Zusammenleben im Ramadan

Symbolfoto: Durch Sorin Vidis/Shutterstock
Deutschland verwandelt sich in einen islamischen Staat,(Symbolfoto: Durch Sorin Vidis/Shutterstock)

Die Highlights eskalierender Streits der letzten 24 Stunden, die man sicher unter den Rubriken „Neuaushandeln des Zusammenlebens „(Özuguz) und freudig erwarteter Umbau der Gesellschaft (Göring-Eckhardt) im Unterpunkt „Anlaufschwierigkeiten und Unsensibilitäten nichtmoslemischer Altbürger und moslemischer Neubürger“ einordnen muss.

Von Katharina Ildiko Szabo

Ein 5-jähriges russisches Kind wird von einem Afghanen in einem Flüchtlingsheim erstochen. Der Afghane hatte sich durch das Kind akkustisch belästigt gefühlt. Es ist schließlich Ramadan.

Ein Afghane schlägt in einem Bus einen Fahrgast mit einem Hammer nieder. Der Fahrgast habe ihn irgendwie zu lange angeschaut, erklärt der Afghane. Und das im Ramadan. Da sei er eben nicht so duldsam.

Ein Syrer ersticht seinen Sozialberater. Dieser habe mit ihm gestritten. Muss das im Ramadan sein?

Es ist zu hoffen, dass diese Vorfälle Eingang in die Statistik der „islamfeindlichen Angriffe“ finden, in welcher bereits 200 Fälle von Angriffen auf Moslems registriert sind. Neben unschönen fb-Posts, Schmierereien und Sachbeschädigungen sind, was besonders erschreckend ist, auch „Beleidigung der islamischen Religion“ enthalten. Natürlich sind Politik und Medien ob dieses Ausmasses an Hass gegen den Islam in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Mehr Beleidigung der Religion war nie. Menschen, die lediglich friedlich ihrer religiösen Pflicht nachkommen wollen und ohne durch schreiende Kindergartenkinder, schauende Busfahrgäste und argumentierende Sozialarbeiter gestört zu werden, ihren Ramadan begehen wollen, derart zu reizen, dass sie zum Messer greifen müssen, ist an islamophober Menschenverachtung wahrlich nicht zu überbieten.

Es gibt noch viel zu tun, um das um sich greifende rechtsradikal-islamfeindliche Gedankengut in den Griff zu bekommen. Denn ist das etwa zu viel verlangt? An Ramadan nicht sprechen, nicht schauen, nicht argumentieren und nicht in der Öffentlichkeit essen und trinken? Und hat uns nicht eben erst unserer Finanzminister Schäuble darauf hingewiesen, dass wir Nichtmoslems, Christen, Atheisten, Hindus, Buddhisten, Juden usw, alle miteinander, uns mal gefälligst eine Scheibe abschneiden sollen, von den Moslems, in Sachen Toleranz und Gastfreundschaft?

Schleunigst.

Wir sollten uns wirklich schämen.

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