Prima Klima: Die Katrin, die Barbara und eine kluge Frau

Max Erdinger Foto: JouWatch

Die kluge Frau zuerst. Es handelt sich um Margaret Thatcher. Zum Thema katastrophale Klimakatastrophe wusste sie Folgendes: „Global Warming provides a marvelous excuse for global socialism.“ (Die globale Klimaerwärmung stellt eine wundervolle Entschuldigung für globalen Sozialismus zur Verfügung.)

Von Max Erdinger

Und nun zu den beiden Anderen. Katrin Göring-Eckardt wurde von Barbara Schmidt-Mattern im Deutschlandfunk interviewt. Die grün-evangelische Katrin wirft der Bundesregierung Versäumnisse bei der Inneren Sicherheit … halt, nein, Versäumnisse bei der Klimaschutzpolitik vor. Boah!

Zitat grüne Katrin: „“Worte reichen nicht, da müssen jetzt Taten folgen“. – Zitatende.

Zu früh gefreut. Das Interview ist damit noch nicht zuende, die grüne Katrin hat auch nichts getan, sondern weitergeredet. Und was für Zeug! Die Barbara hat aber auch saudumm gefragt.

Zitat Fragebarbara: „Frau Göring-Eckardt, lassen Sie uns gleich einsteigen mit dem Donnerschlag, den wir diese Woche in Washington erlebt haben, der weit nachhallt natürlich auch bis nach Berlin. Einen größeren Gefallen hätte Donald Trump Ihnen, den Grünen, wahrscheinlich gar nicht tun können mit seinem Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen, denn mit dem Grünen-Wahlkampf läuft es ja noch nicht so richtig rund.“ – Zitatende.

Ja klar, Barbara, das gefällt den Grünen, wenn der böse, weiße und heterosexuelle Herr Trump aus dem Pariser Primaklimageldverteilungabsichtsvertrag aussteigt. Weil: Die vermaledeite Klimakatastrophe, die katastrophale, ist ja nicht so wichtig, so lange die Grünen was davon haben, daß der böse Donald sie nicht so ernst nimmt. Wenn die Grünen rein theoretisch im Bundestag sitzen, wird der ruchlose Ami den Zaster für die Chinesen und die Inder schon rausrücken. Garantiert.

Zitat grüne Katrin: „Na wünschen tut sich das dennoch natürlich niemand.“ – Zitatende

Typisch grün: Wir tun ein bißchen wünschen machen.

Die grüne Katrin weiter – Zitat: „Was Donald Trump jetzt gemacht hat, ist auszusteigen aus einem Vertrag, den alle Länder dieser Welt verabredet haben; 195 Länder im Jahr 2015, den wir jetzt dringend umsetzen müssen, und man kann zwar aus dem Vertrag aussteigen, aber eben nicht aus der Klimakrise.“ – Zitatende.

Das Ding, aus dem Trump ausgestiegen ist, war überspitzt ausgedrückt ein Vertrag darüber, daß 190 Länder von fünf Ländern Geld bekommen dafür, daß fünf Länder überflüssigerweise das prima Klima schützen und die anderen mit der ganzen Kohle machen dürfen was sie wollen. Und weil der Herr Trump kein dummer Globalsozialist ist, sondern ein mit allen Wassern gewaschener Kapitalist, hat er sich gesagt, daß dieser Vertrag ein blöder Vertrag ist und daß er blöde Verträge nicht braucht. Jetzt müsst ihr halt ohne ihn weiter Klimakrisengeldverteilung spielen. Mit meiner Kohle!

Immer noch die grüne Katrin – Zitat: „Die Natur wird auch nicht warten, bis Donald Trump wieder weg ist und deswegen ist das schon eine gravierende Ansage auf der einen Seite, auf der anderen Seite an uns ein Aufruf, ein Weckruf, tatsächlich mehr zu tun und entschlossener zu handeln.“ – Zitatende.

Mehr zu tun reicht nicht, Katrin, da hast du schon recht. Man muß auch entschlossener handeln. Entschlossen, entschlossener, am entschlossensten. Handeln machen tun.

Jetzt aber die Fragebarbara wieder – Zitat: „Barbara Hendricks, die deutsche Umweltministerin, hat am Freitagmorgen gesagt, der Schulterschluss international würde jetzt größer werden in der Welt. Ist das denn richtig oder setzt eher umgekehrt aus Ihrer Sicht jetzt ein Domino-Effekt ein, dass auch andere Staaten dann aussteigen?“ – Zitatende.

