Hamburg: Grüne Retterin im Mittelmeer

Grafik: Einprozent
Überall dort, wo Flüchtlinge auftauchen, sind die "Helfer" schon zur Stelle (Grafik: Einprozent)

Die Hamburger Grünen-Chefin Anna Gallina sticht dieses Wochenende von Malta aus in See, um auf der „Sea Eye“, einem umgebauten Fischkutter der gleichnamigen Hilfsorganisation, „Flüchtlinge“ vor der libyschen Küste zu retten. Die Bürgerschaftsabgeordnete will zwei Wochen an Bord bleiben. „Ich bin in den nächsten Wochen vor Libyen unterwegs, weil ich einen Beitrag zur Rettung der Menschen leisten möchte“, läßt sich Gallina in der WELT zitieren. Ihr Einsatz sei ausdrücklich auch als Solidaritätsbekundung für die NGOs vor Ort zu begreifen, die in Italien massiv diskreditiert würden. Aus der Meldung geht nicht hervor, ob sich die Bürgerschaftsabgeordnete für ihre zweiwöchige Rettungsaktion Urlaub genommen hat, oder ob sie der deutsche Steuerzahler dafür bezahlt.

„Diskreditiert“ werden in Italien allerdings nicht nur Rettungs-NGOs, sondern auch ihre Gegner. Wie die Organisation „sea-eye“ auf ihrer Webseite mitteilt, bekommt sie Unterstützung vom italienischen Bischofskomitee. „Schändlich“ nannte Bischof Giancarlo Perego die Angriffe auf die NGOs bei ihren Rettungsaktionen im Mittelmeer. Perego ist Vorsitzender der „Stiftung Migration“, die wiederum Teil des italienischen Bischofskomitees (CEI) ist.

Der sizilianische Staatsanwalt Carmelo Zuccaro berichtete der italienischen Tageszeitung „La stampa“ derweil, daß Beweise für eine Zusammenarbeit von Hilfsorganisationen und Schleppern vorlägen. Es gebe direkte Verbindungen. Dabei gehe es um mindestens zehn Hilfsorganisationen, die vor Libyen aktiv sind. Neben Jugend rettet, Sea Watch, LifeBoat, SOS Méditerrannée and Mission Lifeline, allesamt Hilfsorganisationen aus Deutschland, sei auch die sea-eye dabei, auf welcher die Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete der Grünen ihre Hilfsaktion gestartet habe. Die genannten Hilfsorganisationen werden in unterschiedlicher Höhe von der deutschen Regierung subventioniert. Es geht dabei um Summen von mehreren hunderttausend Euro bis zu über einer Million pro NGO.

Edel sei alle Profitabilität. So haben die italienischen Bischöfe das zwar nicht gesagt, die NGOs aber höchstwahrscheinlich gedacht. Eine deutsche Regierung, die es ernst meint mit der Reduzierung der Immigrationszahlen, müsste diesen NGOs erst einmal den Geldhahn zudrehen. (ME)

 

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