Und los geht´s! Negativzinsen für kleine Bankguthaben

(Bild: JouWatch)
Immer wieder im Gespräch: Die Abschaffung des Bargeldes

Immer wieder angekündigt. Nun ist es soweit. Auch Volks- und Raiffeisenbanken erheben Negativzinsen auf Sparguthaben von Privatkunden und zerstören dem Kleinsparer das bisschen angesparte Vermögen. 

Negativ- oder Minuszinsen sind Zinsen, mit denen ein Guthaben belastet wird. Die verheerende Nullzinspolitik der EZB unter der Führung des ehemaligen Goldman Sachs Vizepräsidenten Mario Draghi hat die Zinssätze für Tagesgeldkonten extrem sinken lassen und vernichtet so nebenbei das Guthaben der Sparer im großen Stil.

Die Volksbank Reutlingen sei nun die erste Volksbank in Deutschland gewesen, die solche Negativzinsen auf Sparguthaben ihrer Privatkunden erhoben hat. Mittlerweile gebe es jedoch bundesweit 13 Institute, die Minuszinsen von bestimmten Privatkunden verlangen. Bei allen handelt es sich um genossenschaftliche Volks- und Raiffeisenbanken.

Gerade Kleinsparer trifft es hart

Wie der Focus oder Spiegel berichten, sieht es gerade für den Kleinsparer besonders bitter aus. Wer bescheidene 5.000 Euro zum Beispiel bei der Volksbank Reutlingen auf seinem Girokonto lagern, der kann nach einem Jahr nur noch über 4.840 Euro verfügen. Der Strafzins beläuft sich auf satte 25 Euro, 36 Euro berappt der Volksbankkunde für Kontoführungsgebühren und die Inflation in Höhe von aktuell zwei Prozent frisst ihm 99 Euro seines Guthabens weg.

Neben der Volksbank im schwäbischen Reutlingen erheben laut Fokus, die sich auf eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox beziehen  noch folgende Volks- und Raiffeisenbanken Negativzinsen:

Die Raiffeisenbank Gmund,, sowie die Volksbank Mittelsachsen erheben ab einem Guthaben von 100.000 Euro Negativzinsen. Bei der Volksbank Pinneberg-Elmsbüttel werden Sparer ab 250.000 Euro zur Kasse gebeten, in Donau-Mindel, Ermstal-Alb und bei der Skatbank ab 500.000 Euro. Bei der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln und der Dresdner Volksbank trifft es Tagesgeldkonten mit mindestens einer Million Euro. Die Volksbank Baden-Baden, die Ethibank und die Volksbank Eisenberg, beide aus Thüringen, belegt Großanleger im Einzelfall mit Strafzinsen.

Logische Konsequenz: Das Bargeldverbot

Dass sich der Sparer diesem Irrsinn entziehen will und sein hart erarbeitetes Geld vor der Vernichtung durch Abheben des selben bewahren will, dagegen wird ein weiteres Geschütz aufgefahren: Das kommende Bargeldverbot. Dazu hat die EU-Kommission bereits Anfang diesen Jahres den Startschuss gesetzt.

Sollten die uns Regierenden mit der Umsetzung des Bargeldverbots erfolgreich sein, dann sind wir Bürger endgültig in diesem maroden und irrsinnigen Finanzsystem gefangen. Die unverantwortliche Geldpolitik der EZB mit Negativzinsen führt neben der Geldentwertung jetzt bereits dazu, dass die Bürger  »Verwahr-Entgelt« bezahlt.

Jede Ausgabe ist durch das Bargeldverbot zu hundert Prozent kontrollier- und überwachbar. Im Zusammenspiel mit den Datenmengen, die bereits jetzt über jeden von uns gehalten werden, ist es ohne Bargeld durchaus möglich, dem Bürger anhand seiner Gesundheitsdaten den Erwerb von Genuss- oder Lebensmitteln zu verweigern, die nach Ansicht bestimmter Interessensgruppen für diesen nicht zuträglich sind. Und dies ist nur ein Effekt, den eine bargeldlose Gesellschaft zu erwarten hat.

Das Bargeldverbot wird kommen. Die Frage ist nicht ob, sondern wann, wenn wir es nicht stoppen. (BS)

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