Aktuell: Klimarettung mit Angela

https://pixabay.com/de/lok-lokomotive-eisenbahn-historisch-1897635/
Rettungszug der Kanzlerin Foto: Pixabay

Wer die sozialistisch-protestantische Sozialisation der Kanzlerin kennt und sich überlegt, daß die ältliche FDJ-Maid recht eigentlich als braver „Meinmädchenkohl“ ins System eingeschleust worden ist, der braucht sich nicht zu wundern, daß sie mit der lieben Schuld gut kann. Unsere liebe Schuld gib´ uns heute, oder so ähnlich. Schuldig sein ist geil. Ohne Schuld, die man brav und folgsam wiedergutmachen kann, keine Politik. Daß sich heute alle möglichen Explosivmoslems unerkannt in Deutschland tummeln, Bürger zusammengeschlagen, ermordet, vergewaltigt und beraubt werden, – alles, alles hat mit unserer Schuld zu tun.

Von Max Erdinger

Kolonialzeit? – Das waren wir zwar nicht, aber wir sind schuldig, weil die wahren Schuldigen schon gestorben sind. Wenn sie überhaupt schuldig gewesen sind. Aber das ist eine andere Frage. Nazis? – Das waren wir auch nicht. Wer zum Ende des Krieges geboren wurde, ist heute 72. Wie die Kanzlerin in zehn Jahren. Gebe der Herr, daß ihr bis dahin noch etwas anderes einfällt, als dem Normalen im Kopf mit ihrem Schuld-Gelalle den letzten Nerv zu rauben. So schuldig sind wir alle, daß Angela sich nicht davon abbringen lassen wird, die ganze Welt zu retten – und uns so eine reine Weste zu verpassen. Angela ist so etwas wie eine protestantische Geschichts-Klementine. Waschen, waschen, sauber machen.

Jetzt hat also der Herr Trump in Amerika gesagt, daß er sich aus dem zerebralen Pariser zurückziehen will, in welchem er bisher gemeinsam mit den anderen Schuldigen steckte, besonders mit Angela. Je stärker der Kopf von Angela anschwelle, desto enger werde es für seine Frisur, so Trump. Na ja, so hat er das nicht gesagt. Auf jeden Fall ist es aber so, daß die Angela mit selbstbewußten weißen Herren aus Amerika wenig anfangen kann. Schwarz dürfen sie schon sein, weil jeder veröffentlichte Handshake mit dem dazugehörigen Gegriene gut ist im Sinne des Schuldabbaus. Ein lächelnder „lieber Barack“, der Angela einen Schmatz auf die Hamsterbacke drückt, ist so etwas wie der Beleg für gelungenen Schuldabbau – und somit ein Erfolgsgefühl für die schuldbewußte Sozenschwester.

Beim heiligen Klimaschutz hat uns die Managerin unserer Schuld aber so richtig am Wickel. Zwar sind wir schon ewig eine umweltverpestende Industrienation gewesen und der böse Krupp ist auch schon länger tot, aber wir sind noch immer eine Industrienation. Sie, ich, Ihre Oma, mein Onkel, unsere Kinder: Industrienation. Schuldig! Zwar produzieren wir auch Sanitätsfahrzeuge und Rettungshubschrauber, aber einbilden tun wir uns etwas auf unsere teuren Luxusschlitten. Mit denen fahren Männer, schnell und weiß wie Donald Trump, voller Selbstbewußtsein um die Wette. Auf Autobahnen! Ohne jedes Schuldbewußtsein! Unter angriffsbereit geduckten Fahrzeugfronten blitzen bösartig ihre Xenon-Lichter, um diesen überheblichen Chauvinisten den Weg auf der Überholspur freizuschießen. Alleine das schon eine respektsverweigernde Sauerei den Weltenrettern, Spritsparern und Verzagten gegenüber. Wir wollen gar nicht wissen, wozu hierzulande ein wohlhabender AfD-Funktionär verurteilt werden würde, wenn er mit seinem BMW bei 200 Sachen eine frisch integrierte schwarze Lesbe in ihrem Renault Clio über die Leitplanke schubst, nachdem sie vor ihm rausgezogen ist ohne zu blinken. Sogar der Ayatollah würde sich in seiner Erschütterung über die maßlose Rachsucht des braven deutschen Gerichts nur noch sehr gemessenen Schrittes den Tee heran bringen lassen.

Jetzt hat also der weiße und selbstbewußte Herr Trump gesagt: „Leckt mich mit eurem Pariser-Scheiß. Ich bin doch nicht blöd! Ich steige aus!“ Das hätte er nicht tun soll. Wenn sich einer von Angela nicht von seiner Schuld erlösen lassen will, kann sie giftig werden. Sie ist die Schuldchefin. Schuld ist ihre Zuständigkeit und geht sonst keinen was an.

Aber gut, delektieren wir uns einfach an der gestelzten Wortwahl der höfischen Berichterstattung: Die Süddeutsche schwört uns wieder ein auf unsere Schuld und unsere Erlöserin.

Zitat: „Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Entscheidung der USA, aus dem Klimaabkommen von Paris auszusteigen, harsch kritisiert. Der Schritt sei „äußerst bedauerlich“, sagte Merkel. „Und damit drücke ich mich noch zurückhaltend aus.“ – Zitatende.
Ja, das ist jetzt auch schon egal. Der größere Jammer ist ja, daß sie sich überhaupt auszudrücken versucht. Sogar ihr Phrasenbaukasten ist eher klein.

Zitat: „Zugleich forderte Merkel, den Blick nun nach vorn zu richten.“ – Zitatende.

Nein! Nach vorne!? Augen schuldbewußt geradeaus, oder was? Bin ich hier bei der Schuldmiliz? Rührt euch ja nicht, oder wie? Wie klänge das auf pathetisch? – „So lasset uns nun, ohne uns von einem gefönten Selbstexkulpanten aus der unzivilisierten Welt in Versuchung führen zu lassen, unseren gemeinsamen Schuld-, Schicksals – und Betroffenheitsblick gen Vorne richten, dorthin, wo uns vom Herrn der Schöpfung die Erlösung versprochen ward!“ – „Oben“ wäre es gewesen, Angela, „nach oben“, nicht „nach vorne“. „Himmelwärts“, sozusagen.

Zitat: „Allen, denen die Zukunft unseres Planeten wichtig ist, sage ich: Lassen Sie uns gemeinsam den Weg weitergehen, damit wir erfolgreich sind für unsere Mutter Erde.“ – Zitatende.

Da hätte ich mir das Pathos-Beispiel gerade sparen können. Angela liefert hier selber eines. Das ist ja bald so gut wie „Vorsehung“, „niemals“ und „Ewigkeit“. Ich sage da was anderes: Vater Staat wird uns noch unter Mutter Erde bringen. Männer sind Schweine!
Zitat: „Das Pariser Abkommen sei notwendig, „um unsere Schöpfung zu bewahren. Nichts kann und wird uns dabei aufhalten“, sagte Merkel weiter.“ – Zitatende.

Wollen mal so sagen: Sollte der Schöpfungs-Schöpfer nochmal in die Verlegenheit kommen, so einem Merkel-Exemplar Flüssighirn in den Schädel zu schütten, soll er eine Schöpfungskelle ohne Löcher nehmen. Lieber Gott, bitte!

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...