Frauenquote: AfD Sachsen gegen feministische Rosinenpickerei

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In einer Pressemitteilung erteilte die AfD Sachsen der Forderung von 16 Frauenverbänden nach einer Frauenquote für alle Unternehmensrechtsformen in Deutschland eine Absage.

Von Max Erdinger

„Qualität statt Quote muss die Forderung lauten: wer will schon gern Quotilde sein“, erklärt Generalsekretär Uwe Wurlitzer. „Frauenquoten sind nicht nur unsinnig, sondern diskriminierend, und zwar für Frauen als auch für Männer. Denn die haben bei zu besetzenden Stellen weniger bis gar keine Chancen. Wie das juristisch zu bewerten ist, entschied jüngst bspw. das Leipziger Landgericht gegen die Universität.“

Daneben verweist Wurlitzer darauf, dass die Frauenquote einen Eingriff in die Personalpolitik der Unternehmen und deren unternehmerische Freiheit bedeute. „Darüber hinaus müssen Stellen, die nicht mit dem geforderten Anteil an Frauen besetzt werden können, frei gehalten werden. Wenn auf Dauer Führungspositionen unbesetzt oder gar mit der falschen Person besetzt sind, wird dies auch wirtschaftliche Konsequenzen für die Unternehmen nach sich ziehen. Bei der ‚Berliner Erklärung 2017‘ ist weiter zu bedenken, dass es nicht nur um Gremien in Medien, Kultur, Medizin und Wissenschaft geht, die künftig paritätisch besetzt werden sollen. Nein, dann müssen alle Branchen vom Hüttenwesen bis zur Müllabfuhr einbezogen werden. Aber soweit haben die Frauenverbände sicher nur vergessen zu denken.“

So weit die Presseerklärung der AfD-Sachsen. Chapeau, die Herren! Tatsächlich ist die „Berliner Erklärung 2017“ eine einzige, ideologisch motivierte Quadratsauerei. Andere Länder haben schon mit der Frauenquote allein für börsennotierte Unternehmen ihre Erfahrungen gesammelt. In Norwegen etablierte sich für die solcherart gepamperten Damen der Begriff „Goldröckchen“. In Deutschland steht das bitterböse Wort „Quotze“ in den Startlöchern, um den allgemeinen Sprachgebrauch zu erobern. Von Mumu-Qualifikation ist die Rede. Börsennotierte Unternehmen in Norwegen fanden aber einen Ausweg, um dem feministisch motivierten Eingriff in ihre unternehmerische Freiheit samt der zugehörigen Strafandrohung bei Nichteinhaltung zu entgehen: Sie zogen sich von der Börse zurück. Das scheint man bei der Abfassung der „Berliner Erklärung 2017“ berücksichtigt zu haben. Die Frauenquote soll nämlich von den derzeit 108 börsennotierten und voll mitbestimmten Unternehmen auf die rund 3.500 börsennotierten oder voll mitbestimmten Unternehmen ausgeweitet werden. Zudem soll eine Zielgröße von 30 Prozent für die Vorstände von Firmen und die beiden darunterliegenden Führungsebenen eingeführt werden.

Sehr richtig ist, was man bei der AfD-Sachsen dazu anmerkte: Es kann ja wohl nicht angehen, daß Frauenquoten für die Sahnepositionen des Erwerbslebens gefordert werden, während die 25 gefährlichsten und vergleichsweise lausig bezahlten Jobs allesamt unquotiert und rein männlich besetzt bleiben sollen. Wie sieht es denn aus mit feministischen Quotenforderungen bei der Müllabfuhr, im Straßenbau, bei den Industrietauchern und den Gerüstbauern? Und geht es bei diesen unverschämten Forderungen überhaupt um „die Frauen“, oder geht es um „ganz bestimmte Frauen“? Welche Frauen kämen denn als Vorstandsvorsitzende oder Aufsichtsratschefinnen infrage? Und wenn Gender-Mainstreaming bei Behörden und an Universitäten parallel dazu implementiert werden soll: Was soll das überhaupt sein – Frauen? Dürfen sich diese Menschen ihr Geschlecht nicht selber aussuchen? Wie will man sicherstellen, daß tatsächlich Frauen gepampert werden und nicht irgendwelche Menschen irgendeines der 78,5 Geschlechter, die alleine Facebook schon kennt?

