Geert Wilders: Wir verkaufen Pfingsten an den Islam

Geert Wilders (Bild: JouWatch)
Geert Wilders (Bild: JouWatch)

An diesem Sonntag feiern die Christen das Pfingstfest. Die evangelische Kirche in den Niederlanden nutzt die Gelegenheit, um den Pfingstmontag abzuschaffen und diesen, um der „der Vielfalt in der Religion gerecht zu werden“, als offiziellen Feiertag auf den Beginn des „Īd al-Fitr „ zu legen. Jenen Tag, der das Ende des islamischen Monats Ramadan markiert. Ein Kommentar von Geert Wilders.

Die Holländer feiern das Pfingstfest seit 1815. Die evangelische Kirche in den Niederlanden will jedoch den Pfingstmontag durch einen offiziellen Feiertag, der auf den Beginn des  „Eid-al-Fitr“ fällt, ersetzen. Jenen Tag, der das Ende des islamischen heiligen Monats Ramadan markiert.

Das ist politisch korrektes Gewäsch.

Mit diesem Vorschlag, so die christliche Gruppe, wolle man „der Vielfalt in der Religion gerecht werden“. Das ist politisch korrektes Gewäsch. Surft man indes durch die Zeitungsmeldungen dieser Tage, kann ich  verstehen, warum viele Holländer in einer festlichen Stimmung sind, sobald der Ramadan vorbei ist! In diesen Tagen sind die Schlagzeilen voller Vorfälle, die zum Beipiel  De Telegraaf , die führende Zeitung in den Niederlanden, als Ramadan rellen (Ramadan Ausschreitungen) beschreibt.

Angenommen, Christen würden jährlichen zu einem bestimmten Zeitpunkt zu Pfingsten beginnen, nach dem Verlassen der Kirche sich auf andere zu stürzen, deren Eigentum zerstören, Brände zu legen, Polizisten anzugreifen oder Steine durch die Nachbarfenster zu werfen. Angenommen, die Polizei würde sich verpflichtet fühlen, die christliche Fastenzeit im Kalender als Tage der erhöhten Spannungen zu markieren. Würden wir und da nicht fragen, ob da irgendwas schief läuft mit dem Christentum?

Oder nehmen wir an, dass jüdische Banden ganze Stadtbezirke am Yom-Kippur-Tag terrorisieren würden. Würden wir uns nicht wundern, was sie da so in ihren Synagogen gelehrt haben? Oder würden wir es einfach akzeptieren, und es sogar als Hinweise auf eine kulturelle „Vielfalt“ unserer Gesellschaft feiern?

Dreieinhalb Jahrhunderte nach Spinoza.

Ich schreibe diese Zeilen in meinem Büro im niederländischen Parlament in Den Haag, kaum ein paar Minuten vom jenem Haus entfernt, wo im 17ten Jahrhundert der jüdisch-holländische Philosoph Baruch Spinoza lebte und starb. Spinoza gab der Welt eine Philosophie der Toleranz und Freiheit.

Doch was wir niemals tun dürfen, ist tolerant gegenüber Intoleranz zu sein. Denn wenn Toleranz eine Schlange ist, die ihren eigenen Schwanz verschlingt, wird es bald keine Freiheit mehr geben und die Intoleranz wird die Welt regieren. In der Tat sind wir bereits dort angelangt.

Dreieinhalb Jahrhunderte nach Spinoza, in der Stadt, wo er wohnte, schreibe ich diese Zeilen in einem stark geschützten Bereich des Parlamentsgebäudes. Die Fenster sind verblendet, die Türen sind gepanzert, und Polizisten stehen draußen. Sie sind da, um mich gegen die Intoleranz zu schützen, die in den letzten Jahrzehnten in unser Land Einzug gehalten hat – eine Intoleranz, die weder christlich noch jüdisch oder weltlich, sondern islamisch ist. Ich bin kein Extremist, wenn ich das sage. Ich sage die Wahrheit. Und das ist meine Pflicht.