Barbara, es gibt keine größeren Schulterschlüsse, sondern engere. Aber gut ist auf jeden Fall, daß du noch einmal erwähnt hast, welcher Mann deutsche Umweltministerin ist. Nicht, daß so ein armer Klima-Iraner das wieder verwechselt und zuhause gerüffelt wird, weil er der Bundesumweltministerin die Hand geschüttelt hat. Weil der Deutschlandfunk tut ja auch Volksbildung machen, gell? Schön auch, daß du so phantasievoll bist. Wie so ein Domino-Effekt beim Ausstieg aus einem größeren Schulterschluß in der Sichtweise der grünen Katrin aussieht, kann sich ja ein normaler Mensch gar nicht richtig vorstellen. Klasse, daß du mal gefragt hast.

Jetzt die grüne Katrin wieder – Zitat: „Erstens ich sehe, dass sich die Länder der Welt ja nicht umsonst verabredet haben.“ – Zitatende.

Genau das hat der Herr Trump auch gesehen. Der ist nämlich ebenfalls kein großer Freund von „umsonst“. Die Fragebarbara wird aber gleich auf diesen Punkt kommen, Obacht!

Die Fragebarbara, wie sie auf den Punkt kommt – Zitat: „Es heißt aus der Bundesregierung jetzt auch, wenn die USA aussteigen und damit ja auch eine sehr, sehr hohe Geldsumme wegfällt, die Amerika eigentlich mit in den Klimaschutz stecken wollte im Rahmen dieses Abkommens, dass aber dann nicht andere dafür einspringen würden finanziell. Was glauben Sie? Muss Deutschland jetzt dafür zahlen, wenn Amerika aussteigt?“ – Zitatende.

Das ist schon sehr, sehr gewieft gefragt, wo doch die grüne Katrin auch so eine Frau des Glaubens ist. Na gut, evangelisch, aber immerhin. Also dann: Muß ich noch mehr Geld für diesen überflüssigen Vertrag zahlen oder nicht? Kennt die grüne Katrin die richtige Antwort? – Bleiben Sie dran. Es wird spannend, sowohl sprachlich als auch finanziell.

Die grüne Katrin und das liebe Geld – Zitat: „Also ob das geht oder ob das nicht geht, gar nicht mehr zu zahlen, ist ja mal die eine Frage, was ist ein internationaler Vertrag? Gleichzeitig finde ich, die Verhandlung muss man dann führen, was die Finanzen angeht, aber zuerst mal sind natürlich die eigenen Hausaufgaben da, zuerst mal ist auch das da, dass die Europäer sich jetzt gemeinsam verabreden müssen. Was wir doch brauchen, ist jetzt eine europäische Klimaunion.“ – Zitatende.

Feigling, Feigling! Für den amerikanischen Zahlungsaufall einspringen, ja oder nein? Das war die Frage, Katrin! Eigene Hausaufgaben, sich gemeinsam verabreden (geht das eigentlich auch getrennt?) – das wollte die Fragebarbara nicht wissen. Und, ehrlich gesagt, Katrin, „europäische Klimaunion“ klingt ein bißchen so, als wolltest du partout nicht sagen, wer jetzt den fehlenden Amizaster ersetzen soll. Irgendwelche Europäer halt. Wird sich schon ausklamüsern lassen, wer und wieviel, gemeinsam so. Das gibt wieder jede Menge Gelaber, Katrin. Wo wir doch nicht reden, sondern „noch entschlossener handeln“ müssen tun. Also wer latzt jetzt für die Amis?

Die Fragebarbara hakt nicht weiter nach, sondern schwenkt elegant um auf ein anderes Thema – Zitat: „Angela Merkel wurde ja einmal, das ist inzwischen zehn Jahre her, die Klima-Kanzlerin genannt. Verdient sie diesen Titel überhaupt noch?“ – Zitatende.

Egal, Barbara, die verdient inzwischen so viele Schmähbezeichnungen, daß es auf die eine auch nicht mehr ankommt. Aber gut, was sagt die grüne Katrin dazu?

Die grüne Katrin – Zitat: „Ja, Sie werden sich jetzt nicht wundern, wenn eine Grüne sagt Nein, aber wir können es auch ganz banal an den Fakten machen und sachlich.“ – Zitatende.