Die „Berliner Erklärung 2017“ ist eine einzige Dreistigkeit. Unterzeichner des Forderungskatalogs sind unter anderem der Deutsche Frauenrat, der Verband deutscher Unternehmerinnen und der Deutsche Ärztinnenbund. Die gedruckte Zumutung für jeden Menschen mit Verstand soll bis Donnerstag führenden Politikern von SPD, CSU, Grünen, Linker und FDP übergeben werden. Bei den Rotgrünen wird sie selbstverständlich wohlwollend aufgenommen werden. Die sind schon jetzt dafür verantwortlich, daß Männerfeindlichkeit im Fernsehen oder auf einem Autoaufkleber landet – und Frauenfeindlichkeit vor Gericht.

Thomas Hoof, Verleger und Unternehmer, ehemaliger Landesgeschäftsführer der Grünen und später „Dissident“ geworden, in dessen Verlag Manuskriptum Bücher u.a. von Michael Klonovsky und Akif Pirincci erschienen sind, formulierte das einmal so: „Die mit Vorfahrtsberechtigung erfolgende, forcierte Einschleusung von Frauen in die wirtschaftlichen, halbstaatlichen und staatlichen Institutionen verändert deren Charakter grundsätzlich. Jede leistende Institution braucht, wenn sie funktionieren soll, einen „Geist“ und ein Anspruchs­ethos und muss selbstverständlich an und von ihren Mitgliedern zehren. Der sichtlich nicht unum­kehrbare Anspruch der Frauen aufs „Versorgtwerden“ (und ihre darauf basierende „Ethik der Fürsorge“) macht aus Leistungsinstitutionen Sozialwerke, wie man nicht nur an der Aufrüstung der Bundeswehr mit Kindertagesstätten sieht. Die Dys­funktionalität einer Institution (Schule, Universität, Justiz, Medizin, Presse) ist zum Grad ihrer personalen und mentalen Feminisierung proportional.“

Denkt hier gerade jemand an Angela Merkel, Andrea Nahles, Manuela Schwesig, Ursula von der Leyen, Renate Künast, Claudia Roth, Margot Käßmann? Gut, weiterdenken! Sie sind auf der richtigen Spur. Jetzt denken Sie mal an Birgit Breuel. Von 1978 bis 1990 war sie Wirtschafts- und Finanzministerin in Niedersachsen. Während dieser Zeit verfünffachten sich die Schulden des Landes, gleichzeitig ging sein Anteil an der wirtschaftlichen Produktion deutlich zurück. Nachdem sie 1990 abgewählt wurde, machte man sie kurz darauf zur Chefin der Treuhand, wo sie ihre politischen Vorstellungen vier weitere Jahre lang an einer größeren Bevölkerungsgruppe und mit noch gravierenderen Folgen umsetzen konnte. Später wurde sie noch Generalkommissarin der Weltausstellung Expo 2000, die sie ebenfalls in eine sagenhafte Pleite verwandelte. Nach dem Fall der Mauer wurde das Wirtschaftsvermögen der DDR auf rund 600 Mrd. D-Mark geschätzt. Daraus machte Birgit Breuel dann rund 250 Mrd. Euro Schulden, per Saldo also ein Verlust von rund 550 Mrd. Euro.

Die Liste unternehmerischer Versagerinnen ist schier endlos: Carolyn McCall (EasyJet), Cathrina Claas-Mühlhäuser (Claas Landmaschinen), Manuela Better (Hypo Real Estate), Gisa und Hedda Deilmann (Deilmann Reedereien) und-und-und. Durchs ganze Alphabet könnte man gehen und würde Frauennamen finden, die geerbte, bis zu ihrem Einstieg erfolgreiche Unternehmen in den Bankrott führten oder als angestellte Managerinnen Chaos und Verwüstung hinterließen, ehe sie mit reichlich Abfindung nach Hause geschickt worden sind.

