Vom Dschihad verweht …..

Geschätzte Leserschaft! Ich lade Sie ein, mit mir meine Zeitreise-Maschine zu besteigen, um einen Blick in eine Gazette des Jahres 2067 zu werfen.
Artikel aus der in Yeni-Osmaniye (vormals Berlin) erscheinenden Tageszeitung “Kilic Müslüman”; Ausgabe vom 04. haziran – Jahr 1445 der Hidschra:

Heute hatte die Gemeinschaft der Gläubigen von Yeni-Osmaniye Gelegenheit, die Abreise der
letzten Dhimmi-Familie (s. Bild) mitzuerleben. Die, wie man sieht, aus fünf Mitgliedern bestehende Familie, mit einem, für Anhänger des wahren Glaubens unaussprechlichen Namen, gehört einer hierzulande praktisch ausgestorbenen, sich selbst in ihrer (ebenfalls unverständlichen) Sprache als “Deutsche” bezeichnenden Spezies an.

Als Folge eines, bereits länger anhaltenden Prozesses von Dhimmi-Übertritten zum einzig wahren Glauben, des Weiteren von progressiver Abwanderung aus den Reihen des in der Finsternis des Unglaubens verharrenden Dhimmisubstrats und, schließlich, infolge einer Häufungen von Unglücksfällen mit tödlichem Ausgang innerhalb des Letzteren, waren in unserer Kommune zuletzt lediglich die abgebildeten Exemplare dieser vormals zahlreichen Gattung übrig geblieben.

Da auf freier Wildbahn ihre persönliche Sicherheit nicht mehr zu gewährleisten war, verbrachten sie, auf Anordnung des islamischen Rates der Belediye [Kommune], die vergangenen drei Jahre im städtischen zoologischen Garten, wo sie eine viel besuchte und bestaunte Attraktion darstellten. Besonders beliebt waren sie als Ziel für Exkursionen von Koranschulklassen und als lebende Demonstrationsobjekte für den Irrweg des Nichterkennens des Lichtes der göttlichen Wahrheit.
Vermutlich irritiert durch das (im Prinzip wohlgemeinte) ständige Bewerfen mit Äpfeln, Bananen, Koblauchzehen und anderen Lebensmitteln, hat das Männchen der Familie den Islamrat unseres Gemeinwesens vor rund drei Monaten um Genehmigung ihrer Emigration gebeten, welche, nach angemessener Prüfung durch eine Kommission von Rechtsgelehrten, erteilt wurde und den Weg für den heute erfolgten Exodus freimachte. Der Weg der Auswanderer wird über den Sandschak Saksonya in das Kralik Baviyera führen, welches sich bedauerlicherweise immer noch verstockt dem Licht  des einzig wahren Glaubens verschließt. Gott ist groß; er segne und erhalte unseren Padischah Tayyip II.

Mit Hilfe Gottes geschrieben von:  Quösqüt Tandüm

Wandere aus, solange es noch geht!
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