Unsere Freiheiten ergeben sich aus unserer christlich, jüdischen humanistischen Identität.

Hier  ist der Kern der Sache: Wenn wir die freie und tolerante Gesellschaft bleiben wollen, die wir früher waren, müssen wir anerkennen, dass der Westen eine ganz konkrete Identität besitzt. Unsere Identität ist nicht islamisch, sondern basiert auf Judentum, Christentum und dem Humanismus. Unsere Freiheiten ergeben sich aus dieser Identität. Indem wir dem Islam der Möglichkeit berauben, unsere Identität zu zerstören, verletzen wir nicht die Freiheit; wir bewahren unsere Identität und garantieren Freiheit.

In der schrecklichen Situation, in der wir heute sind, wird durch unsere Toleranz gegenüber dem  Bösen verursacht. Wir sind zu tolerant gegenüber Intoleranz, wir sind zu tolerant gegenüber dem Islam. Wir denken, dass wir durch die Freiheit der Feinde der freien Welt beweisen, dass wir für die Freiheit stehen. Aber in Wirklichkeit, indem wir uns weigern, Grenzen zu unserer Toleranz zu ziehen, opfern wir unsere Freiheit.

Diejenigen, die ihre Pflicht tun, nennen sie dann Extremisten.

Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen die Idee des Rechts mögen, solange sie keinen Preis dafür zahlen müssen. Die politischen und medialen Eliten treten alle für das Aussprechen der Wahrheit ein, solange die „Wahrheit“ ein Klischee ist. Aber wenn Pflicht und Ehre ihnen befehlen, gerade zu stehen und „Stop!“ zu rufen, dann fliehen sie. Diejenigen, die ihre Pflicht tun, nennen sie dann Extremisten, zerfleischen sie vor Gericht um die  zum Schweigen zu bringen.

Heute früh habe ich erfahren, dass der niederländische Staatsanwalt in Den Haag eine Rede untersucht, die ich vor zwei Jahren in Wien gehalten habe. Er tut dies auf Antrag seines Kollegen, der österreichischen Staatsanwaltschaft in Wien, die mich der Verhetzung und Aufstachelung beschuldigt. Letzteres ist eine Straftat in Österreich.

Sie haben das Erbe von Spinoza aufgegeben.

Ich finde das wirklich unglaublich. Anstatt sie  Banditen und Terroristen fangen, verfolgen sie einen Politiker, der über den Islam spricht. Es ist eine Schande, dass dies in der Stadt Spinozas geschieht, der nicht nur ein großer Verteidiger der Toleranz, sondern auch der Freiheit des Denkens und der Rede war. Spinozas Gesicht schmückte einer unserer Banknoten, als wir noch unsere eigene Währung hatten. Schade, dass dies heute nicht mehr der Fall ist.

Unglaublich auch, weil es das dritte Mal in ein paar Jahren ist, dass ich verfolgt werde, weil ich Dinge sage, die diese Eliten nicht hören wollen. Es ist ein juristischer Jihad. Diese Eliten , die für die existenzielle Krise verantwortlich sind, in der wir uns derzeit befinden, haben uns mit  ihrer offenen Grenzpolitik, einer beispiellosen Liebe zum Islam und ihrem kulturellen Relativismus verkauft und völlig ausgrliefert und unsere Freiheit und Sicherheit aufs Spiel gesetzt. Sie haben das Erbe von Spinoza aufgegeben und den Totalitarismus des Mohammedanismus in unseren Nationen eingeführt. Ich sage: Schluss jetzt!. Es ist Zeit, unsere Pflicht zu tun und unsere Freiheit und die Freiheit unserer Kinder zu verteidigen.

Der Originaltext in englischer Sprache erschien auf gatestoneinstitute.org. Zwischenüberschriften wurden eingefügt.

 

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