Sehr aufschlußreich. Was die grüne Katrin sagt, ist also nicht banal, sondern die Fakten sind es. Da wäre ich nie draufgekommen.

Immer noch die grüne Katrin – Zitat: „Wir haben den CO2-Ausstoß in den letzten zehn Jahren eben nicht verringert. Wir haben nach wie vor genauso viel CO2-Ausstoß wie im Jahr 2006, das ist das Jahr 2016. Das ist eine gravierend schlechte Bilanz. Wenn man sich anschaut, wie zurückhaltend – vornehm ausgedrückt – die Bundesregierung ist beim Kohle-Ausstieg, wir können die Klimaziele nur erreichen, wenn wir den Kohle-Ausstieg jetzt voranbringen, wenn wir wenigstens die dreckigsten 20 Meiler sofort abschalten und insofern kann man zu Angela Merkel alles Mögliche sagen. Sie findet auch gerade wirklich freundliche, nette, fast emotionale Worte. Aber Worte reichen eben nicht, da müssen jetzt Taten folgen.“ – Zitatende.

Wenn Sie wissen wollten, wie wir das Weltklima in der Sicht der grünen Katrin mit einem größeren Schulterschluß retten, der vertraglich nicht umsonst ist, – so geht es: Wir schalten die 20 dreckigsten Meiler in Deutschland ab und lassen 528,7 chinesische Drecksmeiler weiterlaufen. Das ist alles ganz genau berechnet. Weil das Weltklima selber nicht so gut rechnen kann wie die grüne Katrin. Obwohl: „Klimarechnung“ habe ich auch schon mal irgendwo gelesen. Das Klima wird doch nicht … ??

Hartnäckig, wie die Fragerhabarbera aber ist, kommt sie jetzt doch nochmal auf die Finanzen zurück, auf die heikle „Umsonstfrage“ also – Zitat: „Die finanzielle Frage, das haben wir eben gerade schon mal angesprochen, bleibt aber auch der andere Punkt, ob jetzt nicht doch ein Domino-Effekt einsetzt und ob nicht gerade da die Bundesregierung jetzt stärker gefordert wäre, international die Reihen zu schließen. Was konkret erwarten oder auch fordern Sie da von der Kanzlerin?“ – Zitatende.

Da läßt sich die grüne Katrin nicht lumpen und wird konkret. Aber sowas von!

Zitat grüne Katrin: „Also das in der Tat sich jetzt mit Frankreich gemeinsam voranzustellen, dass wir zunächst mal europäisch zusammenarbeiten, deswegen die europäische Klimaunion. Dass wir bei der Frage des internationalen Handels zusammenarbeiten und klar machen, bei solchen Handelsverträgen müssen natürlich Klimaschutzstandards der Standard sein und nicht die Ausnahme und nichts, was man jetzt auf der Straße erdemonstrieren oder erbitten muss. Und insofern hat die Bundeskanzlerin da eine große Aufgabe. Also Herr Macron hat sich ja sehr eindeutig positioniert und hat sehr deutlich gesagt, dass der Planet jetzt die Aufgabe ist auch für die Europäer. Und insofern sage ich ja, das ist der richtige Weg und dann reicht es eben nicht, ein bisschen Lyrik jetzt zu verbreiten, sondern dann muss man international gemeinsam handeln, national die Hausaufgaben machen.“ – Zitatende.

Haben Sie das verstanden? Soll ich einen Logopäden hinzuziehen? Der Herr Macron – wo kommt der jetzt auf einmal her? – hat sich eindeutig positioniert und erklärt, daß der Planet jetzt die Europäer etwas angeht. Ich wußte immer, daß der parfümierte Kerl ein Außerirdischer ist, so, wie der einfach vom Himmel gefallen ist. Aber egal jetzt: Willst du uns und der Fragerhabarbera einfach mal antworten, Katrin? Wir wollen alle wissen, wer das „Umsonst“ für die Anderen bezahlen soll, wenn der geizige Herr Trump kein amerikanisches Geld mehr für „Umsonst“ zum Fenster hinauswerfen will! Das ist doch eine ganz einfache Frage! Sag´halt einfach: „Wir jedenfalls nicht!“, wenn es schon nicht um die Klimakatastrophe, die katastrophale, sondern um den grünen Wahlkampf geht, den katastrophalen, der noch nicht so richtig rund läuft, wie die Fragebarbara eingangs gesagt hat. Das bringt Stimmen, ehrlich! Es ist ganz einfach: „Wir zahlen nicht!“. Sag´es, und Du wirst die nächste Klimakanzlerin, Katrin. Versprochen! Und wie war das nochmal im Mittelteil, das mit der Lyrik?

