Falsche Entwicklungshilfe – Ökostrom bremst Entwicklungsländer

Teuer und unrentabel (Bild: JouWatch)

Entwicklungsländer können mit Ökostrom nicht den Lebensstandard der Industriestaaten erreichen und werden deshalb in der Abhängigkeit zu Industrienationen verharren. Zu diesem Fazit kommt die Vereinigung Stromverbraucherschutz NAEB e.V. in Berlin, deren Veröffentlichungen von den regierungstreuen Mainstreamedien seit Jahren bewusst unterdrückt werden und so verhindern, dass Verbraucher über die ruinösen Folgen der Merkelschen Energiewende unterrichtet werden.

NAEB e.V.? Noch nie davon gehört? Die Vereinigung Stromverbraucherschutz NAEB e.V. in Berlin gibt es bereits seit 2009 und betreibt eine eigene Webseite, wo Filme mit einschlägigen Vorträgen zur „Energiewende“ veröffentlicht werden. NAEB e.V. versorgt rund 2.000 Leser mit einem „Strom-Newsletter“.

Zudem versendet die Redaktion regelmäßig Pressemitteilungen mit Informationen für die Stromverbraucher über die ruinösen Folgen der „Energiewende“ an über 100 Redaktionen. Warum Sie trotzdem bislang nichts von NAEB gehört haben, so die Frage, die sich bereits ef-Autor Klaus Peter Krause stellte? Die Mainstreammedien greifen weder diese  Informationen auf, noch nehmen sie die PMs zum Anlass, sich selbst mit dem Thema zu beschäftigen, so seine Antwort. Der Grund hierfür: Die regierungstreuen Medien treten für und nicht gegen die Energiewende ein, auch wenn Parteinahme – wie in der „Flüchtlingspolitik“ oder Russlandpolitik- das letzte ist, was „unabhängige Medien“ tun sollten.

Deshalb veröffentlichen wir hier die  NAEB-Pressemitteilung zum Thema „Falsche Entwicklungshilfe – Ökostrom bremst Entwicklungsländer“ im Wortlaut. Hinzugefügt wurden nur Zwischenüberschriften.

„Falsche Entwicklungshilfe – Ökostrom bremst Entwicklungsländer“.

Entwicklungsländer können mit Ökostrom nicht den Lebensstandard der Industriestaaten erreichen.

Die physikalische Leistung des Menschen ist gering. Sie liegt gerade einmal bei 100 Watt. In zehn Stunden erarbeitet er gerade einmal eine Kilowattstunde (kWh). Erst die Nutzung von Energie aus anderen Quellen  hat den Menschen aus dem Tierreich geführt zu einem noch vor zweihundert Jahren nicht vorstellbaren Wohlstand. Wir leben dadurch heute in einem höheren Wohlstand als die Fürsten und Könige vor dem Beginn des Industriezeitalters dank der Erfindung der Dampf- und Verbrennungsmaschinen.

Dadurch haben wir beliebig viel mechanische Energie zur Verfügung zum Antrieb von Autos und zur Erzeugung von Strom, den wir mit dünnen Kabeln leicht an jeden gewünschten Ort leiten können, um ihn dort in jede andere gewünschte Energieform umzuwandeln. Seit 80 Jahren bewährte zuverlässige Regeltechnik sorgt dafür, dass wir jederzeit Strom in der gewünschten Menge aus dem Netz bekommen. Dies ist notwendig für unsere elektrifizierte Welt.

Windstrom- und Solarstromanlagen bringen keine planbare Leistung.

Nun gab es In den vergangenen Weltklimakonferenzen immer wieder die Forderung, mit mindestens 100 Milliarden Dollar pro Jahr den Entwicklungsländern zu helfen, eine ökologische Energieversorgung ohne Nutzung fossiler Brennstoffe aufzubauen. Der Bau von Wasserkraftwerken in den Tropen ist sicher sinnvoll, weil es dort ganzjährig ausreichende Niederschläge gibt. Doch schon in den Gebieten mit Regenzeiten und Trockenzeiten gibt es Probleme. In der regenarmen Periode muss Strom aus anderen Quellen kommen.

Windstrom- und Solarstromanlagen sind dafür nicht geeignet. Ihre Leistung hängt vom Wetter ab. Bei Windgeneratoren schwankt sie mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit. Böen vervielfachen die Leistung und können zu Überlastungen des Netzes führen. Die Folge sind Stromausfälle. Bei Windstille gibt es naturgemäß keinen Strom. Auch Solarstromanlagen ändern ihre Leistung stark, wenn Wolken vorüber ziehen. Und nachts gibt es keinen Solarstrom.

Die Windstrom- und Solarstromanlagen können also keine planbare Leistung bringen. Darüber hinaus sind die Investitionskosten für jede erzeugte Kilowattstunde rund fünfmal höher als für Strom aus Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken. Strom aus den konventionellen Wärmekraftwerken ist trotz der zusätzlichen Brennstoffkosten deutlich günstiger als der wetterabhängige und nicht planbare Ökostrom.  Die Aussage, Ökostrom aus Wind und Sonne seien kostenlos, ist eine Utopie.

Sichere und kostengünstige Stromversorgung in Entwicklungsländer ist mit Ökostromanlagen nicht möglich.Strom ist die Grundlage unseres Wohlstandes. Mit Strom können wir viele menschliche Arbeiten erleichtern und ersetzen. Die Leistung des Menschen ist nach unseren heutigen Maßstäben mit 100 Watt gering. Aus jeder normalen Steckdose können wir 2200 Watt, also die Leistung von 22 Menschen beziehen. In Deutschland verbraucht jeder von uns 7.500 kWh Strom im Jahr. Das ist die Energie von 37 Menschen, wenn sie 200 Tage im Jahr jeweils 10 Stunden arbeiten. Fünf dieser Arbeitssklaven stehen jedem von uns im Haushalt zur Verfügung. Der Rest wirkt in der Industrie, sorgt für Licht auf den Straßen und in den Geschäften, hält das Internet aufrecht usw.

Jeder Stromausfall lässt die Arbeitssklaven still stehen.  Auch die Industrie braucht einer sichere Stromversorgung. Jeder Stromausfall führt zu erheblichen Einbrüchen in der Produktion und damit zu hohen Kosten. Eine sichere und kostengünstige Stromversorgung der Entwicklungsländer ist mit dem Aufbau von Ökostromanlagen nicht möglich. Die Länder können so nicht zu den Industriestaaten aufschließen. Sie bleiben unterentwickelt. Die Folgen sind Arbeitslosigkeit und Hunger.

Weltenergiewende hält Entwicklungsländer im Namen des Klimaschutzes weiter in Abhängigkeit der Industriestaaten.

Die geplante Weltenergiewende führt die Entwicklungsländer im Namen des Klimaschutzes weiter in die Abhängigkeit der Industriestaaten. Die finanzstarke Lobby der Hersteller von Ökostromanlagen hat es offensichtlich geschafft, die Politiker in diese Richtung zu lenken. Kurzfristig winken gute Gewinne, die wir Steuerzahler aufbringen müssen, denn die Anlagen sollen ja aus einem 100 Milliarden Dollar schweren Klima-Rettungs-Fond bezahlt werden.

Doch diese Politik ist ein Auslöser für die Völkerwanderung von Afrika nach Europa. Die Menschen werden versuchen, vor Armut und Hunger zu fliehen. Die Pläne zur Energieversorgung der Entwicklungsländer sind kontraproduktiv zu dem Lippenbekenntnis, dafür zu sorgen, dass die Menschen in den Ländern eine Entwicklungsperspektive haben. (BS)

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