Trump: Die angeschlagenen Tagesthemen haben gerade wieder ausgeteilt

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Immer für eine fette Lüge gut: Die Tagesthemen (Foto: Screenshot/Youtube)

Kürzlich hat eine Studie der Harvard-University festgestellt, dass US-Präsident Donald Trump in keinem Medium der Welt so diffamiert wird wie im deutschen Fernsehen. Gestern lieferten die Tagesthemen mit Ingo Zamperoni wieder eindrucksvoll den Beweis.

Von Collin McMahon

Seit Januar wird das deutsche Staatsfernsehen nicht müde, das Ende von Trumps Präsidentschaft vorauszusagen. Zuletzt verbrachten die Tagesthemen ganz fünf Minuten mit einem Bericht über die Aussage vom gefeuerten FBI-Direktor James Comey, der heute von dem Kongress zu irgendwelchen rätselhaften Anschuldigungen aussagen soll, die so schrecklich sind, dass man sie nie wirklich benennen kann.

Der Gipfel der Vorwürfe des Obama-Mannes Comey, den die Demokraten schon im November feuern wollten? Trump habe ihm gesagt, der Sicherheitsberater Mike Flynn sei doch „ein guter Kerl“ und er hoffe die Ermittlungen „werden bald eingestellt.“(bei 01:49 im Bericht). Ganze drei Minuten brauchen Zamperoni und der Washington-Korrespondent Stefan Niemann um diese schockierende Entgleisung zu besprechen, nur um dann festzustellen, dass keinerlei Aussicht auf ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump bestünde, „noch“ nicht.

Dann wandte Zamperoni sich dem IS-Angriff auf das iranische Parlament zu, bei dem gestern 12 Menschen ums Leben gekommen sind. Der Aufreger in Hamburg war jedoch nicht etwa die absurden Behauptungen der Ayatollahs, die USA und Saudi Arabien steckten mit dem IS hinter dem Angriff. Nein, auch hier ist Trump wieder der Buhmann:

„Der angeschlagene US Präsident Trump hat gerade wieder ausgeteilt, diesmal gegen den Iran. Wer soviel Terrorismus finanziere, im Nahen und Mittleren Osten, der müsse sich nicht wundern, selbst zum Opfer von Terrorangriffen zu werden“, übersetzten die Tagesthemen recht fantasievoll Trumps Statement zum Angriff.

Hier das tatsächliche Statement aus dem Weißen Haus:

Wir trauern um und beten für die unschuldigen Opfer der Terrorattacken im Iran, und für das iranische Volk, das so schwierige Zeiten durchmacht. Wir betonen, dass Staaten, die den Terror unterstützen, riskieren, ihm selber zum Opfer zu fallen.“

Gern geschehen, Herr Zamperoni. Rufen sie uns beim nächsten Mal an, bevor die Menschen ihren Glauben an die Mainstream-Medien ganz verlieren, und es irgendwann nur noch heißt, „Die angeschlagenen Tagesthemen haben gerade wieder ausgeteilt.“

Collin McMahon ist Autor („Lukas und Skotti“) und Übersetzer („Gregs Tagebuch“). Er schreibt gerade an einem Buch über Donald Trump.

 

 

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