Die Fragebarbara will es auch wissen – Zitat: „Wen meinen Sie damit, mit der Lyrik?“ – Zitatende.

Hömma, Barbara, Lyrik ist eine Dichtung in Versen, keine Person, die man meinen könnte. Der Umweltminister heißt nicht Lyriks, sondern Hendricks. Der Mann ist außerdem eine Frau. Ich sag´s nochmal. Extra für die armen Iraner. Ganz schlechtes Klima dort, auch. Aber gut, Lyrik: Wer war gemeint?

Die grüne Katrin weiß es – Zitat: „Ja, die Bundeskanzlerin sagt ja jetzt schöne Worte von der Bewahrung der Schöpfung und so. Das finde ich auch alles gut, aber da müssen eben dann auch wirklich Taten folgen.“ – Zitatende.

Zum letzten Mal: Es reicht jetzt, Katrin, willst du oder willst du nicht damit aufhören, uns mit den „Taten“ auf die Nerven zu gehen? Wir wollen wissen, wer für „Umsonst“ zahlen soll, wenn der knickrige Herr Trump keine Lust mehr auf „Umsonst“ hat. Gibt es da jetzt noch eine Auskunft oder gibt es keine? (Antwort kommt, Obacht!)

Preisverdächtige Antwort der grünen Katrin: „In Zukunft werden wir eine Bepreisung von CO2 einführen.“ – Zitatende.

„Bepreisung“ hat jetzt zu einer Bepissung meinerselbst geführt, Katrin. Das nehme ich persönlich. Wehe, mein elektrischer Laptop geht nicht mehr. Das zahlst du, ganz ohne Trump! „Bepreisung“! Ich kann nicht mehr. Kann die Fragebarbara noch? – Sie kann.

Die Fragebarbara – Zitat: „Bepreisung heißt Steuer.“ – Zitatende.

Nein, heißt es das wirklich? Was sagt die grüne Katrin dazu?

Zitat grüne Katrin: „Bepreisung, man kann sagen Steuer, man kann sagen Bepreisung, das ist jetzt nicht das Entscheidende, wie man es macht.“ – Zitatende.

Nur bei den Preißelbeeren ist es anders. Die kann man nicht einfach Steuerbeeren nennen. „Beabzockung“ wäre aber auch ein nettes Wort gewesen.

Die Fragebarbara bekommt aber das Geld für „Umsonst“ nicht aus dem Kopf und hakt nochmal nach – Zitat: „Sie haben die Erfahrung aus dem letzten Bundestagswahlkampf 2013, als gerade das Thema Steuererhöhung zum Stolperstein für die Grünen geworden ist. Ich höre da jetzt eine gewisse Scheu heraus, das Wort Steuer und damit ja auch Steuererhöhung oder eine neue Steuer, die da kommen würde, das auch auszusprechen. Warum können Sie sich da als Grüne nicht klar bekennen?“ – Zitatende.

Genau, Katrin, warum kannst du das eigentlich nicht? Das will ich jetzt aber auch wissen.

Die grüne Rede- & Antwort-Katrin – Zitat: „Nein, es ist keine Steuererhöhung, sondern es ist eine andere Schwerpunktsetzung. Und deswegen haben wir gesagt, die Stromsteuer fällt weg und aufkommensneutral gibt es die CO2-Bepreisung. Das ist ein Fachwort.“ – Zitatende.

Hahaha! So eine Spaßkanone! Die Bepreisung ist ein Fachwort! Der Dachdecker sagte dem Bauherrn das Fachwort und war sofort vom Dach fort. Pruuust! Haua-haua-ha, ich kann nicht mehr. Die grüne Katrin schafft mich … ich habe Bauchweh. Das gibt´s doch alles gar nicht?

Jedenfalls, lieber Leser: Wenn es Sie interessiert, was die Fragebarbara und die grüne Katrin beim Deutschlandfunk im volkspädagogischen Auftrage noch so alles vom Stapel gelassen haben, klicken Sie einfach den Link ganz oben im Text an. Ich bin raus. Das ist einfach zu viel für meines Vaters Sohn. Ich brauche jetzt erst mal ein paar trockene Hosen. Das Leben mit den Frauen ist lustig. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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