Oder nehmen Sie Anke Domscheit-Berg: Die war bis 2011 Direktorin für Regierungsbeziehungen bei der Microsoft Deutschland GmbH und ist Lobbyistin für Open Government und bessere Chancen weiblicher Führungskräfte. Anke Domscheit-Berg war Mitglied der Partei Bündnis 90/Die Grünen im Bezirk Berlin-Mitte und bewarb sich 2011 als Delegierte zur Landesdelegiertenkonferenz. Anke Domscheit-Berg behauptet, das Internet würde von „weißen, heterosexuellen Männern“ dominiert (dem Standard-Sündenbock, Feindbild und Hassobjekt der Feministinnen). Als Begründung gibt sie an: „Eine von Wikipedia kommunizierte Statistik besagt, dass dort der Männeranteil bei etwa 85 Prozent liegt. Das Wissen der Welt, dass in dieser Wissensdatenbank gesammelt wird, enthält also viele Positionen von Frauen gar nicht.“

Hadmut Danisch bemerkte dazu: „Das heißt, dass allein schon die Untätigkeit, Bequemlichkeit und Faulheit der Frauen, dort einfach wenig zu schreiben, letztlich zu einem Vorwurf gegenüber Männern führt. Nach der Denkweise, wozu Frauen keine Lust haben, dürfen Männer dann auch nicht tun, weil sie ja sonst dort dominant und frauenausgrenzend wären. Egal was Männer machen oder nicht, sie sind schon durch ihre bloße Existenz frauenfeindlich, wenn einfach nicht ebensoviele Frauen dazukommen und Männer damit ohne eigenes Zutun in der Überzahl sind. Die eigene Faulheit wird dem anderen angelastet.

Tja, die bösen, weißen und heterosexuellen Männer. Ist Ihnen auch schon einmal eine Frau begegnet, die mit dem Öffnen einer Verpackungstüte nicht zurecht gekommen ist und wütend zwischen ihren Zähnen hervorstieß: „Das hat doch bestimmt wieder ein Mann erfunden?“ Mit Sicherheit. „Das hat doch bestimmt wieder ein Mann erfunden“, ist ein beliebter Stoßseufzer zur Kaschierung der eigenen Unfähigkeit. Bleiben Sie in Zukunft ganz ruhig und sagen Sie einer solchen Frau in freundlichem Ton: „Wissen Sie denn nicht, daß weiße Männer praktisch ALLES erfunden haben?“ Ausnahmen gibt es natürlich. Die LED z.B. soll eine weibliche Erfindung sein. Es sind aber sehr wenige, weswegen man sie sich leicht merken kann: Das Steifftier und die Currywurst zum Beispiel. Letztere wurde von Hertha Heuwer erfunden. Im Jahr 1949 war das, glaube ich. Zum sechzigsten Jahrestag ihrer Erfindung gab es in der WELT eine Hommage für Hertha Heuwer. Eigentlich eine Femmage.

Die Überhöhung von Frauen in der Bundesrepublik Deutschland „gleicht jedenfalls immer mehr dem Lob, das ein Kleinkind bekommt, wenn es zum ersten Mal ins Töpfchen gemacht hat.“ (Jan Deichmohle, sinngemäß) Und Frauenquoten für die Sahnejobs in der Wirtschaft sind nichts anderes als ordinäre Rosinenpickerei. Eine Beleidigung für jede Frau, die es tatsächlich aus eigener Leistung heraus geschafft hat, wirtschaftlich erfolgreich zu werden und es auch zu bleiben. Die gibt es nämlich auch. Und es sind nicht selten genau diese Frauen, die sich am empörtesten gegen eine Frauenquote aussprechen. Sie haben verständlicherweise keine Lust, sich dem Verdacht auszusetzen, ihr Erfolg sei feministischer Günstlingswirtschaft zu verdanken.

Wer sich für weiterführende Informationen zum Thema Feminismus resp. Feminismuskritik interessiert, dem sei hier die überaus verdienstvolle Seite wikimannia.org empfohlen. Etliche Details dieses Artikels sind ihr entnommen. Wikimannia versorgt den Interessierten mit wirklich Allem, was ihm vom durchfeminisierten Zeitgeist in Medien und Politik an Wissen vorenthalten wird. Mein ganz herzlicher Dank geht an meine langjährigen Mitstreiter im Kampf gegen den Wahnsinn feministischen „Denkens“. Sie haben mit dem Aufbau der Seite vor etwa zehn Jahren begonnen und bis heute eine irrsinnige Fleißarbeit abgeliefert. Und zwar ohne jede Förderung. In ihrer Freizeit. Und ohne Bezahlung. Männer eben.

(Wikimannia über den Autor dieses Artikels.)

 

 

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