine Partei verlor Sitze (Foto: Mutualité Française/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)

Nach der Präsidentschaftswahl folgte nun, nur fünf Wochen nach dem grandiosen Sieg des „neuen Messias von Paris“ Emmanuel Macron die Parlamentswahl der Franzosen. Auch hier wurde seiner erst seit einem Jahr bestehenden Partei „en marche“ im ersten Wahlgang ein deutlicher Erfolg zuteil. Selbst bei uns in Deutschland bekommt dieser Typ, der ohne echtes Konzept von Null auf Hundert in wenigen Wochen durchgestartet ist, ein riesiges, stets positives Echo in den Qualitätsmedien der Republik. Man könnte fast glauben, er kann übers Wasser laufen. Damit erinnert der neue Superfranzose verblüffend an den amerikanischen ex-Superstar Obama, der ebenfalls aus dem NICHTS kam und schon nach kurzer Zeit verheerende Folgen für die gesamte Welt hatte. Kein anderer Präsident der USA hat bekanntlich so viele Kriege begonnen wie der schwarze „Friedensnobelpreisträger“ aus Washington, dem Angela Merkel immer noch jeden Tag nachzutrauern scheint.

Von Gerhard Breunig

Macron wird uns als jung und dynamisch verkauft. Dabei ist sein Werdegang genau der, den ein typisches Geschöpf der Finanzeliten eben zu gehen hat. An dem Typen ist alles „Elite“. Eliteschule, Eliteuni, ich vermute mal, er war sogar in einem „Elitekindergarten und hatte mit drei schon Superkräfte. Dass seine Frau vom Alter her auch als seine Mutter durchgehen könnte – geschenkt. Dass er dadurch vermutlich keine Kinder haben wird, ist viel interessanter. Viele dieser wählbaren Volksfeinde in Führungspositionen haben keine Kinder – siehe „Mutti“ Merkel. Welch eine Farce. Diese Machtmarionetten haben keine echte Zukunft, für die es sich lohnen würde, wenigstens einmal das Richtige zu tun.

Noch wichtiger ist jedoch, was Macron politisch vertritt. Und da sind wir bereits wieder in den üblichen verkrusteten Strukturen westlicher Politik angelangt. Macron ist lupenreiner Sozialist, auch wenn er sich als „linksliberal“ bezeichnet. Wer noch alle seine Sinne beisammen hat, dem wird schnell auffallen, dass die Begriffe links und liberal genauso wenig zusammenpassen, wie Holzeisenbahn oder ein offenes Geheimnis. Diese Begriffsperversionen nennt man in der Rhetorik ein Oxymoron. In der Politik ist man entweder links, also Sozialist oder Liberal einen sozialistischen Liberalismus gibt es nicht – Liberalismus ist in sich bereits sozial aber niemals sozialistisch (links). Wer diese politischen Welten miteinander zu verwischen versucht, ist immer ein Sozialist, denn Liberalismus im eigentlichen Sinn, verträgt sich nicht mit linken Ideen.

Hier wäre jetzt die Gelegenheit zum kollektiven Aufschrei aller pseudoliberalen in der medial wieder hoch gehypten FDP.

Den Franzosen wird hier schlechter Wein in alten Schläuchen als neu und dynamisch verkauft. Das mediale Macron-Gewitter hat jedoch lediglich eine neue Ratte nach oben gespült. Eine neue Pinocchiomarionette, die den Systemlingen an den Hebeln der Macht, weitere fünf Jahre zur Plünderung nicht nur Frankreichs ermöglicht. Auch den Deutschen wird dieser „Hansdampf“ als eine Art von Übermessias verkauft. Dabei wird auch er nur eines produzieren – „heiße Luft“. Macron wird der schon heute absehbare Vorwand dafür sein, dass Angela Merkel weitere Billionen an hart erarbeiteten Euros aus den Deutschen herauspressen kann, die sie danach in „Europa“ – so nennt man den Verein der nicht mehr ganz so anonymen Alkoholiker in Brüssel ja überall, mit der großen Kelle ohne Sinn und Verstand an Banken und die wuchernde Bürokratie verschwenden wird.

Steigbügelhalter für Merkel wird ausgerechnet die „wieder erstarkte“ FDP, die uns merkwürdigerweise mit dem gleichen alten Personal plötzlich als runderneuert verkauft wird. Während der ex Über-Schulz und die GRÜNEN scheinbar dafür alles tun, bloß nicht mehr von uns gewählt zu werden, taucht die vor kurzem noch als abgehalftert und lächerlich verkaufte FDP plötzlich wie Phönix aus der Asche auf, um als Merkels Steigbügelhalter wieder den gleichen Mist wie eh und je zu fabrizieren. Auch die FDP hat ja bekanntlich ihren „neuen“ alten Messias über dessen Kommentare und Aussagen jeder echte Liberale nur den Kopf schütteln kann.

Warum nur erinnert mich Emmanuel Macron so sehr an Christian Lindner? Ach ja, vermutlich weil man uns beide als jung, dynamisch und liberal verkaufen möchte. Dabei hat meiner Ansicht nach jung und dynamisch in der Politik eine völlig andere Bedeutung. Dazu gehören nämlich zu allererst neue und frische Ideen. Die sind von den „jungen“ Vertretern der „alten“ Schule jedoch eher nicht zu erwarten. Überhaupt ist in der offiziellen Politik der „westlichen Partei-Demokratien“ NICHTS zu erwarten, das eine wirkliche Veränderung bringen könnte. Wo kämen wir denn auch hin, wenn „das Pack“ (Copyright Sigmar Gabriel) Leute wählen könnte, die wirklich das Wohl des Volkes im Blick hätten?

Frankreich hat also gewählt. Zugegeben, etwas kosmetisch nachgeholfen wurde scheinbar schon, bei der „Präsidentenwahl“. Aber wie bei Trumps Wahl in USA war die Gegenkandidatin eben für zu viele „unwählbar“. Und wie das eben so ist, wenn man zwischen Pest und Cholera auswählen muss, man bekommt immer eine schlimme Krankheit. Frankreich hat sich mit der Wahl Macrons allerdings gegen seine Kultur, gegen die Freiheit der Menschen und für den Sozialismus entschieden. Dumm nur, dass die Franzosen diese Suppe, die sie sich mit Emmanuel Macron eingebrockt haben, nicht allein auslöffeln müssen.

Denn über allem schwebt drohend der dunkle Schatten einer Angela Merkel, die mit Unterstützung der FDP vier weitere Jahre Zeit haben wird, Deutschland zugrunde zu richten. Das Land komplett zu zerstören, wird sie wohl nicht schaffen. Aber ich befürchte, sie wird unser schönes Land in seiner sinnvollen Entwicklung um viele Generationen zurückwerfen. Macron ist lediglich eine neue Figur auf dem Schachbrett der Macht. Eine Kreatur der wirklich Mächtigen mit eingebauter Sollbruchstelle. Er ist die personifizierte Verhöhnung aller Franzosen und ein Sargnagel, der auch ins deutsche Fleisch getrieben wird. Was seine wirkliche Aufgabe ist, werden wir wohl bald erfahren. Etwas Gutes erwarte ich nicht von ihm.

Wandere aus, solange es noch geht!
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